Theo Hug
Institut für Medien, Gesellschaft und Kommunikation
Theo Hug wurde 1960 geboren und wuchs überwiegend in Vorarlberg auf. Nach der Matura studierte er Psychologie, Pädagogik, Mathematik und Philosophie an der Universität Innsbruck, wo er 1985 promovierte. Seinen Interessen für interdisziplinäre Themen und Fragestellungen ist er bis zu seiner Pensionierung treu geblieben und hat sich entsprechend als Brückenbauer zwischen Fakultäten und Disziplinen engagiert. Er forschte und lehrte in den Bereichen Medienpädagogik, Medienbildung und Digitale Grundbildung, Bildungs-, Medien- und Wissenstheorie, mobiles Lernen und Mikrolernen sowie Methodologie und Wissenschaftsphilosophie. Seit 2011 war er Professor für Erziehungswissenschaften mit Schwerpunkt Medienpädagogik und Kommunikationskultur, zunächst an der Fakultät für Bildungswissenschaften, von 2017 bis 2025 am Institut für Medien, Gesellschaft und Kommunikation der Universität Innsbruck, das er zusammen mit Günther Pallaver und Petra Missomelius 2017 gründete.
Er leitete etliche Drittmittelprojekte und hatte diverse Gastprofessuren und Lehraufträge in Wien, Bozen, Graz, Krems, Schloss Hofen (Vorarlberg), Salzburg und Brisbane (AU), 2005 war er Visiting scholar im Comparative Media Studies (CMS) program am Massachusetts Institute of Technology (M.I.T.) in Cambridge, MA (USA). Als geschätzter Lehrender deckte er ein breites Themenspektrum ab, was auch in den 175 Diplom- und Masterarbeiten und über 20 Dissertationen zum Ausdruck kommt, die er in seiner aktiven Zeit (mit-)betreut hat. Auch in studienorganisatorischen Hinsichten hatte er auf mehreren Ebenen Verantwortung übernommen als Studienkommissionsvorsitzender (1995-1999) und interimistischer Studiendekan (1997-1999) sowie als Studienbeauftragter (2017-2025) und Vorsitzender der Beiräte für Medienpädagogik und Digitale Grundbildung im Lehramtskontext.
Von 2004 bis 2024 war er Sprecher des interfakultären Forums Innsbruck Media Studies und damit an der jährlichen Konzeption und Organisation des Medientages der Universität Innsbruck sowie der Tagungs- und iup-Buchreihe „Medien – Wissen – Bildung“ beteiligt. 2002 gründete er gemeinsam mit Brigitte Hipfl (Klagenfurt) die Sektion Medienpädagogik der Österreichischen Gesellschaft für Forschung und Entwicklung im Bildungswesen (ÖFEB) und war darüber hinaus auch in internationalen Fachgesellschaften, insbesondere der DGfE, GfM, ICA und EERA aktiv. Von 2003 bis 2006 leitete er das ARC-Research Studio eLearning Environments. Seit 2011 ist er gemeinsam mit Josef Mitterer Nachlassverwalter des Ernst von Glasersfeld Archivs. Von 2020 bis 2024 war er Leiter des Instituts für Medien, Gesellschaft und Kommunikation, seit 2015 ist er u. a. Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste.
Die Festschrift „Streifzüge an den Nahtstellen von Medien, Bildung und Philosophie“ ist eine Hommage an Theo Hug für seine vielen Verdienste innerhalb und weit über die Universität Innsbruck hinaus. Neben den theoretischen Fragestellungen im Spannungsfeld von Bildung, Medien, Kultur, Gesellschaft und Technologie geht es Theo Hug auch immer um die praktische Auseinandersetzung mit all diesen Fragen, insbesondere um die Wechselwirkung zwischen digitalen Medien und Individuum sowie Gesellschaft. Insofern stehen diese Streifzüge an den Nahtstellen von Medien, Bildung und Philosophie auch stellvertretend für das umfangreiche wissenschaftliche und bildungspolitische Engagement und Wirken des Menschen, Denkers und Pädagogen Theo Hug. Ihm ist wesentlich die institutionelle Verankerung von Medien- und Kommunikationswissenschaft sowie die der Medienbildung an der Universität Innsbruck zu verdanken.
