PEAK News Archiv

News-Archiv aus den Bereichen Klima, Biodiversität und Nachhaltigkeit

Mit­mach-Pro­jekt für Amphi­bi­en­schutz gestar­tet

Das Citi­zen-Science-Projekt „Frosch im Wasser­trop­fen“ der Uni­ver­sität Inns­bruck geht in die zweite Runde – dies­mal in ganz Öster­reich. Alle Interessier­ten, die Zu­gang zu einem Teich oder einem ähn­lichen Klein­gewässer haben, können teil­neh­men und so einen wich­tigen Bei­trag zum Schutz heim­ischer Am­phi­bien leis­ten.

Afri­kas Glet­scher gehen stark zurück

Die wenigen Gletscher Afrikas schwinden einer Studie zufolge im Zuge der Klimakrise rasch – und könnten bis Mitte des Jahrhunderts verschwunden sein. Auf dem fast 6.000 Meter hohen Kilimandscharo in Tansania, dem etwa 5.300 Meter hohen Mount Kenia in Kenia und dem rund 5.100 Meter hohen Ruwenzori-Gebirge an der Grenze zwischen Uganda und der Demokratischen Republik Kongo haben sich die Eisflächen allein seit den ersten Jahren des 21. Jahrhunderts mehr als halbiert.

Kli­ma­wan­del: 5 Mrd. Dol­lar Scha­den für US-Ski­in­dus­trie

Zum ersten Mal wurde in einer Studie der wirtschaftliche Schaden des Klimawandels für die Skiindustrie geschätzt. Die Studie der Universität Innsbruck und der University of Waterloo in Kanada deckt auf, dass die volkswirtschaftlichen Verluste der US-Skiindustrie durch den vom Menschen verursachten Klimawandel in den vergangenen zwei Jahrzehnten mehr als 5 Milliarden US-Dollar betrugen.

Am Glet­scher: Mücken geben Ein­blick ins Öko­sys­tem

Eingebettet zwischen schroffen Felswänden sind die Eismassen von Gletschern ein höchst unwirtlicher Lebensraum. Dennoch tummeln sich in ihrem Schmelzwasser Mückenlarven, genauer: die Vorstufen der Zuckmücken. Ein Forschungsprojekt in den Ötztaler Alpen macht sich das Vorkommen der Tierchen zunutze, um Rückschlüsse auf das Ökosystem und dessen Gefährdung durch den Klimawandel zu ziehen.

Lang­zeit­be­ob­ach­tung der Schmet­ter­linge Öster­reichs erfolg­reich gestar­tet

13.000 Schmetterlinge an 50 Standorten: Seit einem Jahr werden in Österreich regelmäßig und systematisch Schmetterlinge gezählt. Dem gemeinsamen Engagement von Forschenden der Uni Innsbruck und der Tiroler Landesmuseen sowie der Finanzierung durch den Biodiversitätsfonds des Klimaschutzministeriums (BMK) ist es zu verdanken, dass mit dem österreichweiten Beobachten der Schmetterlingsbestände auch im internationalen Vergleich eine Vorreiterrolle übernommen wird.
 

ULTI­MOB: Umwelt­freund­li­che Mobi­li­tät im Ötz­tal

Im Rahmen des Leitprojekts ULTIMOB mit insgesamt vier Pilotregionen in ganz Österreich wurden im Ötztal innovative Möglichkeiten für die touristische Mobilität erprobt und auf ihre Praxistauglichkeit analysiert Es entstanden etwa multimodale Knoten in Sölden, neue Angebote im Gepäckversand und eine auch für Gäste nutzbare Mitfahrplattform. Die Koordination der Forschung lag bei Prof. Markus Mailer vom Arbeitsbereich Intelligente Verkehrssysteme der Uni Innsbruck.

Pro­fi­tie­ren oder Ver­lie­ren bei Hit­ze­wel­len

Steigende Temperaturen infolge des Klimawandels bringen für viele Organismen große Einschränkungen, für andere können sie auch positive Effekte haben. Wer profitiert und wer verliert hängt wahrscheinlich von Umweltfaktoren ab. Nun hat ein Team um den Ökologen Otto Seppälä von der Universität Innsbruck am Mondsee experimentell beobachtet, wie Süßwasserschnecken Hitzewellen bei guten Futterbedingungen überstehen und neben den erlittenen negativen Folgen auch so manchen Vorteil daraus ziehen können.

Kli­ma­krise gefähr­det alpine Öko­sys­teme

Gebirge sind vom Klimawandel besonders betroffen: Sie erwärmen sich schneller als das Flachland. Mit der Erwärmung schwindet die Schneedecke und Zwergsträucher dringen in höhere Lagen vor – mit starken Auswirkungen auf die jahreszeitlichen Abläufe der alpinen Ökosysteme. Das zeigt eine neue Studie mit Beteiligung des Ökologen Michael Bahn.

Bau­haus-Preis für Nata­lia Piórecka

Natalia Piórecka, Senior Scientist am Institut für Experimentelle Architektur im Bereich Integratives Design / Extremes, wurde für ihr Projekt UrbanMYCOskin Mitte April in Brüssel mit dem Neuen Europäischen Bauhaus-Preis 2024 ausgezeichnet.

Biodi­ver­si­tät: Klima wird zum Haupt­ak­teur

Den bislang umfassendsten Blick in die Vergangenheit und Zukunft der globalen Biodiversität wirft eine aktuelle Studie im Fachmagazin Science: Intensive Landnutzung verringerte die biologische Vielfalt um bis zu rund 10 % im Laufe des 20. Jahrhunderts. Bis 2050 könnte die Klimakrise zum Hauptfaktor für weitere Einbußen der Biodiversität werden. Lauren Talluto vom Institut für Ökologie ist Teil des Autor:innen-Teams.

Tau­ende Tun­dra wird zur Koh­len­stoff-Quelle

Die Folgen der Erderwärmung führen dazu, dass der in Tundren eingeschlossene Kohlenstoff vermehrt freigesetzt wird. In der bisher umfangreichsten Meta-Analyse zeigt ein Forscher:innen-Team nun, dass diese Entwicklungen die Tundra von einer Kohlenstoffsenke potenziell in eine Kohlenstoffquelle verwandeln könnten. Die Ökologin Christina Biasi steuerte für die nun im Fachmagazin Nature veröffentlichte Studie wichtige Daten aus Sibirien bei.

Smar­tIBK gewinnt Umwelt­preis der Stadt Inns­bruck

Am 18. April 2024 fand die Vergabe des Umwelt- und Nachhaltigkeitspreises 2023 der Stadt Innsbruck statt. Das SmartIBK-Projektteam, unter der Leitung von Kathrin Schwab vom Institut für Geographie, freute sich sehr über den 1. Platz der Kategorie „Wirtschaften für morgen‘‘ mit dem das Projekt „SmartIBK – Mein Leben in der Smart City Innsbruck“ ausgezeichnet wurde.

Glet­scher in Gefahr: Jedes Zehn­tel­grad zählt

Ein internationales Forscher*innen-Team mit Beteiligung des Innsbrucker Glaziologen Fabien Maussion beschreibt im Fachmagazin Science mit bisher einzigartiger Genauigkeit das Schicksal aller Gletscher weltweit je nach Temperaturszenarien zwischen +1,5°C und +4°C Erhitzung. Aktuell steuert die Welt in Richtung +3°C, was zum Verlust von 75 Prozent der Gletscher bis 2100 führen würde. Die Forscher*innen appellieren: Jedes Zehntelgrad weniger zählt, um das Abschmelzen einzudämmen.
 

Kli­ma­krise macht Amei­sen aggres­si­ver

Feindselig durch Hitze: Durch die Klimakrise hervorgerufene Effekte wie höhere Temperaturen und mehr Stickstoff im Boden führen zu stärkerer Aggressivität unter Ameisen-Kolonien. Das zeigt ein Forscher*innen-Team um die Innsbrucker Ökolog*innen Patrick Krapf, Birgit C. Schlick-Steiner und Florian M. Steiner der Forschungsgruppe Molekulare Ökologie am Beispiel der weit verbreiteten Ameise Tetramorium alpestre an acht hochalpinen Standorten in Österreich, Italien, Frankreich und der Schweiz.

Alpine Fließ­ge­wäs­ser wer­den wär­mer

Alpine Gewässer erwärmen sich schneller als erwartet und besonders in den Wintermonaten. Dies zeigt eine aktuelle Publikation des Innsbrucker Ökologen Georg Niedrist, in der er Langzeit-Messdaten des Hydrologischen Dienstes des Landes Tirol vom Inn und der Großache analysiert hat.

Städte sind kein gutes Pflas­ter für Glie­der­fü­ßer

Städte sind kein gutes Pflaster für Insekten, Spinnen und Co. Es gibt zwar genauso viele davon wie am Land. Doch je höher der Urbanisierungsgrad, desto geringer sind Artenvielfalt und Artenreichtum dieser Gliederfüßer, berichten Marion Chatelain, Johannes Rüdisser und Michael Traugott, die in ihrer Studie ein 57 Quadratkilometer großes Gebiet in und um Innsbruck untersucht haben.

Höhere Tem­pe­ra­tu­ren machen Block­glet­scher insta­bil

Durch die Kombination aus Daten von weit zurückreichenden Beobachtungen mit Luftaufnahmen, Laserscans und neueren Messungen zeigen Forscher*innen, dass der Blockgletscher im Äußeren Hochebenkar im Ötztal in seinem unteren Bereich derzeit durch wärmere Verhältnisse instabil wird. Die genaue Beobachtung der Blockgletscher erlaubt es, die komplexe Fließdynamik besser zu verstehen.

Neu­auf­lage eines Klas­si­kers

Eine korrekte Darstellung von Turbulenz in der Atmosphäre ist für präzise Wettervorhersagen und Klimaprojektionen entscheidend. Die Theorie dahinter ist allerdings nicht nur sehr alt, sondern auch wenig repräsentativ, da sie sich nur auf flaches Gelände bezieht. Die Innsbrucker Meteorologin Ivana Stiperski hat nun die seit den 1950er Jahren gängige Theorie zu Turbulenz erweitert. Die Forscherin ebnet damit erstmals den Weg zu einer allgemeingültigen Turbulenz-Theorie über komplexem Terrain.

Grund­was­ser im Spie­gel des his­to­ri­schen Kli­ma­wan­dels

Ein inter­nation­ales Team mit Be­tei­li­gung von Simon Steidle von der Arbeits­gruppe für Quartär­for­schung am Insti­tut für Geo­logie der Uni­ver­sität Inns­bruck hat mit bis­her einzig­artiger Genauig­keit die Ent­wick­lung des Grundw­assers im Great Basin, USA – eine der trocken­sten Regio­nen der Erde – rekon­struiert, und das bis zu 350.000 Jahre in die Ver­gan­genh­eit. Die Ergeb­nisse wer­fen neues Licht auf die Aus­wir­kung­en von Klimav­erä­nderung­en auf die Wasser­ver­sor­gung und liefern wich­tige Er­kenn­tnisse für die nachh­altige Nutzung von Grundw­asser­ressour­cen. Die Studie wurde im Fach­magazin Nature Communi­cations Earth & Environ­ment veröffent­licht.

Hochal­pine Tier­ar­ten brau­chen mehr Schutz­zo­nen

Schmelzende Gletscher aufgrund der Erderwärmung durch die Klimakrise haben massive Folgen für die Biodiversität im Alpenraum, wie ein internationales Forscher:innen-Team mit Beteiligung des Innsbrucker Ökologen Leopold Füreder nun erstmals für einen Zeitraum zwischen 2020 bis 2100 zeigt. Demnach droht zahlreichen wirbellosen Arten der Verlust ihrer Lebensräume. Die Forscher:innen plädieren für einen Ausbau von Schutzzonen auch in Gletschervorfeldern. Die Studie wurde in Nature Ecology & Evolution veröffentlicht.

Alpen: Blitz­ak­ti­vi­tät in weni­gen Jahr­zehn­ten ver­dop­pelt

In den hohen Lagen der Europäischen Ostalpen hat sich die Anzahl der detektierten Blitze im Verlauf der letzten 40 Jahre verdoppelt. Die Ursachen dafür liegen in den Folgen der Klimakrise. Das zeigt ein Innsbrucker Forscher:innen-Team von den Instituten für Geo- und Atmosphärenwissenschaften sowie Statistik nun erstmals im Fachmagazin Climate Dynamics.

Koh­len­stoff­kreis­lauf beschleu­nigt sich

Böden sind die größten natürlichen Kohlenstoffspeicher der Welt. Im hohen Norden ist dieser Speicher besonders groß, er ist dort aber auch besonders stark von der Klimaerwärmung betroffen. Eine kürzlich erschienene Studie eines internationalen Teams um Michael Bahn von der Universität Innsbruck untersuchte, wie die anhaltende Erwärmung die Aufnahme und Freisetzung von Kohlendioxid im Grasland der Subarktis beeinflusst. Als natürliche „Klimakammer“ nutzen die Wissenschaftler:innen ein geothermisch aktives Gebiet in Island.

Hit­ze­wel­len: Gerin­gere Sterb­lich­keits­rate auf mitt­le­ren Höhen

Während Hitzewellen können gefährdete Personen sich durch Ausweichen auf mittlere Höhen schützen. Zwischen 1000 und 2500 m herrscht in den Alpen eine geringere Sterblichkeitsrate, was wahrscheinlich auch an den niedrigeren Temperaturen liegt. Darauf weist der Sportwissenschaftler Martin Burtscher von der Universität Innsbruck hin.

Son­nen­ein­strah­lung beein­flusste Kli­ma­dy­na­mik von Eis­zei­ten

Forscher:innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz dokumentieren an Tropfsteinen die Bedeutung der orbital getriebenen Sonneneinstrahlung für abrupte Veränderungen des eiszeitlichen Klimas. Mit dabei war auch Christoph Spötl von der Universität Innsbruck.

Blei­ben­der Umwelt­schutz durch Geld­an­reize

Können Geldanreize zum langfristigen Schutz von Ökosystemen führen? Sogenannte „Payments for Ecosystem Services“ motivieren Landbesitzer:innen durch Zahlungen zum Erhalt der Umwelt. Esther Blanco, Professorin für Volkswirtschaft an der Universität Innsbruck, zeigt durch eine neue Studie an kolumbianischen Landbesitzer:innen, dass die Motivation zum Umweltschutz auch dann erhalten bleibt, nachdem die Zahlungen eingestellt wurden.

Droh­nen ver­mes­sen Glet­scher­zun­gen

Forscher des Arbeitsbereichs Wasserbau am Institut für Infrastruktur und des Instituts für Interdisziplinäre Gebirgsforschung der ÖAW entwickelten eine neue Methode zur genaueren Analyse von Geröllablagerungen auf Gletschern durch den Einsatz von Drohnen-Vermessungen. Damit könnten künftig exaktere Einschätzungen der Gefährdung durch den voranschreitenden Gletscherschwund ermöglicht werden.

Gla­cier Loss Day als Indi­ka­tor für Gesund­heit der Glet­scher

Im Sommer 2022 verzeich­nete einer der größt­en Tiroler Glet­scher seinen bisher größt­en Massen­verl­ust. Der Hinter­eis­fern­er im Ötz­tal erreichte seinen Glacier Loss Day (GLD) so früh wie nie zuvor. Der GLD dient als Indi­kator für den Gesundh­eits­­zus­tand eines Gletschers im Jahresv­er­lauf, ähnl­ich wie der Earth Overshoot Day den Ressour­cen­verb­rauch der Erde misst. Ein Team von Gletscher­for­scher:innen mit Anne­lies Voord­en­dag am Institut für Atmo­sphären- und Kryo­sphärenw­issens­chaften setzt modern­ste Laser­scanning-Tech­niken zur Bestimmung des GLD ein.

Alter­na­tive für die Bat­te­rie­for­schung

Batterien mit höherer Kapazität sind spätestens seit dem Vormarsch der Elektromobilität ein wesentliches Ziel in der Batterieforschung. Engelbert Portenkirchner vom Institut für Physikalische Chemie der Uni Innsbruck arbeitet an einem neuen Material, das dies möglich machen könnte.

Zukunft der Gebirgs­wäl­der im Fokus

Start des doc.funds-Projektes „The Future of Mountain Forests“: Trockenheit, Hitzewellen, Borkenkäferbefall, Waldbrand, Windwurf, Pilzkrankheiten – unsere Wälder stehen vor großen und komplexen Herausforderungen. Der Forschungsbedarf ist daher insbesondere für Gebirgswälder hoch, da sie wichtige (Schutz-)funktionen im dicht besiedelten Alpenraum erfüllen. Am 25. September fand die Kick-Off-Veranstaltung statt.

Wie sich Alpen­tran­sit­pro­teste ent­wi­ckel­ten

Mit dem Bau der großen alpenüberschreitenden Autobahnen in Österreich und der Schweiz entstanden ab den 1970er-Jahren da wie dort Protestbewegungen. Herangehensweisen und Erfolge der Aktivist:innen waren in beiden Ländern jedoch sehr unterschiedlich und eine Vernetzung blieb weitgehend aus. Historiker:innen in Innsbruck, Basel und München haben die beiden Umweltschutzinitiativen in vergleichender Weise aufgearbeitet. 

El Niño: Men­sch­li­cher Ein­fluss und natür­li­che Vari­a­bi­li­tät

Zwei aktuelle wissenschaftliche Studien unter der Leitung von Dr. Paul Wilcox vom Institut für Geologie an der Universität Innsbruck liefern neue Einblicke in die Dynamik des Erdklimas und fokussieren auf das El Niño-Phänomen. Die Ergebnisse zeigen, wie El Niño über längere Zeiträume auf natürliche Faktoren reagiert und unterstreichen die wachsende Rolle menschlicher Aktivitäten bei der Formung dieses klimatischen Phänomens seit den 70er Jahren.

Wie nach­hal­tig beschneite Pis­ten sind

Am Beispiel Kanadas haben Wissenschaftler:innen der Universitäten Innsbruck und Waterloo die Umweltauswirkungen von künstlicher Beschneiung und ihren Einfluss auf die Nachhaltigkeit des Skitourismus untersucht. Hoher Wasser- und Energieverbrauch und damit verbundene CO2-Emissionen belasten die Umweltbilanz, Energie aus erneuerbaren Quellen kann den Wintersport deutlich nachhaltiger machen.

Grön­lands Eis­wände als Früh­warn­sys­tem fürs Klima

Gletscher, die an Land durch senkrechte Eiswände begrenzt sind, sind rar. Diese Eiskliffe reagieren besonders sensibel auf Veränderungen von Umweltbedingungen. Forschungsteams aus Tirol und der Steiermark untersuchen die Eisformationen an einem Standort hoch im Norden Grönlands. Sie wollen anhand der Veränderungen der Gletscherwände Rückschlüsse auf die Entwicklung des arktischen Klimas ziehen.

Inns­bru­cker Archi­tek­tur­stu­die­rende auf Platz 1

Mit Ihrem innovativen Sanierungsvorschlag für die Frauen-Kopf-Klinik in Innsbruck erreichte ein Team Innsbrucker Studierender – Sanna Mäuser, Paul Weigand und Alex Walcher – den ersten Platz im Rahmen des Studierenden-Wettbewerbs „Education for Future“ der bei den RENOWAVE.AT Impact Days am 18. Oktober 2023 verliehen wurde.

Druck­far­ben aus Pflan­zen

Auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft entwickelt Judith Deriu im Labor am Forschungsinstitut für Textilchemie und Textilphysik in Dornbirn natürliche Farbpigmente aus Pflanzen und darauf basierende, nachhaltige Druckfarben für die Industrie.

Nach­hal­tig­keits­wo­che gestar­tet

Es braucht auch positive Geschichten, da waren sich alle Anwesenden bei der Auftaktveranstaltung zur Woche der Nachhaltigkeit an der Uni Innsbruck einig. Angesichts der Klimakrise reagieren viele Menschen entweder mit Angststarre oder Verleugnung. Aber nur wer Perspektiven hat, ist auch bereit zu handeln.

Eis-Ver­lust in den Alpen erst­mals doku­men­tiert

Ein Forschungsteam unter der Leitung der Universität Graz hat einen umfassenden Überblick über den Rückgang von Permafrost, Schnee und Eis in den österreichischen Alpen vorgestellt. Am Projekt „KryoMon.at“, finanziert vom Ministerium für Klimaschutz, waren Forscher:innen aus ganz Österreich und Deutschland beteiligt, darunter auch der Innsbrucker Glaziologe Rainer Prinz.

Jod­säure ersetzt Ammo­niak bei Aero­sol­bil­dung

Jod aus den Weltmeeren bildet Sauerstoffsäuren. Diese können in der Atmosphäre die Bildung von Schwefelsäurepartikeln um das 10 000-fache beschleunigen. Das haben Wissenschaftler:innen des CLOUD-Experiments unter Beteiligung der Universität Innsbruck herausgefunden. Die steigenden Jodemissionen haben dabei Auswirkungen auf das Klima, die in gängigen Modellen noch zu wenig Beachtung finden.

CO2-Emis­si­o­nen in Inns­bruck stark zurück­ge­gan­gen

Luft-Messungen am Atmosphärenobservatorium der Universität Innsbruck zeigen, dass die Kohlendioxidemissionen in Westösterreich seit 2018 um rund 20 Prozent gesunken sind. Die Emissionen liegen damit deutlich unter den von verschiedenen Modellen prognostizierten Werten. Beobachtungsdaten werden zunehmend wichtig, für die Beurteilung der Plausibilität von Treibhausgasbilanzen.

Kli­ma­wan­del als Be­dro­hung für Olym­pi­sche Win­ter­spie­le

Der Klimawandel wird die Auswahl geeigneter Austragungsorte für die Olympischen Winterspiele künftig stark einschränken. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung des Innsbrucker Tourismusforschers Robert Steiger.

Na­tur­ka­ta­stro­phen: Ri­si­ko von Ge­bäu­de­schä­den bes­ser ein­schät­zen

Ein Forscher*innen-Team mit Beteiligung von Prof. Margreth Keiler vom Institut für Geographie erarbeitete zwei Methoden zur Ermittlung der Anfälligkeit von Gebäuden für Schäden durch Hochwasser und Muren. Gemeinsam ermöglichen sie datenbasierte Risikoanalysen und bieten eine Grundlage der Kosten-Nutzen-Abwägungen für Schutzmaßnahmen.

Dür­re­-­Aus­wir­kun­gen auf Öko­sys­teme dop­pelt so stark wie an­ge­nom­men

Extremereignisse wie Dürre werden künftig aufgrund des Klimawandels zunehmen. Die negativen Auswirkungen dieser Trockenheit auf das Funktionieren von Ökosystemen sind doppelt so groß, wie bislang aufgrund von Feldexperimenten angenommen wurde. Das zeigt ein Forscher*innen-Team mit Beteiligung von Michael Bahn vom Institut für Ökologie der Universität Innsbruck in einer aktuellen Studie im Fachmagazin Nature Ecology & Evolution.

For­scher*in­nen schär­fen Blick für Öko­sys­teme wäh­rend der Eis­zeit

Erstmals ist es einem Team von Forscher*innen der Universität Innsbruck gelungen, mit genetischen Daten die Veränderungen von Ökosystemen im jüngsten Eiszeitalter zu bestimmen. Damit liefern die Wissenschaftler*innen ein genaues Modell, wie sich die Wechsel zwischen kalten und warmen Phasen auf die eiszeitlichen Steppen in Europa ausgewirkt haben. Die Ergebnisse sind nun in der Fachzeitschrift Nature Communications erschienen.

Grenz­über­schrei­ten­der Ak­ti­ons­plan für ar­ten­rei­chen Inn prä­sen­tiert

Wissenschaftler*innen der Universität Innsbruck haben im Rahmen des EU-Interreg-Projekts INNsieme einen Aktionsplan für den Artenschutz im Inn erstellt. Dieser wurde heute im Rahmen eines Pressegesprächs präsentiert. Fazit des internationalen Projektteams: Der Inn soll von der Quelle bis zur Mündung wieder naturnäher werden.

Al­pine Nach­hal­tig­keit auf Hüt­ten: Pro­jekt er­folg­reich ab­ge­schlos­sen

Die Sektion München des Deutschen Alpenvereins e. V. und das Institut für Geographie der Universität Innsbruck haben ihr insgesamt knapp zweieinhalb Jahre dauerndes Projekt „Alpine Nachhaltigkeit auf Hütten – ANAH“ erfolgreich abgeschlossen.

Für Pflan­zen wird die Luft immer dün­ner

Durch den Klimawandel und den damit verbundenen Temperaturanstieg wandern Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen immer häufiger nach oben, in kühlere Höhenlagen. Aber wie passen sich diese Organismen an die Bedingungen in der Höhe an? Erstmals beobachtet ein Forscherteam von Eurac Research und Universität Innsbruck, wie Organismen auf den geringeren Luftdruck in höheren Lagen reagieren.

Nach­wach­sende Wäl­der för­dern Erhalt der Arten­viel­falt

Natürlich nachwachsende tropische Wälder tragen dazu bei, die Vielfalt der Arten und Ökosysteme in Amerika zu erhalten. Eine kürzlich in Science Advances veröffentlichte Studie, an der auch der Innsbrucker Ökologe Florian Oberleitner beteiligt war, zeigt, dass die Baumarten-Zusammensetzung von nachwachsenden Wäldern ähnliche geografische Unterschiede aufweist wie die von ausgewachsenen Wäldern.

Kli­ma­be­richt für Öster­reich: Han­deln auf brei­ter Wis­sens­ba­sis

Mehr als 120 Wissenschaftler­innen und Wissenschaftler werden in den kommenden drei Jahren an einem neuen, umfassenden Klimabericht für Österreich arbeiten. Heute wurden in Innsbruck im Rahmen eines Pressegesprächs die Inhalte und Ziele des 2. Österreichischen Sach­stands­berichts zum Klima­wandel (AAR2) präsentiert. Die Ergebnisse sind wesentlich für den Weg Österreichs zur Klima­neutralität 2040.

Graue Rie­sen

Immer mehr Gletscher weltweit entsprechen optisch nicht mehr ihrem strahlend weißen Image. Ihre Oberflächen sind mit Schutt bedeckt. Dieser „Schmutz“ hat komplexe Auswirkungen auf die Gletscherentwicklung, die bislang wenig erforscht wurden. Die Glaziologin und Klimaforscherin Lindsey Nicholson untersucht schuttbedeckte Gletscher vor dem Hintergrund der fortschreitenden Klimakatastrophe.

Rekord­schmel­ze: Glet­sche­reis auf dem Rück­zug

Einer der größten Gletscher Tirols verlor in diesem Sommer so viel Masse wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Nachdem der Hintereisferner im Ötztal bereits seit seinem frühesten Glacier Loss Day im Juni auf eine negative Jahresbilanz zusteuerte, bestätigen sich nun auch die Befürchtungen des Gletscherforschers Rainer Prinz in Bezug auf die Schmelzraten: Der Gletscher verzeichnet dieses Jahr einen Rekordverlust von fünf Prozent seines Gesamtvolumens.
 

Kli­ma­wan­del bedroht Eis­höh­len in Öster­reich

Acht Eishöhlen in vier österreichischen Bundesländern: Ein Geolog*innen-Team der Universität Innsbruck dokumentiert in einer Studie erstmals umfassend die Eisverluste und -gewinne in alpinen Eishöhlen über die letzten 2000 Jahre. Der Geologe Tanguy Racine von der Universität Innsbruck warnt: Besonders das Eis kleinerer Höhlen droht in naher Zukunft zu verschwinden und mit ihm ein wertvolles Klimaarchiv. Die Studie wurde im Journal Scientific Reports veröffentlicht.

Kli­ma­ge­schichte Indiens: Mega­dür­ren im Mon­sun­ge­biet

Ein internationales Forscher*innen-Team mit Beteiligung des Geologen Christoph Spötl konnte anhand von Tropfsteinen erstmals den Monsun des letzten Jahrtausends im Nordosten Indiens im Detail rekonstruieren. Die heute niederschlagreichste Region der Erde durchlitt einst mehrere Megadürren mit massiven Hungersnöten. Damit bestätigt das Team nicht nur überlieferte Chroniken, sondern zeigt die potenziell große Dynamik von Monsunsystemen, deren Ausmaß sich durch den anthropogenen Klimawandel künftig noch weiter verstärken wird.
 

Stu­dien zei­gen die Lang­zeit­ef­fekte von Dürre

Durch die Temperaturzunahme sind auch in unseren Breiten anhaltende Dürren und Hitzewellen präsenter geworden - der vergangene Sommer tat sein übriges dazu. Was diese Entwicklung für die Ökosysteme bringt, erforscht der Ökologe Michael Bahn in zahlreichen Projekten, die in viele Publikationen in hochrangigen Fachjournalen mündeten.

Ler­nen, mit der Natur zu leben

Seit 1970 ist der Bestand an Wirbeltieren auf der Erde laut Living Planet Report um 69 Prozent zurückgegangen. Gründe dafür sind der Verlust von Lebensräumen, die Umweltverschmutzung und der Klimawandel. Der negative Einfluss des Menschen auf die Natur ist immens, gleichzeitig zerstört er damit seine eigenen Lebensgrundlagen. Wie können wir lernen, ethischer und nachhaltiger mit der Natur zu leben? Mit dieser Frage hat sich das Projekt „Überleben im Anthropozän“ auseinandergesetzt.

Iod­säure-Bil­dung beein­flusst das Welt­klima

Iod, das aus den Weltmeeren in die Atmosphäre gelangt, zerstört Ozon, trägt zur Wolkenbildung bei und beeinflusst so das Weltklima. Bei diesen chemischen Vorgängen spielt Iodsäure eine zentrale Rolle. Ein internationales Forschungsteam, an dem Armin Hansel von der Universität Innsbruck beteiligt war, hat nun mithilfe des CLOUD-Experiments den Entstehungsweg von Iodsäure beschreiben können.

Gebirgs­for­schung ver­zeich­net star­ken Anstieg

Uni Innsbruck im Spitzenfeld: Eine umfassende Analyse durch ein internationales Team unter der Leitung von Wolfgang Gurgiser und Stefan Mayr vom Forschungsschwerpunkt Alpiner Raum der Universität Innsbruck beschreibt die internationale Entwicklung der Forschung zu Gebirgsthemen von 1900 bis 2019. In Bezug auf die Anzahl wissenschaftlicher Publikationen zur Thematik rangiert die Universität Innsbruck weltweit auf Platz 2.

Was pas­siert, wenn sich das Klima ändert

Die Klimakrise und ihre Folgen beschäftigen derzeit viele Wissenschafter*innen. Thomas Marke vom Institut für Geographie der Uni Innsbruck forscht an der Schnittstelle zwischen Klima und Wasserhaushalt und will die regionalen Auswirkungen des Klimawandels auf den Wasserhaushalt abschätzen.

Keine Erho­lung für den Per­mafrost

Nach zwei Jahren mit wenig Schnee und sehr heißen Sommern bleibt der Permafrost in den Alpen warm und der Eisgehalt des Bodens nahm vielerorts weiter ab. Die Blockgletscher bewegten sich zudem schnell talwärts. Dies geht aus den neuesten Messungen des Schweizer Permafrost-Messnetzes hervor, an denen der Innsbrucker Informatiker Jan Beutel mitgewirkt hat.

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