Lunch and more – ein literarisch‑wissenschaftlicher Six­pack

18. März, 12-14 Uhr, UBI-Chat, Innrain 52f

Im Rahmen der „Tiroler Woche der Literatur“ stellen sich Tiroler Literaturschaffende mit ihren Werken vor und diskutieren im Zuge unterschiedlicher Themen mit Forschenden der Universität Innsbruck, „literarisch“ moderiert durch die ULB Tirol.  
 
Demenz, Fußball, Krimi, Rittertum und Wolf – der inhaltliche Bogen ist breit gespannt und verspricht eine interessant-informative und vor allem abwechslungsreiche Mittagspause.

 

Petra Hillebrand, geboren 1972, wohnt mit ihrer Familie in Inzing.  Seit der Jahrtausendwende ist sie als Autorin aktiv. Mittlerweile gibt es neun Bücher von ihr. Die meisten veröffentlichte der Tyrolia Verlag. Ihre Kinderbücher wurden vom Stachelbartverlag in Erlangen sowie vom Kilian-Andersen-Verlag in Lübeck realisiert. 

Abschied, Tod und Trauer sind häufige Themen, die von der Autorin aufgegriffen werden. Oft bringt sie Berührendes in verdichteter Form zum Ausdruck. Meist schreibt Petra Hillebrand für Erwachsene, aber nicht nur. In der Königsdisziplin „Kinderbuch“ ist es ihr ein Anliegen, die Lebenswelt von Kindern auch in schwierigen Lebenssituationen (z.B. im Zusammenleben mit einer demenzkranken Bezugsperson) erfahr- und spürbar zu machen. „Oma Helga, die Außerirdischen und ich“ wurde 2024 vom Kilian Andersen Verlag publiziert. Seit kurzem ist dieses Kinder- und Familienbuch auch auf Englisch als E-Book erhältlich.

Univ.-Prof. Dr. Dorothea Hämmerer (Institut für Psychologie) leitet seit 2021 die Abteilung für Entwicklungspsychologie an der Universität Innsbruck. In ihrer Forschung konzentriert sie sich auf die Erforschung der Gehirnveränderungen in den frühesten Stadien der Demenz.


Emil Kaschka wurde 1996 in Pfaffenhofen in Tirol geboren. 2021 debütierte er mit seinem Roman GRÜNHOLZ übers Aufwachsen in Tirol. Es folgte 2022 das Theaterstück SEIT JAKOB im deutschen Theaterverlag. Für die Arbeit an seinem Drehbuch FEUER erhielt er das Große Tiroler Literaturstipendium 2025/26. 

GROßE TAGE heißt der vom Bund geförderte und von der Uni Innsbruck ausgezeichnete Theatertext des Tiroler Schriftstellers. Dabei geht es um den Amateur Fußballverein SV Telfingen. Der Verein ist das Herzstück des Dorfes. Dort treffen sich alle. Studierte, Landwirte, der Bürgermeister, Migranten, der Dorfdoktor und der Maurer. Dort müssen alle zusammenhalten, um zu funktionieren. Doch als der SV Telfingen den neuen Trainer vorstellt und der neue Trainer die erste Trainerin einer Männermannschaft in Österreich ist, wird das Funktionieren des Dorfvereins auf die Probe gestellt. Emil Kaschka wird Szenen aus dem Text lesen. 

Univ.-Prof. Dr. Achim Zeileis (Institut für Statistik): Schwerpunkte: Methoden und Software für die Modellierung von empirischen Daten und Vorhersage von Wahrscheinlichkeiten. Bspw. für Wetterereignisse, menschliches Verhalten oder aber Sportturniere. Mitwirkung im R Project for Statistical Computing, Ko-Chefredakteur des Journal of Statistical Software.

Tobias Pamer, geboren 1995 in Innsbruck, wohnhaft in Tarrenz. Studium der Fächer Germanistik und Geschichte an den Universitäten Innsbruck, Salzburg und Harvard. 2024 Promotion zum Dr. phil. Seit 2015 Autor mit Schwerpunkt auf historische Romane, geschichtliche Sachbücher und Lyrik. 

„Fürstenspiegel – Tirols vergessene Epoche“ In seinem dritten Historienroman entführt Pamer die Leserschaft zurück in die spätmittelalterliche Grafschaft Tirol des 15. Jahrhunderts. Auf Basis des Ritters Konrad von Gebratstein eröffnet sich ein literarisches Epos aus brutaler Rache, epischen Schlachten, verworrenen Geheimnissen, Liebe und Verrat. Eine Geschichte, die den Leser von Rattenberg über den Königshof bis auf das Konzil von Konstanz führt.  „Episches Kino für den Kopf!“ (Kreisbote).

Georg Neuhauser, geb. 1982 in Schwaz in Tirol, ist Historiker an der Universität Innsbruck. Nach Studien der Geschichtswissenschaften, Geografie und Archäologie spezialisierte er sich auf die Nutzungsgeschichte der alpinen Georessourcen (v.a. Erze, Salz, Wasser und Holz) im Mittelalter und der Frühen Neuzeit. Er ist außerdem Koordinator des Forschungszentrums Regionalgeschichte Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino.


Katja Wilhelm wurde 1975 in Innsbruck geboren. Nach der Matura an der Bundeshandelsakademie in Innsbruck studierte sie Klassische Archäologie und Ur- und Frühgeschichte. Beruflich war sie nach ihrem Abschluss in verschiedenen akademischen Bereichen tätig. Seit 2021 lebt und arbeitet sie als freie Autorin und Texterin in der Nähe von Innsbruck.

Sie schreibt mit Vorliebe Krimis, wie unter anderem ihre Reihe  »BEWEIS_LAST“ beweist!

Univ.Prof. Dr.med. Marion Pavlic, Fachärztin für Gerichtsmedizin, Leiterin des Fachbereichs Forensische Toxikologie des gerichtsmedizinischen Instituts, Medizinische Universität Innsbruck; Analytik von Alkohol, Medikamenten und Suchtmitteln; Opfer- und Kinderschutz mit dem Kompetenzzentrum Gewaltschutz der TirolKliniken.


Wolfgang Nöckler, Südtiroler & Wahl-Innsbrucker, ist in vielen Textgattungen & Sprachen zuhause, wechselt von der deutschen Schriftsprache in den teldra Dialekt, ins Italienische & die Vertonung, mit oder ohne Gitarre, mit oder ohne Katze – oder Wolf… er wort-spielt in Lyrik, Prosa, Theatertexten und Liedern…

Der Wolf steckt nicht nur in manchen von Nöcklers Texten, als sozialer Reibungspunkt, als Angstfigur, als mystisches – oder ganz normales Tier, er ist als Teil seines Namens auch ein täglicher Begleiter. Was bedeutet es, ein Wolf zu sein? Oder ihn zu verstehen?

Dr.in Nadja Neuner-Schatz (Institut für Geschichtswissenschaften und Empirische Kulturwissenschaft); Forschungsinteressen: Mensch-Tier-Verhältnis in der Lebensmittelproduktion (Human-Animal Studies, Gegenwärtige Ernährungspraxen (Agro-Food Studies), Prozesse der Subalternisierung in der Gegenwartsgesellschaft, Die Produktion ethnographischen/volkskundlichen Wissens in der Moderne.


Moderationsduo der ULB Tirol

 

Monika Schneider‑Jakob, Mag. MAS, leitet an der Universitäts‑ und Landesbibliothek Tirol die Bereiche Kund:innenservice, Öffentlichkeitsarbeit und Ausbildung sowieden Universitätslehrgang  Library and Information Studies. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung professioneller bibliothekarischer Strukturen.  „Literatur und Wissenschaft miteinander ins Gespräch zu bringen, heißt für mich, Räume für neue Perspektiven zu öffnen.“

Christian Kössler ist an der ULB Tirol als Bibliothekar im Bereich „Öffentlichkeitsarbeit“ tätig, daneben haben ihn seine Wege seit 2007 als Schriftsteller in bislang 16 europäische Länder geführt.  Er steht regelmäßig im Tor des österreichischen Autoren-Fußballteams.

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