Vortragsreihe "Didaktik am Abend"

Die vom Institut für Fachdidaktik organisierte Vortragsreihe „Didaktik am Abend“ bietet seit vielen Jahren einem breiten, fachdidaktisch interessierten Publikum die Möglichkeit, in eine große Vielfalt von Themen aus der aktuellen fachdidaktischen Forschung Einblick zu gewinnen. Die Vorträge werden von ExpertInnen aus dem In- und Ausland gehalten und stellen schulrelevante fachdidaktische Forschungsergebnisse vor, womit sie sowohl für Forschende und Lehrende als auch für PraktikerInnen von Interesse sind.

Nächster Vortrag

Zeit: Montag, 13. April 2026, 17:15 Uhr
Ort: Hörsaal 5, EG, Geiwi (Campus Innrain)

Wer sagt, wie neue Schule geht?

Mit dieser Frage sind DidaktikerInnen seit je konfrontiert. Die Vorträge im Rahmen von „Didaktik am Abend“ geben vielfältige Beispiele für das Bemühen insbesondere von FachdidaktikerInnen, dem Unterricht neue Impulse zu geben. Nur – die Frage ist grundsätzlicher, als dass sie im Rahmen von Schule und Unterricht und darauf gerichtete Forschung beantwortet werden kann. Schule als öffentliche Institution und damit als öffentliche Angelegenheit ist immer schon auf Folgen für das Individuum und für die Gesellschaft gerichtet. Diese Perspektive soll für die Didaktik gestärkt werden – unter der Frage, was heute an Schule an Herausforderungen zukommt und was der Didaktik notwendigerweise neue Denkweisen und Aufgaben abverlangt. Als Maßstab wird auf Bildung verweisen – keine neue Forderung an die Didaktik, jedoch heute inhaltlich, bildungspolitisch und hinsichtlich der Rolle von Lernenden und Lehrenden ungleich verbindlicher und dringender. Dieser Bezug wird unter der Perspektive einer nachhaltigen Entwicklung als gesellschaftliches Leitbild und dem entsprechenden Bildungskonzept „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ konkretisiert: durch Aussagen zu Inhalten, Prinzipien und daraus resultierende didaktische Perspektiven und zu Arbeitsweisen, die für alle Schulfächer bedacht werden müssen. Dazu wird auf Forschungsergebnisse in unterschiedlichen Bildungsbereichen und eigene Erfahrungen in praktischer Bildungsarbeit und inter- und transdisziplinärer Forschung eingegangen. Abgesehen davon, dass Schule ja in direkter Beziehung zu anderen Bildungsbereichen steht, können zur Bedeutung des Konzepts „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ Forschungsergebnisse aus Modellprojekten zu Bildung für eine nachhaltige Entwicklung im Kindergarten, in der Grundschule ebenso herangezogen werden wie aus Universitäten, der LehrerInnenbildung oder der Regionalentwicklung (die ohne den Akteur Schule auch nicht gedacht werden kann).

Ute Stoltenberg

Ute Stoltenberg, Leuphana Universität Lüneburg

Ute Stoltenberg (Dr. rer.soc.) war von 1995 bis 2018 Universitätsprofessorin an der Leuphana Universität Lüneburg – als Gründerin und Leiterin des Instituts für Innovative Studien, seit 2010 auf der ersten Professur für Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland und von 2014- 2018 als Seniorprofessorin für Nachhaltigkeitsforschung. Sie ist seit vielen Jahren daran beteiligt, das Konzept Bildung für eine nachhaltige Entwicklung in Theorie und Praxis zu entwickeln, für unterschiedliche Bildungsbereiche (nicht zuletzt auch für die eigene Universität), durch internationale Vernetzung in der LehrerInnenbildung aber auch in seiner Bedeutung für kommunale und regionale Entwicklung  – durch inter- und transdisziplinäre Forschungsprojekte, durch internationale Zusammenarbeit (auch im Rahmen der UNESCO), durch Mitwirkung an der Erarbeitung des deutschen „Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und als Mitglied in nachhaltigkeitsbezogenen Arbeitszusammenhängen wie dem Deutschen Nationalkomitees für das UNESCO-Programm „Der Mensch und die Biosphäre“, (MAB) dem Stiftungsrat der Hamburger Klimaschutzstiftung, von 2016-2022 als Mitglied und Sprecherin des Advisory Boards für das Forschungsprogramm „Earth System Science“ der Österreichischen Akademie der Wissenschaften sowie in Beiräten für verschiedene Nachhaltigkeitsauszeichnungen.

Programm im Sommersemester 2026

Termine als PDF

9. März 2026
Authentischer audiovisueller Input im Primarstufen-Englischunterricht: Erkenntnisse aus einer Interventionsstudie in Frankreich
Alexandra Schurz, Universität Wien
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13. April 2026
Wer sagt, wie neue Schule geht?
Ute Stoltenberg, Leuphana Universität Lüneburg
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4. Mai 2026
Mensch-Umwelt-Beziehung verstehen. Ökolinguistische Perspektiven auf Wahrnehmung, Denken und Handeln im Unterricht
Ines Pichler, Universität Innsbruck/PH Tirol
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11. Mai 2026
Fehlerprozesse beim Mathematisieren in der Sekundarstufe 1
Simon Plangg, PH Salzburg
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18. Mai 2026
Biomechanik im Physikunterricht – Der eigene Körper in Bewegung
Thomas Wilhelm, Goethe-Universität Frankfurt, ausnahmsweise im Hörsaal 2, Geiwi
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1. Juni 2026
Dominant Language Constellation as an Approach to Language Teacher Identity Development
Anna Krulatz, Norwegian University of Science and Technology, im Rahmen der LFUI-Guestprofessorships
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22. Juni 2026
Von der Quellenkritik zur Objektkritik. Über den Beitrag der Historischen Grundwissenschaften zu einer kritischen Medienbildung im digitalen Raum
Jessica Kreutz, Universität Passau

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