Marianne-Barcal-Preis zum ersten Mal vergeben

Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer und Vizerektor Wolfgang Meixner übergaben vergangene Woche im Alten Rathaus die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung an die Preisträger: Oliver Seifert erhielt den Hauptpreis für seine Dissertation, Claudius Ströhle und Michael Wolf wurden mit einem Förderpreis ausgezeichnet.
Die Marianne-Barcal-Preisträger 2017
Bild: Innsbrucks wissenschaftlicher Nachwuchs wurde für seine Leistungen geehrt: Die Preisträger Oliver Seifert, Claudius Ströhle und Michael Wolf mit Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, Stadtrat Gerhard Fritz und Gemeinderätin Gerda Springer. (Credit: IKM/Steinacker)

„Marianne Barcal war eine engagierte Gemeinderätin, die der Stadt Innsbruck einen ansehnlichen Betrag für das Stadtarchiv/Stadtmuseum überlassen hat. Diesen investieren wir gerne in Form des ins Leben gerufenen Marianne-Barcal-Preises, mit dem wir sie würdigen“, betonte Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer bei der Verleihung. „Der Stifterin des Preises Marianne Barcal gebührt für ihre Entscheidung im Sinne der Bildung und der Förderung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler großer Dank“, sagte der Leiter des Stadtarchivs/Stadtmuseums Lukas Morscher. Neben ihm waren in der Jury für die erstmalige Vergabe des Preises Birgit Neu von der Stadt Innsbruck, Dirk Rupnow vom Institut für Zeitgeschichte, vertreten durch Ingrid Böhler und Margaretha Friedrich vom Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie. 

Verbindung von Stadt und Universität vertieft

Die 2014 verstorbene, ehemalige Innsbrucker Gemeinderätin Marianne Elisabeth Barcal hat der Stadtgemeinde Innsbruck – für das Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck zweckgewidmet – ihr gesamtes Vermögen vermacht. Da die Erblasserin eine begeisterte Studierende der Zeitgeschichte und Politikwissenschaften war, stiftet die Stadtgemeinde Innsbruck aus ihrem Vermögen einen Preis, der jährlich mit 5.000 Euro dotiert ist. Dieser Preis ist für Abschlussarbeiten aus den Geschichts- und Politikwissenschaften sowie verwandten Fächern vorgesehen. Damit soll einerseits ein ehrendes Andenken an die Erblasserin gewährleistet und andererseits die Verbindung zwischen Universität und Stadt vertieft werden.

Der Preis kann auf Beschluss des Preiskomitees auch aufgeteilt werden, beispielsweise in einen Haupt- und einen Förderpreis. Es besteht keine Verpflichtung, den Preis jedes Jahr zu vergeben. Der Preis soll insbesondere den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern. Daher werden ausschließlich Abschlussarbeiten (Diplomarbeiten, Masterarbeiten, Dissertationen, Habilitationen) an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck zugelassen. Die mit dem Preis ausgezeichnete Arbeit kann in Absprache mit dem/r Autor/in im Rahmen der Publikationsreihen des Stadtarchivs/Stadtmuseums Innsbruck (Veröffentlichungen aus dem Innsbrucker Stadtarchiv bzw. ZeitRaum-Innsbruck) zur Gänze, in Auszügen oder in überarbeiteter Form ohne Entgeltanspruch publiziert werden.


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