Innsbrucker Geographische Gesellschaft (IGG)
Programm
Vorträge im Wintersemester 2026/2027
Di., 24.11.2026, 19:15 Uhr, HS 7: assoz. Prof. Dr. Jasper Moernaut (Universität Innsbruck, Institut für Geologie):
„10.000 Jahre Erdbeben und ihre Folgen in Tirol: Was uns Seesedimente verraten“
Di., 15.12.2026, 19:15 Uhr, HS 7: Univ.-Prof. Dr. Tobias Heckmann (Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Fachgebiet Geographie, Lehrstuhl für Physische Geographie):
„Was historische Photos und high tech-Daten über die Folgen des Klimawandels in den Alpen verraten -
Ergebnisse der Forschungsgruppe SEHAG zur SEnsitivität HochAlpiner Geosysteme gegenüber dem Klimawandel seit 1850“
Di., 12.01.2027, 19:15 Uhr, HS 7: Univ.-Prof. Dr. Alexander Vorbrugg (Universität Innsbruck, Institut für Geographie):
„Kreativität und Zerstörung. Radikale Landschaftsveränderungen“
Die Vorträge finden jeweils dienstags um 19:15 Uhr im Hörsaal 7 im Hörsaaltrakt zwischen Geiwi-Turm und Bruno-Sander-Haus am Hauptstandort der Universität (Innrain 52e, EG) statt.
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Rückblick: Vorträge im Sommersemester 2026
„Aufbrüche zu solidarischen Naturverhältnissen? Mehr-als-menschliche Geschichten von Wein, Wölfen und Wildnis“
Di., 16. Juni 2026, 19:15 Uhr, HS 7: Univ.-Prof. Dr. Michael Zech (Technische Universität Dresden, Institut für Geographie, Arbeitsgruppe Physische Geographie):
„Alte Archive - neue Methoden: Das molekulare Umwelt- und Klimagedächtnis von Böden und Sedimenten“
Rückblick: Vorträge im Wintersemester 2025/2026
Di., 4. November 2025, 19:15 Uhr, HS 7: Univ.-Prof. Dr. Lucas Pohl (Universität Innsbruck, Institut für Geographie):
"Geographien der Endzeit: Apokalyptische Räume zwischen Fiktion und Realität"
Di., 9. Dezember 2025, 19:15 Uhr, HS 7: Univ.-Prof. Dr. Claudia Bieling (Universität Hohenheim, Institut für Sozialwissenschaften des Agrarbereichs):
"Shifting baselines: Veränderungen der Landschaftswahrnehmung zwischen Problem und Notwendigkeit. Eine Erkundung des gesellschaftlichen Blicks auf Weiden, Windkraftanlagen und Wölfe"
Di., 13. Januar 2026, 19:15 Uhr, HS 7: Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Schöner (Karl-Franzens-Universität Graz, Institut für Geographie und Raumforschung):
"Die Alpen im Klimawandel - Wie widerspruchsfrei ist unser Wissen?"
Rückblick: Vorträge im Sommersemester 2025
Di., 08. April 2025, 19:15 Uhr, HS 7: PD Dr. Simone Sandholz (United Nations University, Bonn, Institute for Environment and Human Security):
„Naturbasierte Lösungen für Klimaanpassung und Risikominderung in Städten weltweit“
Di., 20. Mai 2025, 19:15 Uhr, HS 7: Univ.-Prof. Dr. Matthias Bürgi (Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL, Birmensdorf, Forschungseinheit Landschaftsdynamik):
„Ein Blick zurück und einer nach vorn: Die Geschichte der Feuchtgebiete und die Zukunft der Kulturlandschaft unter Klimawandel in der Schweiz“
Rückblick: Exkursion im Sommersemster 2025
22. Juni 2025:
Exkursion „Die Georessource Holz in vorindustrieller Zeit am Beispiel des Brandenbergertals“
Die wirtschaftliche Entwicklung der vorindustriellen Zeit ist eng verzahnt mit der Verfügbarkeit der Georessource Holz. Ob als Wärme- und Energielieferant, Baumaterial oder Grundstoff für Werkzeuge und Geräte – Holz war in sämtlichen Lebensbereichen von entscheidender Bedeutung. Nicht umsonst bezeichnet die Wissenschaft das Mittelalter oft als "hölzernes Zeitalter" oder die "Zeit des Holzes". Ab dem 13. Jahrhundert stieg aufgrund des wachsenden Brennstoffbedarfs der Salz- und Erzbergwerke das landesfürstliche Interesse an den Tiroler Wäldern. Die Nutzung wurde zu einem zunehmend politisch relevanten Thema, da die Grafenfamilien immer größere Waldflächen für bergbauliche Interessen reservierten. Die Sicherstellung von Holz erschien als oberste Prämisse und so begann man, auch sehr schwer zugängliche und abgelegene Waldgebiete für die Holzgewinnung zu erschließen. Ein herausragendes Beispiel für ein abgelegenes Tal von großer holzwirtschaftlicher Bedeutung vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert ist das Brandenbergertal im Tiroler Unterinntal. Mithilfe der Brandenberger Ache wurden gefällte Baumstämme nach Kramsach getriftet. Dort, in der Nähe des noch heute bestehenden Ansitzes Achenrain, befanden sich ein Rechen und mehrere Länden (Anlandeplätze), an denen das Holz größtenteils zu Holzkohle veredelt wurde. Die 1463 in Brixlegg gegründete landesfürstliche Schmelzhütte war zusammen mit dem Hüttenwerk direkt am Kramsacher Achenrain der Hauptabnehmer dieses Brennstoffs. Erst durch den Bau einer leistungsfähigen Straße in das Tal wurde der Holztransport auf dem Wasser im Sommer 1966 eingestellt.
MMag. Dr. Georg Neuhauser (Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie an der Universität Innsbruck) und Assoz.-Prof. Dr. Clemens Geitner
Rückblick: Vorträge im Wintersemester 2024/2025
Di., 05. November 2024, 19:15 Uhr: Univ.-Prof. i.R. Dr. Hans-Rudolf Bork (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Institut für Ökosystemforschung):
„Lesen in den Archiven der Landschaften von der Osterinsel (Rapa Nui, Chile) bis Mitteleuropa“
Di., 03. Dezember 2024, 19:15 Uhr: Univ.-Prof. Dr. Arnaud Temme (Universität Innsbruck, Institut für Geographie):
„Von der Landschaftsanalyse zur Landschaftsmodellierung – ist das realistisch?“
Di., 14. Januar 2025, 19:15 Uhr: Univ.-Prof. Dr. Tobias Plieninger (Universitäten Kassel und Göttingen, Fachgebiet „Sozial-ökologische Interaktionen in Agrarsystemen“):
„Wandel und gesellschaftliche Werte von Kulturlandschaften im Mittelmeerraum“
Rückblick: Vorträge im Sommersemester 2024
09.04.2024: Dr.in Verena Schröder (Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Geographisches Institut):
„Die Rückkehr von Wölfen in die Kulturlandschaft der Alpen: Mehr-als-menschliche Geographien des Verbundenseins“
04. 06.2024: Univ.-Prof. Dr. Martin Mergili (Universität Graz, Institut für Geographie und Raumforschung):
„Gebirge in Bewegung – Gefahrenprozesse erkennen, verstehen und kommunizieren“
Rückblick: Exkursion im Sommersemester 2024
29.06.2024:
Exkursion „Neu entdeckt: Heimatmuseen und Waale im Ötztal“
Im Zentrum stehen zwei Themen, die auf den ersten Blick etwas verstaubt wirken könnten, es aber nicht sein müssen: Das Heimatmuseum und die traditionelle Flurbewässerung mit Waalen. Wir konnten zwei prominente Personen für unser Anliegen gewinnen. Edith Hessenberger als Museumsleiterin hat in den letzten Jahren ziemlich viel bewegt und (um)gestaltet und dabei das Verständnis für das Thema Heimat maßgeblich erweitert.
Werner Holzner gehört der Tiroler Waalgruppe an, die über Jahre in mühsamer Kleinarbeit die Waale Tirols detailliert erfasst haben. Diese Daten stellen einen kulturlandschaftlichen Schatz dar. Werner wird uns im Bereich der Ötztalmündung Spuren, Reste und aktuelle Nutzungen von Waalen auf einem Spaziergang vorstellen.
MMag. Dr. Edith Hessenberger (Ötztaler Museen, Geschäftsführende Leiterin), Werner Holzner (Tiroler Waalgruppe, Leiter), Assoz.-Prof. Dr. Clemens Geitner
Rückblick: Vorträge im Wintersemester 2023/2024
07.11.2023: Prof.in Dr.in Verena Schreiber (Pädagogische Hochschule Freiburg, Institut für Geographie und ihre Didaktik):
„Transformative Geographische Bildung – Zu den Herausforderungen des Lehrens und Lernens in unruhigen Zeiten“
05.12.2023: Prof. i. R. Dr. Gerhard Gerold (Georg-August-Universität Göttingen, Geographisches Institut):
„Klimawandel und der Untergang von Hochkulturen. Was lehrt uns die Geschichte und Geographie?“
09.01.2024: Ass. Prof.in Dr.in Susanne Börner (University Birmingham, School of Geography, Earth and Environmental Sciences):
„Besser leben mit verschränkten städtischen Krisen: Perspektiven von Jugendlichen in der städtischen Peripherie von Sao Paulo“