Uni Inns­bruck mit Diver­sitas-Preis aus­gezeich­net

2019 hat die Universität Innsbruck das Center Interdisziplinäre Geschlechterforschung Innsbruck etabliert. Der inter- und transdisziplinäre Forschungsverbund soll Gleichstellung und Diversität innerhalb der Universität, aber auch über die Grenzen der Universität hinaus stärken. Vergangenen Montag wurde diese Initiative mit dem Diversitätsmanagement-Preis „Diversitas“ ausgezeichnet.
Diversitas Preis
Bild: Nach 2018 hat die Universität Innsbruck den Diversitätsmanagement-Preis „Diversitas“ nun bereits zum zweiten Mal erhalten. (Credit: Gerhard Berger)

Wissenschaftsminister Heinz Faßmann verlieh die hohe Auszeichnung an sieben Hochschul- und Forschungseinrichtungen. Insgesamt wurden fünf Hauptpreise und zwei Anerkennungspreise im Gesamtwert von € 150.000,- für herausragende, innovative Leistungen auf dem Gebiet des Diversitätsmanagements vergeben. Einer der Hauptpreise ging an das Center Interdisziplinäre Geschlechterforschung Innsbruck (CGI). „Als Wissenschaftsministerium möchten wir die Diversitätsaktivitäten unserer Hochschul- und Forschungseinrichtungen sichtbar machen und gleichzeitig ein Bewusstsein für eine diversitätsorientierte und diskriminierungsfreie Kultur schaffen und schärfen“, sagt Minister Faßmann über die Intention hinter dem Preis. Die Universität Innsbruck hat den Diversitas-Preis nach 2018 nun bereits zum zweiten Mal erhalten.

Lange Tradition der Geschlechter- und Diversitätsforschung in Innsbruck

Das CGI steht ganz im Zeichen des Leitbilds der Universität Innsbruck, in dem sie sich klar zu Vielfalt und Offenheit bekennt. „Ziel des CGI ist die Integration aller im Bereich der Gender Studies sowie Frauen- und Geschlechterforschung arbeitenden Wissenschaftler*innen und interessierten Mitarbeiter*innen der Universität Innsbruck. Auch für die Third Mission spielt das CGI eine wichtige Rolle, um die Themen Diversität, Gender und Gleichstellung über die Grenzen der Universität hinaus sichtbarer zu machen“, sagt die Leiterin des CGI Kordula Schnegg.

Bereits seit 20 Jahren werden Fragen der Geschlechter- und Diversitätsforschung in Innsbruck behandelt. Vor zehn Jahren setzte die Universität Innsbruck zur Vernetzung von Frauen- und Geschlechterforscher*innen mit der Gründung der interfakultären Forschungsplattform „Geschlechterforschung. Identitäten-Diskurse-Transformationen“ bedeutsame universitätspolitische Akzente. „Die Gründung des Center Interdisziplinäre Geschlechterforschung Innsbruck im vergangenen Jahr ist ein weiterer wichtiger Schritt, um diesen Forschungsbereich zu institutionalisieren, auszubauen und sichtbarer zu machen“, betont Rektor Tilmann Märk.

Auch für die forschungsgeleitete Lehre ist das CGI von Relevanz: Das interfakultäre Masterstudium „Gender, Kultur und Sozialer Wandel“ und das Doktoratskolleg „Geschlecht und Geschlechterverhältnisse in Transformation: Räume - Relationen - Repräsentationen“ werden von Forschenden des CGI getragen.

Zum Diversitas-Preis

Aus insgesamt 24 Einreichungen wählte eine internationale Fachjury die Preisträgerinnen und Preisträger aus. Im Zentrum des „Diversitas“-Preises stehen drei Schwerpunktkriterien: Die Strategie- und Strukturverankerung der Aktivität in der Hochschulorganisation und -verwaltung in den Kernbereichen Lehre, Forschung sowie der „Dritten Mission“, das kulturverändernde Potenzial im Sinne einer geschlechter- und diversitätsorientierten Entwicklung der Organisation, sowie die Kontextangebundenheit der eingereichten Aktivitäten hinsichtlich deren Einklang mit den Zielen und Vorgaben der Hochschul- und Forschungseinrichtung. Zur Teilnahme eingeladen waren so wie bereits bei den Ausschreibungen 2016 und 2018 öffentliche und private Universitäten, Fachhochschulen, das Institute of Science and Technology Austria, die Österreichische Akademie der Wissenschaften, die Ludwig Boltzmann-Gesellschaft sowie 2020 zum ersten Mal die Pädagogischen Hochschulen. Die Beurteilungskriterien orientieren sich an den strategischen Zielsetzungen des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) zur Förderung des Themenfeldes Diversitätsmanagement.

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