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News-Archiv
Spezieller Mechanismus schützt klonalen Fisch vor genetischem Verfall
Bei den Amazonenkärpflingen sind alle Individuen weiblich. Sie vermehren sich asexuell, alle Nachkommen sind demnach Klone der Mutter. Im Normalfall würden klonale Organismen rasch schädliche Erbgut-Mutationen ansammeln und die Art daher aussterben. Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der Uni Innsbruck berichtet nun im Fachblatt "Nature" über den genetischen Mechanismus, wie die Tiere ohne sexuelle Fortpflanzung ein gesundes Genom aufrechterhalten können.
„Mureneier“ warnen vor flachen Erdrutschen
Hangmuren nehmen im Alpenraum aufgrund des Klimawandels deutlich zu und gefährden wichtige Infrastrukturen. Der Geotechniker Robert Hofmann erforscht die Entstehung flacher Erdrutsche und testet gemeinsam mit Projektpartnern seit über drei Jahren geeignete Überwachungssysteme. Die 2025 hochrangig publizierten Ergebnisse zeigen, dass Sensornetzwerke, die mit kostengünstigen Detektoren arbeiten, als Frühwarnsysteme funktionieren.
Millionenförderung: Roboter lernen von der Natur
Das Team um Justus Piater am Institut für Informatik ist an einem neuen Emerging-Fields-Konsortium beteiligt, das vom Wissenschaftsfonds FWF mit über 5 Millionen Euro gefördert wird. Die Forscher:innen untersuchen, wie unterschiedliche Körperbauten, ökologische Nischen und kognitive Fähigkeiten die Entstehung neuer Verhaltensweisen prägen und wie das für die Entwicklung von neuen Robotersystemen hilfreich sein kann.
Krebsforschung: Gegenspieler von MYC genauer entschlüsselt
Der Krebsfaktor MYC steht seit Jahren im Zentrum der Forschungsarbeit von Markus Hartl. Die Arbeitsgruppe um den Biochemiker verfolgt den Ansatz, BASP1 – einen natürlichen Gegenspieler von MYC – in Tumorzellen wieder zu aktivieren. Eine aktuell in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlichte Studie zeigt nun, dass dieser Ansatz funktionieren kann.
Fehlersuche im Quantenrechner
Forschende der Universität Innsbruck haben mit Partnern aus Sydney und Waterloo eine neue Diagnosemethode für Quantencomputer vorgestellt. Sie macht Fehler in einzelnen Quantenbits während logischen Rechenschritten sichtbar und bewertet sie. Demonstriert wurde die neue Methode auf einem Ionenfallen‑Quantenprozessor in Innsbruck. Mit ihr lassen sich kritische Fehlerquellen identifizieren – ein Schlüssel, um robustere, fehlertolerante Quantenprozessoren zu entwickeln.
Sonnenschirm hilft bei der Suche nach einer zweiten Erde
Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung von Stefan Kimeswenger, Astrophysiker an der Universität Innsbruck, hat einen neuen Ansatz getestet, um erdähnliche Exoplaneten zu untersuchen. Dabei soll ein großes, erdbasiertes Teleskop mit einem im Weltraum kreisenden „Sonnenschirm“ kombiniert werden.
Mensch, bitte übernehmen!
Die Moderation in sozialen Medien ist in weiten Teilen vollautomatisiert, menschliche Moderator:innen braucht es aber nach wie vor. Wie Mensch und Maschine sinnvoll zusammenarbeiten können, haben Wissenschaftler:innen in einem weitreichenden Verhaltenskodex zusammengefasst.
Säure-Base-Reaktion im Rückwärtsgang
Auf Oberflächen von Meersalz-Aerosolen laufen Protonenübertragungen ab, die Säuren freisetzen. Überraschend können dabei schwache organische Säuren Chlorid-Ionen protonieren und Chlorwasserstoff bilden – im Widerspruch zur herrschenden Lehrmeinung. Eine Studie von Innsbrucker Forschenden um Martin Beyer gemeinsam mit der City University Hong Kong zeigt, dass eine vollständig trockene Salzumgebung die Reaktionsrichtung umkehren kann.