Bleistift-Zeichnung, die eine Szene im Prater darstellt. Man sieht verschiedene Personen im Vordergrund, im Hintergrund ist das Riesenrad angedeutet.

Bei der fiktiven Fahrt mit dem Riesenrad im Theaterstück treffen die unterschiedlichsten Charaktere aufeinander. Außerdem fällt das vielfältige „Pratergewimmel“ im Wiener Stadtleben ins Auge.

Thea­ter im Klas­sen­zim­mer

Im Rahmen eines Wissenschaftsbesuchs wurde ein Klassenzimmer der Bundes-Bildungsanstalt für Elementarpädagogik (BAFEP) in einen Theatersaal verwandelt. Auf dem Programm stand das Theaterstück „VIENNA ARABESQUE. Eine Fahrt mit dem Riesenrad!”.

Die Schüler:innen hatten Szenen aus dem Stück „Vienna Arabesque“ vorbereitet und hierzu den Wissenschaftsbotschafter Univ.-Prof. Dr. Marc Hill eingeladen. Er hatte das Theaterstück gemeinsam mit Studierenden der Fakultät für Bildungswissenschaften für theaterpädagogische Zwecke entwickelt und der Klasse zur freien Verfügung gestellt.

 

Theaterstück VIENNA ARABESQUE

Das Theaterstück ist für alle Interessierten von 14 bis 99+ Jahren geeignet. Lehrpersonen, Schulklassen, schulinternen Theatergruppen oder Theater-AGs, die mit dem Stück arbeiten möchten, können dieses in eigener Regie einstudieren und aufführen. Bei Rückfragen melden Sie sich bitte über das Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Innsbruck bei Marc Hill.

VIENNA ARABESQUE ist Open Access abrufbar.

Auseinandersetzungen im Riesenrad

Das Theaterstück handelt von einer turbulenten Fahrt mit dem Riesenrad. In den einzelnen Szenen wird ausgelotet, wie Menschen, die sich nicht kennen, miteinander ins Gespräch kommen und in den Gondeln des Karussells nicht einfach aneinander vorbeieilen können. Dabei wird über soziale Ungleichheiten in Verbindung mit klassischen Diversitätsdimensionen wie Alter, Geschlecht, Migrationserfahrungen, sexuelle Orientierung, soziale Herkunft und Teilhabe an der Gesellschaft geredet und gestritten.

 

7 Schülerinnen stehen inmitten eines Klassenzimmers, eine von ihnen spricht. Rund herum sitzen Zuschauerinnen.

Schülerinnen bei der Präsentation ihrer Arbeiten.

Ziel des transferorientierten Lehrstücks ist es, einerseits eine kritische Auseinandersetzung mit Diskriminierung anzuregen und andererseits das Potenzial von Diversität und Bildung im Alltag hervorzuheben. Das Theaterspiel zeigt, dass ein solidarisches Miteinander für unsere Gesellschaft besonders wichtig ist – ungeachtet aller Differenzen. „Soziale Interaktion und der Ideenreichtum der Menschen sind hierfür gefragt”, so die Perspektive einer Schülerin.

Pratergewimmel auf der Bühne

Im Klassenzimmer präsentierten die Schüler:innen der BAFEP Haspingerstraße ihre eigenen Interpretationen des Theaterstücks, die sie zuvor in Kleingruppen einstudiert hatten.

„Die Schüler:innen waren sehr kreativ und das Theaterstück hat sie dazu ermutigt, spannende Beiträge über eine Fahrt mit dem Riesenrad zu gestalten“

Lehrerin Karin Weiß über den Arbeitsprozess im Unterricht.

Durch die künstlerische Auseinandersetzung mit dem „Pratergewimmel“ und mehrheimischen Biografien kamen sie in einen lebendigen Austausch. Die kreativen Umsetzungen der Szenen reichten von schauspielerischen Darbietungen bis zur audiovisuellen Präsentation eigener Podcast- und Hörspielproduktionen. Darüber hinaus wurden Filmideen entwickelt und eigene Performances dargeboten.

„Es ist immer sehr schön, wenn Theaterprojekte im Unterricht so gut ankommen und neue Ideen aus der Wissenschaft und Kunst in die Schulen getragen werden“, fasst die Lehrerin Julia Scherrer den Wissenschaftsbesuch zusammen.

 

Das Bühnenwerk initiierte einen kunstbasierten Bildungsprozess, in dem sich die Schüler:innen auch Gedanken darüber machen konnten, wie sie sich das solidarische und urbane Zusammenleben in der Stadt persönlich vorstellen. Zum musikalischen Abschluss des Wissenschaftsbesuchs sang eine Gruppe das Lied „Fire on Fire” von Sam Smith. Der Song handelt vom Rhythmus des Lebens und der Kraft des Miteinanders. 

Drei Schülerinnen stehen vorne und präsentieren etwas, eine von ihnen spricht.

Wissenschaftsbotschafter:innen kommen an Schulen

Die Initiative „Wissenschaftsbotschafter:innen“ der Agentur für Bildung und Internationalisierung (OeAD-GmbH, Bundesminister/in für Frauen, Wissenschaft und Forschung) bindet aktuelle Forschung direkt in den Alltag von Lernenden in Bildungseinrichtungen wie Schulen ein. In altersgerechten, interaktiven Workshops oder niederschwelligen Vorträgen geben Wissenschaftler:innen aus verschiedenen Disziplinen Einblicke in ihre Arbeit und machen Forschung dadurch greifbar und verständlich. Im Fokus steht dabei nicht die reine Vermittlung von Wissen, vielmehr soll zum Mitmachen, Mitdenken und Fragenstellen eingeladen werden. Die Initiative zielt darauf ab, die Vielfältigkeit der Wissenschaft aufzuzeigen und sie unmittelbar mit dem Alltag und Leben der Lernenden in Verbindung zu setzen.

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