Menschenmasse an der Fakultät

Aus der Fakultät

Koope­ra­tion mit Iași // Perspek­ti­ven­kom­pass // Rethink Reli­gion // Neue Home­pages // Theo-Lounge // Musi­ka­li­sches Leben der Fakultät // Perso­nalia

Tagung und Studienreise nach Iași in Rumänien

Außenansicht einer Kirche in Rumänien

Mit einem Vortrag zur zivilen Anerkennung kanonischer Eheschließungen in Europa nahm die Kirchenrechtlerin Sabine Konrad am internationalen Symposium „Studia Theologica Doctoralia: Service, confession, holiness: The Christian family, faithful women, and holy women in the life of the Church“ (11.–12. Mai 2026, organisiert von Viorel Sava) teil. Zum Symposium versammelten sich Doktorand:innen und Professor:innen der Theologie verschiedener Konfessionen aus Rumänien, Georgien, Serbien, Österreich und Griechenland an der Fakultät für Orthodoxe Theologie der Alexandru Ioan Cuza Universität in Iași. Im Anschluss an den bereichernden, breit angelegten wissenschaftlichen Austausch zwischen den theologischen Disziplinen machte sich eine kleinere Gruppe von 15 Professor:innen auf eine dreitägige Studienreise zu den Moldauklöstern, um einen einmaligen Einblick in das blühende und tief in der orthodoxen Tradition verwurzelte Klosterleben der Region Moldau im Nordwesten Rumäniens zu erhalten.

Seit März 2026 besteht zwischen der Universität Innsbruck und der Alexandru Ioan Cuza Universität in Iași ein „Memorandum of Understanding“, das den akademischen Austausch unterstützen und fördern soll. Dies soll sowohl auf Ebene der Studierenden als auch der Forschenden und Lehrenden geschehen. Ebenso sollen gemeinsame Forschungsaktivitäten, der Austausch von Forschungsmaterial, die gegenseitige Teilnahme an Seminaren und wissenschaftlichen Veranstaltungen sowie spezielle wissenschaftliche Programme unterstützt werden.

Eindrücke zur Tagung sind hier in Bild und Ton abrufbar: Studia Theologica Doctoralia, la a 18-a ediție.

(Sabine Konrad)

Perspektivenkompass – mehr als 20 neue Workshops für Schulklassen

ein Kompass liegt in einer flachen Hand

Der Perspektivenkompass ist ein Angebot unserer Fakultät in Zusammenarbeit mit der Diözese Innsbruck. Es richtet sich an Religionslehrer:innen und ihre Schulklassen in der Sekundarstufe II. Sie sind eingeladen, die Katholisch-Theologische Fakultät als einen Ort kennenzulernen, an dem spannenden „großen Fragen“ – sowohl existenzieller als auch gesellschaftlicher Art – auf den Grund gegangen wird. Der Perspektivenkompass bietet Gelegenheit, sich mit den theologischen und philosophischen Studien an der Katholisch-Theologischen Fakultät in Innsbruck vertraut zu machen und diese als mögliche Studienoption zu entdecken.

Mit Sommersemester 2026 wurde das schon länger bestehende Angebot des Perspektivenkompass mit einem fixen Angebot an verschiedenen Workshops neu aufgestellt. Die bunte Palette an Workshops reicht von der Frage nach Gott, dem Sinn des Lebens und aktuellen Fragen zu Transhumanismus und KI über Himmelsvorstellungen von Kindern, Gebets-Apps auf Tik-Tok&Co bis hin zur abenteuerlichen Überlebensgeschichte der polnischen Jüdinnen Lodzia und Marysia in der NS-Zeit in Tirol.

Die Workshops dauern je nach Bedarf 60–90 Minuten, können auch kombiniert werden und sind kostenlos. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Perspektivenkompass.

Claudia Hubert von der Diözese Innsbruck organisiert gerne ein Programm nach Ihren Wünschen.

Wir freuen uns über Interesse an unserer Fakultät!

(Maria Juen)

Webkampagne Rethink Religion

Screenshot der Homepage von Rethink Religion

Die Diözesen Innsbruck, Feldkirch, Salzburg und Bozen-Brixen haben Anfang Juni eine Online-Kampagne zur Bewerbung des Berufsbildes Religionslehrperson gestartet. Beteiligt sind als Ausbildungsstätten neben der Katholisch-Theologischen Fakultät in Innsbruck jene in Salzburg, die Kirchlich-Pädagogische Hochschule Edith Stein und die Philosophisch-Theologische Hochschule Brixen. Auf einer neu eingerichteten Homepage und im Rahmen eines Instagram-Accounts (rethink_religion) sollen junge Menschen unter dem Motto „Religionslehrer:in: Mehr als nur ein Job“ für den Beruf begeistert werden. Neben Informationen über unterschiedliche Ausbildungswege und Beschäftigungsmöglichkeiten an verschiedenen Schultypen stehen Erfahrungsberichte junger Lehrpersonen im Zentrum der Kampagne. Hier kommen auch Absolvent:innen unserer Fakultät zu Wort. Der Religionsunterricht aller Schultypen wird nach wie vor von der großen Mehrheit der katholischen Kinder und Jugendlichen besucht. Den Schulämtern fällt es aber immer schwerer, die freiwerdenden Stellen an den Schulen zu besetzen. Für engagierte junge Menschen, die Schüler:innen gern auch in ihren Lebensfragen begleiten möchten, bietet sich hier ein interessantes Arbeitsfeld, das eben durchaus mehr sein kann als bloß ein Job.

(Wilhelm Guggenberger)

Neue Homepages und neuer Leseraum

Screenshot einer Homepage

Wie Sie sicher schon bemerkt haben, wurden nun auch die Homepages der Fakultät und des Instituts für Bibelwissenschaften und Historische Theologie auf ein neues Design umgestellt.

Dabei war die Übertragung des Innsbrucker Theologischen Leseraums eine besondere Herausforderung. Diese gut nachgefragte Plattform wurde bereits in den späten 1990er-Jahren unter Dekan Raymund Schwager SJ gegründet. Es war also ohnehin an der Zeit, die damals innovative Programmierung im Hintergrund auf den aktuellen Stand zu bringen. Dank der hochmotivierten technischen Mitarbeiter im Webservice und im Zentralen Informatikdienst der Universität ist uns das schlussendlich auch gelungen.

Auch inhaltlich hat der Leseraum über die Jahre eine Entwicklung durchgemacht. Die digitale Zweitveröffentlichung von Artikeln, Quelltexten und Lehrbehelfen ist nicht mehr so relevant. Heute liegt der Schwerpunkt bei Predigten, Ansprachen und Kommentaren zu tagesaktuellen Themen.

Wir hoffen, dass Sie sich rasch an die neuen Seiten gewöhnen und uns weiterhin gerne besuchen!

(Monika Datterl)

Theo-Lounge – ein guter Platz

Drei Personen in einer Lounge Zone

Im Februar konnte nach längerer Planungs- und Vorbereitungszeit die Theo-Lounge im zweiten Stock des Gebäudes Karl-Rahner-Platz 1 eröffnet werden. Es handelt sich dabei um eine dankenswerterweise vom Vizerektorat für Infrastruktur finanzierte Begegnungszone für alle, die unser Haus nützen. Die unterschiedlichen Sitzmöbel und Möbelgruppen laden dazu ein, sich zwischen Lehrveranstaltungen eine kurze Auszeit zu gönnen, sich zum Lesen oder Lernen niederzulassen oder miteinander ins Gespräch zu kommen. Ein Wasserspender und ein Automat für Warmgetränke tragen das Ihre dazu bei, dass sich möglichst viele Menschen hier niederlassen – an einem guten Platz für eine hoffentlich gute Zeit. Probieren Sie es einfach aus! Die wunderschönen Gänge der Fakultät, die gerade an heißen Sommertagen eine kühle Oase in der Stadt darstellen, und im Übrigen auch unsere Fakultätsbibliothek sind öffentliche Räume, die zur Nutzung einladen.

(Wilhelm Guggenberger)

Aus dem musikalischen Leben der Fakultät

Mitarbeiter:innen stehen im Halbkreis

Zahlreiche Studien belegen, dass kreative Betätigung das Gehirn länger jung hält. Dazu gehört auch das Musizieren. Hinzu kommt, dass Musikmachen Freude bereitet und entspannt. Und so trifft sich eine Gruppe von etwa acht bis zehn Fakultätsmitgliedern einmal wöchentlich zum fröhlichen Singen in der Mittagspause für 30 Minuten. Am Klavier sitzt Sabine Konrad und begleitet den Singkreis zu geistlichem und weltlichem Gesang – je nach Jahreszeit, Kirchenjahr und Laune. Grund und Ziel sind Freude am Singen, körperliche Entspannung und das Aufmuntern des Geistes. Nach dem Singen geht es für alle dann wieder fröhlich und munter in den akademischen Alltag.

Was meist hinter verschlossenen Türen gesungen wird, kann gelegentlich auch öffentlich gehört werden, zum Beispiel, wenn der Singkreis etwa einmal pro Semester einen Fakultätsgottesdienst musikalisch gestaltet und auch im Rahmen des Nachbarschaftsfestes am 23. Juni 2026.

(Sabine Konrad)

Staffelübergabe beim USG Pastoral

zwei Personen beim Händeschütteln

Mit 1. April 2026 hat Andree Thomas Burke die wissenschaftliche Leitung des Universitätsstudiengangs Pastoral von Johannes Panhofer übernommen.

Wir bedanken uns herzlich bei Johannes Panhofer für die aktive Gestaltung des Übergangs und sind zuversichtlich, dass mit Andree Burke als neuem Professor für Pastoraltheologie jemand gefunden wurde, der die gegenwärtigen Herausforderungen von Theolog:innen als diözesane Mitarbeiter:innen kennt und Wege in die Zukunft weisen kann.

Der aktuelle Studiengang hat 13 Teilnehmer:innen: drei Frauen und vier Männer aus der Diözese Innsbruck und vier Frauen und zwei Männer aus der Diözese Feldkirch.

(Raimund Eberharter)

Lehre von Johannes Härting und Karin Peter ausgezeichnet

Lehrende und Studierende in der Lehrveranstaltung

Die von Johannes Härting und Karin Peter im Wintersemester 2025/26 verantwortete Lehrveranstaltung „Erinnerungslernen an regionalen Gestalten – am Beispiel Leokadia Justman“ wurde Anfang Juni 2026 erfreulicherweise in den „Atlas der guten Lehre“ des Bundesministeriums für Frauen, Wissenschaft und Forschung aufgenommen.

Es handelt sich dabei um die konkrete Ausgestaltung der in den Masterstudien Katholische Religionspädagogik und Lehramt Katholische Religion verankerten Vorlesung mit Übung „Religionsdidaktik Vertiefung“ im Studienjahr 2025/26.

In der Lehrveranstaltung zum Erinnerungslernen wurden entscheidende Ergebnisse des Forschungsprojekts „Leokadia Justmans Überlebensgeschichte“ aufgegriffen. In diesem seit 2024 laufenden Projekt wird unter der Leitung von Dominik Markl und Niko Hofinger in disziplinenübergreifender Weise die Autobiografie der während der NS-Zeit nach Tirol geflüchteten jüdischen Polin Leokadia Justman (1922–2002) beforscht. Die vorliegenden Erkenntnisse und Manifestationen aus diesem Projekt wurden didaktisch gerahmt und mit den teilnehmenden Studierenden für Bildungsprozesse in vielfältiger Weise weiterentwickelt.

Das ausgezeichnete Lehrprojekt versteht sich angesichts von aktuellen gesellschaftlichen Polarisierungen und anwachsenden antisemitischen und antijudaistischen Tendenzen als Mitwirkung am Bildungsauftrag zum Widerstand gegen alles Menschenverachtende und dem Einsatz für eine gerechtere Welt.

Wir gratulieren Johannes Härting und Karin Peter zu dieser Würdigung!

Neues Projekt für Jan Bernot

Porträt von Jan Benot

Jan Bernot, seit Jänner 2025 Mitarbeiter im FWF-Forschungsprojekt „Language Diversity and Dynamic Interdependencies between Roman Catholic Church Dioceses and Dualist Austrian State Institutions” unter der Leitung von Tamara Scheer am Institut für Bibelwissenschaften und Historische Theologie, hat am 1. März 2026 im ARIS-Projekt „Resituating the National in the Age of Nationalism: Popular Encounters with Nationhood in a Habsburg-Austrian Borderland“ am Institut für Zeitgeschichte in Ljubljana begonnen. Das Engagement für das Innsbrucker FWF-Projekt ist allerdings noch nicht beendet. Im nächsten Jahr wird Jan Bernot seine Forschung auf die Diözese Lavant, die später in die Diözese Maribor übergegangen ist, und die Erzdiözese Görz ausweiten und mit Tamara Scheer im Anschluss an eine Tagung im Jänner 2026 in Rom ein Sonderheft im Journal Acta Histriae zur Sprachenvielfalt in der römisch-katholischen Kirche in der späten Habsburgermonarchie herausgeben.

(Jan Bernot und Liborius Lumma)

Jakob Frühmann neuer Mitarbeiter am Institut für Systematische Theologie

Porträt von Jakob Frühmann

Aufgewachsen kurz nach dem Fall des Eisernen Vorhangs im Südburgenland, schien es ihm stets wichtig, über Grenzen und den Horizont zu lugen. Auf seinen Zivildienst in Tijuana, Mexiko, folgten Studien der Theologie, Germanistik, Internationalen Entwicklung und Interdisziplinären Ethik in Wien. Ein Blick über die Disziplinen hinaus war ihm dabei ebenso wichtig wie eine kritische Perspektive auf gesellschaftliche Verhältnisse und eine praxisnahe Verortung. Im Rahmen seiner Diplomarbeit hat er den Genozid an den Romn:ija theologisch reflektiert; sein Engagement in der zivilen Seenotrettung am Mittelmeer hat er versucht, in einer Masterarbeit philosophisch zu durchdenken. Nach mehreren Jahren auf See wird er nun vornehmlich an Land unterwegs sein, um am Institut für Systematische Theologie als Praedoc zu arbeiten – worauf er sich sehr freut. Seine Schwerpunkte werden sich dabei vor allem auf politische Theologie, religionswissenschaftliche Perspektiven und soziale Bewegungen beziehen.

Wir freuen uns, mit Jakob Frühmann einen spannenden neuen Mitarbeiter gewonnen zu haben!

Mikael Stæhr Brorson als Gastforscher am Institut für Systematische Theologie

Porträt von Mikael Brorson

Mikael Stæhr Brorson hat im vergangenen Jahr über Dramatische Theologie an der Universität Aarhus in Dänemark promoviert. Derzeit arbeitet er an seinem Postdoc-Projekt „Escaping the Scapegoat: Religion and violence in light of dramatic theology,“ das von einer dänischen Stiftung (Carlsbergfondet) finanziert wird. Im Rahmen dieses Projekts verbringt er eineinhalb Jahre als Gastforscher am Institut für Systematische Theologie der Universität Innsbruck, beginnend mit Februar 2026.

Ziel seines Projektes ist es, zu unserem Verständnis von Religion, Krieg und Gewalt aus theologischer Perspektive beizutragen. Dies soll durch die Entwicklung eines dramatisch-theologischen Verständnisses von (Nicht-)Gewalt erreicht werden, das den Anforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht wird. In diesem Zusammenhang interessiert er sich besonders für die Komödie, da sie universell inkludierend ist.

Wir freuen uns, dass wir Mikael als Gast im Hause haben!

Weblink zu Mikaels Postdoc-Projekt

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