Physik-Doktorats­kolleg sehr erfolg­reich

Nach den ersten zwei Jahren zieht das vom Wissenschaftsfonds FWF geförderte Doktoratskolleg „Atome, Licht und Moleküle“ eine erfolgreiche Zwischenbilanz. Insgesamt 26 Doktorandinnen und Doktoranden arbeiten in 13 theoretischen und experimentellen Forschungsgruppen und werden im Rahmen des Doktoratskollegs umfassend unterstützt.
Gruppenbild am Achensee
Bild: Die erste Sommerschule des DK-ALM fand im vergangenen Jahr am Achensee statt. (Credit: DK-ALM)

Nach der Halbzeit der ersten Förderungsperiode kann das Doktoratskolleg „Atome, Licht und Moleküle“ eine sehr positive Bilanz ziehen. Nach einer internationalen Ausschreibung sind alle 26 Stellen mit vielversprechenden Nachwuchsforschern besetzt – darunter sechs Frauen. Insgesamt sind bereits 35 wissenschaftliche Publikationen mit der Beteiligung von Doktorandinnen und Doktoranden entstanden, darunter zahlreiche Arbeiten in führenden physikalischen Fachzeitschriften. An zwei Arbeiten in Nature Communications und PNAS war Hendrik Poulsen Nautrup aus der Arbeitsgruppe von Hans Briegel federführend beteiligt. Dabei haben die Innsbrucker Forscher einerseits einen neuen Datenbus für einen zukünftigen Quantencomputer vorgeschlagen und andererseits ein lernfähiges Programm entwickelt, das dank künstlicher Intelligenz eigenständig neue Quantenexperimente entwickelt. Isabella Fritsche aus der Gruppe von Rudolf Grimm war an der Beobachtung von Quasiteilchen beteiligt, worüber sie 2016 in der Fachzeitschrift Science berichteten. Malcolm Simpson aus dem Team von Roland Wester war an einer gemeinsamen Arbeit mehrerer Arbeitsgruppen des DK-ALM beteiligt, in der die Forscher erstmals Fullerene mit einer festen Heliumschicht überzogen und spektroskopisch vermessen haben. Sie berichteten darüber in Nature Communications. An mehreren theoretischen Arbeiten zur Quanteninformationsverarbeitung waren David Sauerwein und Martin Hebenstreit aus der Gruppe von Barbara Kraus beteiligt.

Erste Studierende stehen vor dem Abschluss

Das Doktoratskolleg bietet ein ideales Umfeld für das Training der Studierenden. Neben eigenen Lehrveranstaltungen für die Doktorandinnen und Doktoranden, mit Vortragenden aus dem Haus, aber auch internationalen Experten aus dem Fachbereich, werden regelmäßige Science Days angeboten. Im vergangenen Sommer fand am Achensee die erste Sommerschule des Doktatskollegs statt. Die nächste Sommerschule mit einer Reihe von internationalen Sprecherinnen und Sprechern wird in diesem Jahr im Universitätszentrum Obergurgl im Ötztal stattfinden. „Im kommenden Jahr werden voraussichtlich die ersten Doktoranden ihre Dissertation abschließen“, freut sich der Sprecher des Doktoratskollegs Roland Wester. „Dann werden wir wieder neue Studierende in unser Programm aufnehmen.“ Finanziert wird das Doktoratskolleg vom österreichischen Wissenschaftsfonds FWF, dem Land Tirol und der Universität Innsbruck.


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