Am 14. August 1868 wurde Else Rema unter ihrem bürgerlichen Namen Else Hammer in Dresden geboren und zog später nach Bozen.
2025 rückt die Universitäts- und Landesbibliothek Tirol im Rahmen ihres regionalen Sammelschwerpunktes drei Werke der Schriftstellerin, die dieses Jahr im Zuge des „Public Domain Day“ gemeinfrei wurden, digital vor den Vorhang.
Die Auswahl möglicher Autorinnen und Autoren deckt ein breites Spektrum ab: Berücksichtigt werden nämlich auch Personen, die nicht aus Tirol stammen, hier aber einen Teil ihres Lebens verbracht haben und literarisch tätig waren – wie Else Rema.
Als Journalistin finden sich ihre Spuren und Artikel über mehrere Jahrzehnte verteilt – von der Damen- und Modezeitung „Der Basar“ über das „Neue Wiener Journal“ bis hin zur „Christlichen Frauenzeitung“. Ihre Romane, in denen sich immer wieder zeitgenössische Gesellschafts- und Frauenbilder spiegeln, erscheinen in verschiedenen deutschen Verlagen. Über ihr Buch „Eine Gedankensünde“ heißt es in der „Ostdeutschen Rundschau“ vom 4. Februar 1912:
„Wir haben nun den Beweis, daß Else Rema auch in einem kleinen Bande große Seelengemälde zu entwerfen vermag, daß ihr auch vier Personen vollkommen genügen, um die Handlung im anregenden Fluß zu erhalten.“
1932 lebte Rema in Bozen, am 14. April 1940 wurde sie in der Nähe von Rom interniert und 1943 in die Lombardei verlegt. Die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs verbrachte sie in einem Lager in der berühmten „Cinecitta“ in Rom, ab 1948 lebte sie dann in Meran, wo sie 1954 starb und am Jüdischen Friedhof ihre letzte Ruhestätte fand.
Drei ihrer verfassten Titel sind in gedrucktem und digitalem Format an der ULB Tirol verfügbar:
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