Summer­school zur Bil­dungs­for­schung

Anfang Juli 2017 fand zum zweiten Mal die Innsbrucker Summerschool zu Methoden der empirischen Bildungsforschung statt. Sie bot Forschenden die Möglichkeit, auf hohem Niveau ihre methodischen Kenntnisse zu vertiefen.
Prof. Bertolt Meyer bei der Summerschool
Bild: Prof. Bertolt Meyer führt in die Mehrebenenanalyse ein. (Credit: Isabella Körper)

Nach dem erfolgreichen Auftakt 2016 ging die Innsbrucker Summerschool dieses Jahr in die zweite Runde. Im Rahmen von vier Workshops wurden unter fachkundiger Anleitung von Prof. Alfred Berger (Universität Innsbruck), Dr. Urs Grob (Universität Zürich), Prof. Bertolt Meyer (TU Chemnitz) und Dipl. Psych. Jörg-Henrik Heine (TU München) anwendungsorientierte Einführungen und Vertiefungen in Strukturgleichungsmodelle, die Mehrebenenanalyse und die Item-Response-Theorie angeboten.

Die Innsbrucker Methoden-Summer-School ermöglichte sowohl Anfänger*innen einen Einstieg in die quantitative Bildungsforschung zu finden, als auch Fortgeschrittenen ihr anwendungsorientiertes Methodenwissen zu vertiefen. Dafür reisten die Teilnehmer*innen großflächig aus dem deutschsprachigen Raum an. Neben vielen Innsbrucker Studierenden konnten Interessierte aus Deutschland, Schweiz und anderen österreichischen Bundesländern begrüßt werden. Die Nachfrage der Workshops war auch dieses Jahr sehr groß. Alle Workshops waren sehr gut besetzt, zum Teil mussten gar Wartelisten geführt werden.

Einen Einblick in die Praxis lieferte Mag. Konrad Oberwimmer. Im Rahmen seines Vortrags über „Daten für empirische Forschung aus den Bildungsstandard-Überprüfungen in Österreich“ machte er auf Daten des Bundesinstituts für Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung des österreichischen Schulwesens (bifie) aufmerksam, welche unter anderem auch für Qualifizierungsarbeiten (in selbstverständlich anonymisierter Form) von Interessierten genutzt werden können.

Am Ende der Woche waren sich die Teilnehmer*innen einig: „Das Programm der Innsbrucker Summerschool ist ausgezeichnet und leistet einen bedeutenden Beitrag zur Nachwuchsförderung!“ Methodenkurse auf hohem Niveau sind sehr begehrt und oftmals schwierig zu finden. Die Innsbrucker Summerschool bietet hier eine hervorragende Chance zur methodischen Aus- und Weiterbildung.

Auch im kommenden Jahr wird die Summerschool in Kooperation zwischen dem Institut für Erziehungswissenschaft und dem Forschungszentrum „Bildung – Generation – Lebenslauf“ an der Universität Innsbruck sowie der Österreichischen Gesellschaft für Forschung und Entwicklung im Bildungswesen (ÖFEB) ausgerichtet. Das Organisationsteam freut sich, mit der Summerschool die Bildungsforschung in Innsbruck stärken zu können.

(Andrea Umhauer)


Unileben aktuell – die neuesten Beiträge

weitere Beiträge