Spezialisierung B: Translokale Ungleichheitsforschung
Studienjahr 2026W / 2027W
Transformation, Externalisierung, Ungleichheit. Südosteuropa aus der Perspektive räumlicher Wechselbeziehungen und vielschichtigen Wandels
Alexander Vorbrugg (UIBK), Katarina Kušić (Uni Rijeka)
Ziel der dreisemestrigen Lehrveranstaltung ist es, eine räumlich-relationale Perspektive auf politisch-ökologische und politisch-ökonomische Wandlungsprozesse zu entwickeln und diese auf konkrete Fallbeispiele (Infrastruktur- und Energieprojekte, Reformen, gesellschaftliche Kontroversen) anzuwenden. Die Exkursion führt nach Kroatien, Serbien, Bosnien und Herzegowina. Inwiefern führen westeuropäische politische und wirtschaftliche Projekte zu negativen Folgen und Spannungen in diesen Ländern? Wo hat transnationale Zusammenarbeit es ermöglicht, soziale und ökologische Probleme anzugehen, und wie lassen sich solche Initiativen ausbauen und stärken? Mit solchen und weiteren Fragen werden wir uns im Seminarverlauf beschäftigen.
Die Ergebnisse des Literaturstudiums (erstes Semester), der Methodenreflexion, und der Exkursion (zweites Semester) dienen als Grundlage für die Umsetzung eigener qualitativer Forschungsprojekte (drittes Semester). Dabei geht es auch darum, kreative Wege zu entwickeln, räumliche Abhängigkeiten und Wechselbeziehungen greifbar zu machen und darzustellen.
Die Spezialisierung wird in Zusammenarbeit mit Kolleg*innen der Universität Rijeka sowie mit anderen Institutionen vor Ort durchgeführt.

Foto: Windpark in Kroatien. Quelle: https://adriawindpower.hr