Grundlagenzertifikat Wissenschaftskommunikation
Um unsere Mitarbeitenden bestmöglich bei der third mission zu unterstützen, wurde in Zusammenarbeit mit der Personalentwicklung und dem Büro für Öffentlichkeitsarbeit das Weiterbildungsprogramm "Grundlagenzertifikat Wissenschaftskommunikation" ausgearbeitet.
Die Module und interaktiven Workshops dieses Weiterbildungsprogramms
- vermitteln ein Grundverständnis für Wissenschaftskommunikation,
- klären rechtliche und ethische Rahmenbedingungen,
- vermitteln grundlegende Kenntnisse eines Medientrainings,
- befähigen zur selbstständigen Wissensvermittlung und
- zeigen die Nutzung verschiedener Formate sowie die zielgruppengerechte Vermittlung von Forschungsergebnissen auf.
Untenstehende Reiter enthalten die wichtigsten Informationen auf einen Blick: Aufbau, Terminübersicht, Inhalte, Lernziele. Die Anmeldung zu den Wahlmodulen erfolgt per Mail an openscience-sopo@uibk.ac.at oder direkt über den Baustein "Termine Wahlmodule" im OLAT-Kurs.
Bei Interesse, Fragen oder Rückmeldungen wendet euch bitte an Julia Schwab unter openscience-sopo@uibk.ac.at oder 0512 507 30070.
Das Grundlagenzertifikat setzt sich aus insgesamt acht Modulen zusammen: zwei Basismodule sowie sechs Wahlmodule. Es müssen beide Basismodule und mindestens drei Wahlmodule absolviert werden, um das Grundlagenzertifikat zu erhalten. Die Wahlmodule umfassen zwischen fünf und acht UE.
Um den Teilnehmenden maximale Flexibilität zu ermöglichen, finden die Basismodule in Form von E-Learning Kursen statt. Basismodul 1 ist der NaWik E-Learning Kurs "Kompaktkurs der Wissenschaftskommunikation" und entspricht etwa fünf UE. Das Basismodul 2 fand am 18.03.2026 im Rahmen einer Kick-Off Veranstaltung mit Dr.in Windhager erstmals live und anschließend an ihren Vortrag in Präsenz statt. Dabei wurde der Input-Teil nach Themen strukturiert vorgetragen und aufgezeichnet. Diese Aufzeichnung wurde gemeinsam mit zusätzlichem Material als OLAT-Kurs aufbereitet (ähnlich zu den OLAT-Kursen "Basiskurs Informationssicherheit" oder "Basistraining Künstliche Intelligenz").
Um einen Abschluss des Grundlagenzertifikats innerhalb eines Jahres zu gewährleisten und die zeitliche als auch inhaltliche Flexibilität noch weiter zu steigern, wird den Teilnehmenden eine Anrechnung von Kursen aus dem internen Fortbildungsprogramm ermöglicht. Ihr findet die Liste der infrage kommenden Kurse im Reiter „Allgemeine Informationen“.
Basis- & Wahlmodule
Basismodul 1: Was ist Wissenschaftskommunikation und wie gelingt sie?
Basismodul 2: Rechtliche Rahmenbedingungen der Wissenschaftskommunikation
Wahlmodul 1: Wissenschaftskommunikation und Journalismus
Wahlmodul 2: Medien- und Interviewtraining
Wahlmodul 3: Wissenschaftskommunikation und das Internet
Wahlmodul 4: schulische und außerschulische Wissenschaftskommunikation für Kinder und Jugendliche
Wahlmodul 5: Wissenschaftskommunikation im öffentlichen Raum
Wahlmodul 6: Wissenstransfer zu Stakeholdern in Gesellschaft, Politik und Verwaltung
Termine 2026
18.03. – Kick-Off- und Informationsveranstaltung & Basismodul 2
08.05. – Wahlmodul 5 „Wissenschaftskommunikation im öffentlichen Raum“
12.06. – Wahlmodul 3 „Wissenschaftskommunikation auf Social Media und im Web“
23.09. – Wahlmodul 2 „Medien- und Interviewtraining“
09.10. – Wahlmodul 1 „Wissenschaftskommunikation und Journalismus“
20.11. – Wahlmodul 6 „Wissenstransfer zu Stakeholdern in Gesellschaft, Politik und Verwaltung“
(noch kein Termin) – Wahlmodul 4 „schulische und außerschulische Wissenschaftskommunikation für Kinder und Jugendliche“
Voraussichtliche Uhrzeit: ca. 09:00 – 14:00 Uhr
Basismodul 1
Dieses Modul stellen wir euch in Form eines Online-Selbstlernkurses über NaWik zur Verfügung. Ihr könnt die Fortbildung jederzeit starten, pausieren und später weiterbearbeiten:https://www.nawik.de/lehrangebote/workshops-kurse/grundlagen-der-wissenschaftskommunikation/e-learning-kurs-kompaktkurs-grundlagen-der-wissenschaftskommunikation/
Die Teilnahme am NaWik-Kurs kostet € 10,00 pro Person. Diese Kosten übernimmt die Fakultät über das Zielvereinbarungsbudget. Bitte schickt dazu euren Rechnungsbeleg (PDF) formlos ans Dekanat – der Betrag wird dann refundiert! Am Ende der Fortbildung erhaltet ihr eine Teilnahmebescheinigung. Zur Anrechnung für das Zertifikat Wissenschaftskommunikation bitte diese Bescheinigung über die erfolgreiche Absolvierung des Selbstlernkurses an openscience-sopo@uibk.ac.at schicken.
Basismodul 2
Im Basismodul 2 erhaltet ihr von Medienrechtsrexpertin Dr.in Maria Windhager spannende Einblicke in die rechtlichen Rahmenbedingungen der Wissenschaftskommunikation. Das Basismodul 2 fand am
18.03.2026 im Rahmen einer Kick-Off Veranstaltung mit Dr.in Windhager erstmals live und anschließend an ihren Vortrag in Präsenz statt. Dabei wurde der Input-Teil nach Themen strukturiert vorgetragen und aufgezeichnet. Diese Aufzeichnung wurde gemeinsam mit zusätzlichem Material als OLAT-Kurs aufbereitet (ähnlich zu den OLAT-Kursen "Basiskurs Informationssicherheit" oder "Basistraining Künstliche Intelligenz").
Wahlmodul 1
Von der Forschung in die Medien: Wissenschaftskommunikation und Journalismus
Vortagender: Benedikt Kapferer
Termin: 09.10.2026 (Anmeldung per Mail an openscience-sopo@uibk.ac.at oder im OLAT-Kurs unter dem Baustein "Termine Wahlmodule")
In diesem Modul lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Funktionsweise journalistischer Medien vor dem Hintergrund der Wissenschaftskommunikation kennen. Ausgehend von eigenen Erfahrungen diskutieren wir aktuelle Trends, Formate und Entwicklungen rund um klassische Medien wie TV, Radio und Online. Der Vortragende gibt dabei Einblicke hinter die Kulissen des redaktionellen Alltags, um mehr Bewusstsein für journalistische Abläufe zu schaffen. Gemeinsam besprechen wir konkrete Strategien für Forschende in der Kommunikation mit Medienschaffenden und üben praxisbezogen die Planung einer Medienkampagne. Der Workshop soll dazu beitragen, mehr Sicherheit zu gewinnen und die eigene Wissenschaftskommunikation erfolgreicher zu gestalten.
Zum Vortragenden: Mag. Benedikt Kapferer ist seit 2022 Journalist im ORF Landesstudio Tirol und Autor des Buches „Das Mikrofon im Dorf. Die Geschichte des Radios in Tirol“ (Tyrolia 2024). Als Redakteur gestaltet er Beiträge für Radio, Fernsehen und Online/Social Media. Davor arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck. Er studierte Lehramt in den Fächern Englisch, Geschichte/Politische Bildung und Medienpädagogik in Innsbruck sowie Birmingham und absolvierte die Tiroler Journalismusakademie. Eine Fachjury zeichnete ihn für das Branchenmagazin „Österreichs Journalist:in“ bei den Journalistinnen und Journalisten des Jahres 2024 als „Local Hero“ für Tirol aus.
Wahlmodul 2
Medien- und Interviewtraining
- Training für Interviews, Paneldiskussionen, TV-Debatten in Video- und Audiomedien
Vortragender: Günther Schimatzek
Termin: 23.09.2026 (Anmeldung per Mail an openscience-sopo@uibk.ac.at oder im OLAT-Kurs unter dem Baustein "Termine Wahlmodule")
Wahlmodul 3
Wissenschaftskommunikation auf Social Media und im Web
Vortragende: Vicotria Schöpf-Rausch
Termin: 12.06.2026 (Anmeldung per Mail an openscience-sopo@uibk.ac.at oder im OLAT-Kurs unter dem Baustein "Termine Wahlmodule")
- Überblick über aktuelle Plattformen national, EU und international - Zielgruppen, Inhalte und Funktionalitäten
- Social Media (YouTube, LinkedIn, Facebook (auch Gruppen-Funktionen), Instagram, Threads, TikTok)
- Foren (Wikipedia, Reddit)
- Messenger (1: many wie Broadcasts von Meta über Instagram und WhatsApp, auch Telegram, wenn gewünscht/notwendig)
- Best Practices - Wissenschaftskommunikation auf den vorgestellten Kanälen & Plattformen
- Storytelling und Content Creation
- Storytelling als Werkzeug
- Contentarten (und welche davon für Wissenschaftskommunikation passend & umsetzbar sind)
- Komplexe Inhalte mit Hooks verpacken
- Geeignete Contentformate und Plattformen identifizieren & nutzen
- Content Creation mit KI-Unterstützung
- Toolbox (als Dokument jedenfalls, kurze Vorstellung im Rahmen des Workshops)
Wahlmodul 4
schulische und außerschulische Wissenschaftskommunikation für Kinder und Jugendliche
Vortragende/r: wird bekannt gegeben
Termin: wird bekannt gegeben
- Altersgerechte Aufarbeitung von Forschungserkenntnissen
- Themenfindung und -aufbereitung für jüngere Altersgruppen
- Einbindung an Unterrichtsinhalte und Vorwissen (Was erwarten Schulträger?)
- Welche didaktischen Methoden eignen sich (Neugier wecken, Inhalte veranschaulichen)
- Welche Praktiken und Formate gibt es bereits an der Fakultät und was hat sich bewährt?
- Zugang und rechtliche Fragen (z.B. auch Einwilligung der Eltern)
Wahlmodul 5
Wissenschaftskommunikation im öffentlichen Raum
Vortragender: Bernhard Weingartner
Termin: 08.05.2026 (Anmeldung per Mail an openscience-sopo@uibk.ac.at oder im OLAT-Kurs unter dem Baustein "Termine Wahlmodule")
Storytelling in der Wissenschaftskommunikation
Wer es schafft, komplexe wissenschaftliche Inhalte wie eine spannende Geschichte zu vermitteln, kann das Publikum fesseln. Die Herausforderung ist dabei, verständlich, kurzweilig und durchaus unkonventionell zu präsentieren und gleichzeitig seriös und wissenschaftlich korrekt zu bleiben. In diesem Workshop erarbeiten Sie konkrete narrative Elemente, um den Kern Ihrer Forschung sowohl in schriftlichen Abstracts als auch in Hearing-Situationen, bei Outreach-Aktivitäten (Science Slam, Lange Nacht der Forschung) oder im Kontakt mit Journalist:innen auf den Punkt zu bringen.
Ziele
In diesem interaktiven Seminar tauchen Sie ein in die Welt des Storytellings: Von den wissenschaftlichen Grundlagen über die Anwendung in der Wissenschaftskommunikation bis hin zu manipulativen Aspekten der Methode. Sie arbeiten an konkreten Erzählsträngen, etablieren dabei einen stringenten roten Faden und bauen einen Spannungsbogen auf. Durch substantielles gegenseitiges Feedback und gemeinsames Feilen an eingängigen Formulierungen, Metaphern und Vergleichen erarbeiten Sie sich ein Repertoire an konkreten narrativen Elementen, mit denen Ihre eigenen Botschaften als Wissenschafter:in sowohl schriftlich als auch mündlich die beste Wirkung erzielen.
Inhalte
Rhetorische und dramaturgische Methoden für die effiziente Konzeption eindrucksvoller Präsentationen und überzeugender Projektbeschreibungen
Was macht eine gute Story aus - worauf muss man beim Storytelling achten?
Wie lassen sich auch abstrakte wissenschaftliche Inhalte in eine griffige Story verpacken?
Wie lässt sich die (nachhaltige) Wirkung von fesselnden Geschichten auf unser Publikum empirisch untersuchen?
Wie finde ich einen natürlichen Erzählrhythmus?
Wie kann ich die Aufmerksamkeit meines Publikums optimieren?
Zum Vortragenden: Bernhard Weingartner ist theoretischer Physiker mit der Mission, komplexe Themen einfach zu vermitteln: Bei Science Shows im öffentlichen Raum, bei Bühnenevents oder live im ORF. Er schreibt populäre Sachbücher, coacht Lehrende und Forscher:innen an Universitäten und in Unternehmen, bereitet Gründer:innen auf Investor Pitches vor und organisiert "Science Slams" in ganz Österreich.
Wahlmodul 6
Wissenstransfer zu Stakeholdern in Gesellschaft, Politik und Verwaltung
Vortragende: Sara Matt
Termin: 20.11.2026 (Anmeldung per Mail an openscience-sopo@uibk.ac.at oder im OLAT-Kurs unter dem Baustein "Termine Wahlmodule")
Inhalt:
Wie kommuniziere ich meine Kompetenzen und Kooperationsangebote an verschiedene Stakeholder?
Wie bereite ich mich auf ein Kooperationsanbahnungsgespräch vor?
Was sollte ich über die von mir adressierten Stakeholder wissen?
Wie finde ich die richtigen Kooperationspartner?
Wo bekomme ich diese Informationen?
Was sollte man NICHT machen
Gutes Erwartungsmanagement von Anfang an
Wer kann unterstützen?
Worauf muss man achten (zB Geheimhaltung, falsche Erwartungen, Finanzierungsmodelle,…)?
Absolvent:innen des Aus- und Weiterbildungsprogrammes „Wissenschaftskommunikation“ erwerben im Laufe der Basismodule ein Grundverständnis für Wissenschaftskommunikation, sowie einen Überblick aktueller wissenschaftlicher Befunde der Forschungsdisziplin. Ebenfalls im Rahmen der Basismodule werden Absolvent:innen über die rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen der Wissenschaftskommunikation aufgeklärt. Dahingehend eignen sie sich auch Wissen über das Rollenverständnis in der Wissenschaftskommunikation an und sind in der Lage zwischen „privater Meinung“ und „fakten- / datenbasierter Kommunikation von Forschung“ zu unterscheiden.
Forschende und Wissenschaftler:innen, welche das Aus- und Weiterbildungsprogramm absolvieren, werden in den entsprechenden Wahlmodulen mit grundlegenden Kenntnissen eines Medientrainings ausgestattet, um sich selbst und ihre Forschung in verschiedenen medialen Formaten (Fernsehen, Radio, Printmedien) zu präsentieren und zu vermitteln. In Abgrenzung dazu eigenen sich Absolvent:innen in weiteren Wahlmodulen die Fähigkeit der selbstständigen Wissensvermittlung an, wobei sowohl die Nutzung verschiedener Formate (Social Media, Blogs, Wikipedia, etc.) als auch zielgruppenorientierte (Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Stakeholder) Aufbereitung, Formulierung und Gestaltung wissenschaftlicher Erkenntnisse erarbeitet werden.
Liste der anrechenbaren Kurse des Internen Fortbildungsprogramms der Personalentwicklung
- Social Media für Institute, Fakultäten und Co.
- Wikipedia verstehen und gestalten: Ein Hands-on-Workshop
- How to pitch your research
Das Angebot des Internen Fortbildungsprogramms findet ihr hier: https://lfuonline.uibk.ac.at/public/vfb_public.kurse