Essay-Wett­be­werb Politik­wissen­schaft: Preise ver­liehen

Marcus Dietrich und Niklas Waldner – so heißen die Preis­träger des Essay-Wettbewerbs zu den politischen, gesell­schaftlichen und wirt­schaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie des Instituts für Politik­wissenschaft. Am 23. November 2021 wurden die Preise virtuell überreicht.
Preisträger bei der Onlin-Verleihung
Bild: Die Preisverleihung des Essay-Wettbewerbs zu den politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie fand online statt. (Credit: Thomas Walli)

Die Corona-Pandemie hat Europa nach wie vor fest im Griff. Österreich befindet sich in der vierten Welle und im neuerlichen Lockdown. Nie zuvor gab es seit Ende des Zweiten Weltkriegs derartige Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Was macht das mit unserer Gesellschaft? Studierende der Universität Innsbruck waren dazu aufgerufen, in einem Essay diese Frage mit Hinblick auf die Wirtschafts- und Gesundheitssysteme, die Demokratie oder die Universität zu erörtern. „Danke an Herrn Wallner und Herrn Dietrich, die mit ihren Beiträgen gewonnen haben. Es freut mich besonders, dass wir als Sozialwissenschaftler*innen uns zu solch wichtigen Themen zu Wort melden und dass Sie mit Ihren Essays einen Beitrag dazu geleistet haben“, würdigte der Dekan der Fakultät für Soziale und Politische Wissenschaften Franz Eder die Preisträger.

Die Preisträger

Am Dienstag, 23. November 2021, wurden die Sieger-Essays virtuell verkündet und im Beisein des wissenschaftlichen Personals des Instituts für Politikwissenschaft die Preise vergeben. Marcus Dietrich, Masterstudent der Politikwissenschaft und Geschichte, erhält für seine Abhandlung Wirtschaftspolitik in pandemischen Zeiten – ein interkontinentaler Vergleich den ersten Platz und damit einen Büchergutschein über € 100,00. Darin vergleicht er die wirtschaftlichen Antworten auf die Folgen der Pandemie in Europa mit denen der USA. Er stellt für die EU ein Grundproblem fest: Vor allem die Staaten der Eurozone würden zu sehr auf einen ausgeglichenen Haushalt pochen und damit längerfristig den Wiederaufbau schaden. Camilla Mariotto, die wissenschaftliche Leiterin des Essay-Wettbewerbs, würdigte den Erstplatzierten folgendermaßen: „The paper adopts a political economy perspective in order to compare the political responses by the USA and European Union. It furthermore furnishes a critical and accurate comment of the literature. For these reasons the paper deserves the prize. Congratulations!“

Der zweite Platz – und damit ein Büchergutschein über € 80,00 – ging an Niklas Waldner, Bachelorstudent der Politikwissenschaft und Soziologie. In seinem Essay The faults of liberal welfare states: A normative postulate in the light of the COVID-19 pandemic vergleicht er unter Rückgriff auf Autoren wie Günter Dux und Pierre Bourdieu unterschiedliche Sozialstaatsmodelle und deren Fähigkeit, mit der Ausnahmesituation einer Pandemie umzugehen.
„Es war sehr schön zu sehen, wie die Preisträger über die Pandemie nachgedacht haben und, was noch wichtiger ist, auf welch hohem wissenschaftlichen Niveau sie das getan haben“, ergänzte der Leiter des Instituts für Politikwissenschaft Martin Senn. „Ich darf mich bei Ihnen für die Teilnahme bedanken und herzlich gratulieren. Ich wünsche Ihnen auch weiterhin viel Erfolg.“

(Thomas Walli)

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