Hendrik Richter

Zur Person

foto_hendrik richterseit 2019 | Universitätsassistent (prae doc), Institut für LehrerInnenbildung und Schulforschung, Universität Innsbruck

2017 – 2019 | Selbstständige Tätigkeit im Veranstaltungsservice (Dresden, Deutschland)

2016 – 2018 | Sozialpädagogische Familienhilfe/ Erziehungsbeistand, Kindervereinigung Dresden e.V.

2015 – 2016 | Schulintegrationshilfe, Lebenshilfe Dresden e.V.

2009 – 2015 | Studium des Lehramts nach Jenaer Modell, Gymnasium (Mathematik und Sozialkunde), Friedrich-Schiller-Universität Jena (Deutschland)

Promotionsprojekt

Doing (Dis-) Integration. Eine ethnographische Studie über die Herstellung sozialer Gemeinschaften im Schulalltag

Die Dissertation nimmt das erhöhte Ausgrenzungsrisiko von Schüler:innen mit sonderpädagogischen Förderbedarf an städtischen Mittelschulen als Ausgangspunkt und untersucht Praktiken sozialer Integration aller Schüler:innen im Schulalltag, um dadurch Aussagen über die soziale Integration von Schüler:innen mit sonderpädagogischen Förderbedarf und ganz grundsätzlich über Inklusions- und Exklusionsprozesse in Klassengemeinschaften treffen zu können. Die (soziale) (Des-) Integration eines Kindes wird durch soziale Praktiken im (inklusiven) Schulraum hergestellt, sowohl durch die Anderen als auch durch das jeweilige Kind oder den:die Jugendliche:n selbst. Integration heißt in diesem Kontext die Schaffung eines integrierten Subjektes in einem ganz bestimmten Möglichkeitsraum, der bestimmte Verhaltensweisen als denkbar oder unmöglich festlegt. Der Fokus der Arbeit liegt daher auf den sozialen Praktiken der Schüler:innen, die im schulischen Alltag der Kinder und Jugendlichen ihre Anwendung finden.

Die Arbeit soll den schulischen Alltag aus der Perspektive des Kindes/ des:der Jugendlichen mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf beschreiben und darüber Aufschluss über die soziale Dimension schulischer Lebenswelt von Schüler:innen mit Behinderung bzw. sonderpädagogischen Förderbedarf geben. Weiterhin sollen durch diese Perspektive Formen verborgener und daher nicht artikulierbarer sozialer Verhaltensweisen und deren direkte Folgen auf die sozialen Praktiken des Kindes/ des:der Jugendlichen sichtbar werden. Die Arbeit soll einen analytischen Blick auf das Verhalten von Kindern/ Jugendlichen (mit und ohne) sonderpädagogischen Förderbedarf und ihren Bewältigungsstrategien im Umgang mit einem ausgrenzenden und von Macht durchdrungenen Sozialraum werfen.

Project Description

Forschungsinteressen

  • Soziale Ungleichheit, Armut und Klassenzugehörigkeit
  • Inklusion und Exklusion
  • Unterdrückung und widerständige Praktiken
  • Intersektionalität
  • gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit

Vorträge

  • Ringvorlesung "Another world is possible". Interdisziplinäre Perspektiven auf Formen des Protests und soziale Bewegungen (mit Stephanie Schmidt, Europäische Ethnologie), Universität Innsbruck, WS 2020/21
  • Hilfssubjekte – Helfen als individuelle Erfahrung und soziale Praxis zwischen Deautonomisierung und Empowerment (mit Thomas Hoffmann und Cathrin Reisenauer, ILS) | 34. Jahrestagung der Inklusionsforscher*innen, Universität Wien/PH Wien, 25./28.2.2020
  • Doing (Dis-) Integration. An ethnographic study of the social integration of children with disabilities in inclusive schools | International Perspectives in Teacher Education, International Conference, University of Lower Silesia in Wroclaw (Polen), 13./15.5.2019

Kontakt

Doktoratskolleg „Dynamiken von Ungleichheit und Differenz im Zeitalter der Globalisierung“
Forschungsschwerpunkt „Kulturelle Begegnungen – Kulturelle Konflikte“
Institut für LehrerInnenbildung und Schulforschung
Raum: Fürstenweg 176, 1. Stock, Raum 30
Mail: hendrik.richter[at].uibk.ac.at
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