Physiker landen erneut in den Top-Ten

Die erste Realisierung einer echten Dreiphotoneninterferenz durch Forscher um Gregor Weihs wurde vom britischen Magazin Physics World heuer zu einer der zehn wichtigsten Arbeiten aus der Physik gewählt. Im Vorjahr kürte das Magazin bereits die erste Quantensimulation einer Gitter-Eichfeldtheorie der Arbeitsgruppen um Rainer Blatt und Peter Zoller zum Top-Ten-Durchbruch.
Top Ten
Bild: Innsbrucks Quantenphysik erneut in den Top Ten der Physics World 2017 Breakthroughs of the Year (Credit: colourbox.de)

Die Universität Innsbruck unterstreicht einmal mehr ihre weltweit anerkannte Position als eines der führenden Forschungszentren in der Quantenphysik. Bei der Wahl der wichtigsten physikalischen Durchbrüche im zu Ende gehenden Jahr konnte sich heuer erneut ein Beitrag aus Innsbruck durchsetzen. Im April hatten Forscher um Gregor Weihs vom Institut für Experimentalphysik gemeinsam mit einem Team um Thomas Jennewein an der University of Waterloo in Kanada erstmals eine Dreiphotoneninterferenz realisiert. In diesem Zustand sind drei Lichtteilchen miteinander verschränkt, ohne dass sie aber paarweise interferieren. Anwendung finden könnte dieses Verhalten zum Beispiel in der Quantenkryptographie. Das Verfahren könnte aber auch dazu genutzt werden, ganz grundlegende Annahmen der Quantenmechanik zu überprüfen. Um das Experiment zu realisieren, hatten die Innsbrucker Forscher ein von ihnen gebautes Interferometer - ein Instrument zur Messung von sich überlagernden Lichtwellen - nach Kanada gebracht und dort gemeinsam mit der Gruppe um Thomas Jennewein das Experiment erfolgreich umgesetzt. Der Erstautor Thomas Kauten wurde für die Arbeit kürzlich dem Kanadapreis 2017 ausgezeichnet. 

Physics World ist die Mitgliederzeitschrift des britischen Institute of Physics. Das Magazin kürt seit 2009 jedes Jahr die wichtigsten Durchbrüche in der Physik und orientiert sich dabei an der grundlegenden Bedeutung für die Physik, dem Beitrag zur Erkenntnis, der starken Verbindung zwischen Theorie und Experiment sowie dem generellen Interesse für alle Physikerinnen und Physiker.


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