Unter­stützung für Wissen­schaftler­innen

Miteinander reden und der Austausch von Erfahrungen und Problemen standen im Zentrum des Mentoring-Programms für junge Wissenschaftlerinnen an der Uni Innsbruck. Über zwei Semester standen die Mentees mit ihren Kolleginnen und mit ihren Mentorinnen und Mentoren in engem Kontakt.
Mentoring-Programm
Bild: Am Beginn ihrer Karriere stehende Wissenschaftlerinnen sollen im Rahmen des Mentoring-Programms gefördert werden. (Credit: pixabay_unsplash)

Um die Entwicklung talentierter, am Beginn ihrer Karriere stehender Wissenschaftlerinnen zu fördern, hat das Rektorat der Uni Innsbruck ein Mentoring-Programm ins Leben gerufen. Dieses Pilotprojekt wurde an ausgewählten Fakultäten gestartet, um den Wissenschaftlerinnen die Möglichkeit zu bieten, sich ein Jahr lang aktiv mit ihrer Karriereentwicklung auseinanderzusetzen. Im ersten Jahr nehmen zehn Mentees am Programm teil, die von vier Mentorinnen und Mentoren unterstützt wurden. Eine der Mentees ist Hannah Pomella, Jungwissenschaftlerin am Institut für Geologie: „In der Gruppe aus Mentees konnten wir mit unserer Mentorin Kathrin Breuker und unserem Mentor Michael Strasser die unterschiedlichsten Themen besprechen. Interessant war es für uns zu sehen, dass wir mit unseren Problemen nicht allein sind und die Kolleginnen von anderen Instituten dieselben Erfahrungen gemacht haben.“ Im Rahmen des Programms sollten auch Karrierewege aufgezeigt und diskutiert, zusätzlicher Fortbildungsbedarf eruiert sowie Aufstiegschancen auf der Karriereleiter optimiert werden. Zudem werden Publikations- und Drittmittelstrategien konzeptionell diskutiert.

Netzwerk

Betreut wird Pomella mit ihren Kolleginnen von Kathrin Breuker und Michael Strasser. Letzterer ist Professor am Institut für Geologie, und einziger Mentor im Programm. „Für uns war es sehr spannend einen Mann dabei zu haben. Er konnte uns aufzeigen, dass er als junger Wissenschaftler häufig auch vor ähnlichen Problemen gestanden ist wie wir heute. Nicht alle Schwierigkeiten die wir meistern müssen, sind nur auf Frauen bezogen“, so Pomella. Auch Strasser ist von dem Programm überzeugt: „Da es bei uns an der Fakultät leider keine Professorin gibt, habe ich sehr gerne diese Aufgabe als Mentor übernommen, um hier junge Nachwuchswissenschaftlerinnen zu unterstützen, damit sich die Situation hoffentlich bald ändert. Für mich ist diese Aufgabe auch persönlich sehr interessant und ich begrüße diese von der Uni Innsbruck gestartete Initiative. Im Endeffekt müssen wir alle gemeinsam daran arbeiten.“ Die ersten Mentees werden im Programm noch bis Juni diesen Jahres betreut, bevor dann neue Wissenschaftlerinnen aufgenommen werden. „Vor allem nehme ich ein sehr gutes Netzwerk mit. In dieser Runde konnten wir Probleme ansprechen und haben gelernt, dass wir damit nicht allein gelassen werden. Es ist wichtig zu sehen, dass man keine Einzelkämpferin auf der Karriereleiter sein muss und es gute Möglichkeiten zum Austausch gibt“, so Hannah Pomella.

 

Bisherige Teilnehmerinnen der Naturwissenschaften und Technik 

Mentees: Dr. Maren Podewitz, Mag. Dr. Hannah Pomella, Dipl.-Ing. Magdalena Schreter, Bsc, Dr. Eva Zangerle;
MentorInnen: Priv.-Doz. Dr. Kathrin Breuker/ Univ.-Prof. Dr. Michael Strasser

Bisherige Teilnehmerinnen der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften und Sport

Mentees: Mag. Dr. Maria Bertel, Mag. Dr. Cornelia Blank, Mag. Fatima Cavis, Anika Frühauf, MSc, Mag. Lisa Müller, PhD, Mag. Dr. Elena Pocecco;
MentorInnen: assoz. Prof. Dr. Martina Kraml / Ass.-Prof. Mag. Dr.  Inge Werner

Eine Fortsetzung des Mentoring-Programms ist auch für das nächste Jahr geplant. Bewerberinnen stehen in einem Dienstverhältnis zur Uni Innsbruck oder zur UMIT und befinden sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium ihrer Dissertation oder sind Early Postdocs. Fragen zur Anmeldung oder über das Programm werden unter forschungsfoerderung@uibk.ac.at gerne beantwortet.


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