Erika-Cremer-Preis für Molekular­­biologin

Vergangenen Dienstag erhielt die Molekularbiologin Nadine Jasmin Ortner für ihre hervorragenden Forschungsleistungen die Förderung des Erika-Cremer-Habilitationsprogramms. Die Urkunde überreichte feierlich Vizerektor Wolfgang Meixner. Einleitende Worte sprach Vizerektorin Ulrike Tanzer bevor Sabine Engel vom Büro für Gleichstellung und Gender Studies das Programm näher vorstellte.
Erika Cremer Preis 2019
Bild: v.l.: Sabine Engel, Leiterin des Büros für Gleichstellung und Gender Studies, Vizerektorin Ulrike Tanzer, die Preisträgerin Nadine Jasmin Ortner und Vizerektor Wolfgang Meixner. (Credit: Uni Innsbruck)

Mit dem Erika-Cremer-Habilitationsprogramm verfügt die Universität Innsbruck bereits seit 2009 über ein Programm, um gezielt wissenschaftliche Frauenkarrieren zu fördern. Benannt nach der Physikochemikerin Erika Cremer wird mit diesem Programm hoch qualifizierten Wissenschaftlerinnen aller Fachdisziplinen die Möglichkeit geboten, ihr Habilitationsprojekt abzuschließen.

Die Preisträgerin

In diesem Jahr erhält die Molekularbiologin Nadine Jasmin Ortner vom Institut für Pharmazie der Universität Innsbruck für ihre Forschung zum Dopamin System in einem Kalzium Kanal Autismus-Modell die Förderung des Erika-Cremer-Habilitationsprogramms. Das bietet ihr die Möglichkeit, sich die kommenden vier Jahre auf ihr Habilitationsprojekt zu konzentrieren, um dieses erfolgreich zum Abschluss zu bringen. Das Programm soll die Antragstellerin in den Forschungsbereich der Universität einbinden und ihre wissenschaftliche Präsenz am Institut sicherstellen. Nadine Jasmin Ortner ist 1987 in Villach geboren. Sie ist Post-Doc am Institut für Pharmazie in der Abteilung für Pharmakologie und Toxikologie an der Universität Innsbruck und hat von 2006 bis 2012 das Diplomstudium der Molekularbiologie an der Universität Wien absolviert. Von 2012 bis 2017 hat Nadine Jasmin Ortner das Doktoratsstudium der pharmazeutischen Wissenschaften an der Universität Innsbruck studiert. Gleichzeitig war sie externes Mitglied im FWF-geförderten Exzellenz-PhD-Programm „Molecular Cell Biology and Oncology (MCBO)“. Für ihre hervorragende Forschungsleistung wurde sie bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet, wie dem Liechtensteinpreis 2017 oder dem Preis der Tiroler Wissenschaftsförderung 2018.

Erika Cremer

Die Innsbrucker Chemikerin Erika Cremer wurde 1900 in München geboren und studierte in Berlin Chemie, Physik und Mathematik. Während der Entdeckung der Kernspaltung war sie in der Arbeitsgruppe von Otto Hahn tätig. 1940 wurde sie nach Innsbruck berufen, wobei ihr als Frau lange nur eine Sonderrolle zustand. Trotz hervorragender wissenschaftlicher Leistung wurde Erika Cremer erst 1959 zur ordentlichen Universitätsprofessorin für Physikalische Chemie bestellt und zur Leiterin des Physikalisch-Chemischen Instituts ernannt. Cremer hat in den 1940-er Jahren die Grundlagen der Gaschromatographie entwickelt, einer heute weit verbreiteten Analysetechnik in der Chemie, mit der sie sich auch international einen Namen gemacht hat. 

Karriereförderprogramm für ausgezeichnete Forscherinnen

Um die Integration exzellenter Wissenschaftlerinnen in das Wissenschaftssystem zu fördern und wissenschaftliche Exzellenz zu sichern, schreibt die Universität Innsbruck auf Initiative des Vizerektorats für Personal dieses Karriereförderprogramm für hervorragend qualifizierte Forscherinnen aller Fachdisziplinen aus, die eine Habilitation anstreben bzw. sich im Habilitationsstadium oder laufenden Habilitationsverfahren befinden.



 

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