Die Bautätigkeit der Oesterreichisch-Ungarischen Bank und der Oesterreichischen Nationalbank im europäischen Kontext (1878–1938)
GEFÖRDERT DURCH DEN JUBILÄUMSFONDS DER OESTERREICHISCHEN NATIONALBANK – PROJEKT-NR. 18975

Flyer Programm Workshop "Architektur der europäischen Nationalbanken". Archiv für Bau.Kunst.Geschichte, 2024.


Vom 6. bis 8. November 2024 fand am Archiv für Bau.Kunst.Geschichte ein internationaler und interdisziplinärer Workshop zur Architektur der europäischen Nationalbanken statt. Bei diesem Treffen kamen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Österreich, Deutschland, Frankreich, der Slowakei, Tschechien und Ungarn zusammen. Ziel war es, den aktuellen Forschungsstand zu Geschäfts- und  Bautätigkeit europäischer Nationalbanken in Bezug auf das Jubiläumsfonds-Projekt prägnant zusammenzufassen und das Thema nicht allein aus architekturhistorischer Perspektive zu untersuchen, sondern bank-, wirtschafts- und sozialhistorisch zu kontextualisieren. Die Auftaktveranstaltung fand in stillvollem Rahmen statt – in der einzigen Zweiganstalt der Oesterreichischen Nationalbank, der OeNB West in der Adamgasse, nur wenige Schritte vom Archiv für Bau.Kunst.Geschichte entfernt. Im repräsentativen Kassensaal wurde eine Videobotschaft des damaligen Gouverneurs Robert Holzmann übermittelt, danach sprachen Hausherr Armin Schneider, Leiter der OeNB West, für die Universität Innsbruck Markus Walzl, Dekan der Fakultät für Volkswirtschaft und Statistik, Christoph Hölz für das Archiv für Bau.Kunst.Geschichte und Tobias Möllmer als Leiter des Forschungsprojekts.

Das Programm des Workshops können Sie hier herunterladen.


Die Bautätigkeit der österreichischen Notenbank 1878–1938 als transnationales Erbe im europäischen Kontext. Vorstellung eines Forschungsprojekts
Vortrag anlässlich des Netzwerktreffens der PostDocs der Geschichte in Österreich, Wien, Institut für österreichische Geschichtsforschung, 26./27. September 2024


Die Filialen der Österreichisch-Ungarischen Bank in den Kronländern Böhmen und Mähren
Vortrag beim internationalen und interdisziplinären Workshop „Architektur der europäischen Zentralbanken“ des Jubiläumsfonds-Projekt „Die Filialen der österreichischen Notenbank 1878–1938 im europäischen Kontext, Archiv für Bau.Kunst.Geschichte der Universität Innsbruck, 8./9. November 2024


Ein transnationales Erbe: Die Filialbauten der Oesterreichisch-Ungarischen Bank in den Nachfolgestaaten der Donaumonarchie (1878–1918)
Vortrag anlässlich des I. Stuttgarter Kolloquiums zur Geschichte und Theorie der Architektur und Stadt, Stuttgart, Akademie der Bildenden Künste, 20./21. Februar 2025


Repräsentanzen der Nationalbank in den Kronländern Böhmen und Mähren: Das bauliche Erbe der Oesterreichisch-Ungarischen Bank in Tschechien (1895–1918)
Vortrag anlässlich des I. Colloquium Carolinum, Forum für Tschechien- und Slowakeiforschung, München, Haus der sudetendeutschen Stiftung, 14. März 2025


Varietät vs. Uniformität: Die Filialarchitektur der Oesterreichisch-Ungarischen Bank 1895–1918 als Spiegelbild einer multinationalen Monarchie
Vortrag anlässlich der 22. Sitzung des Arbeitskreises Bank- und Versicherungsgeschichte der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e.V. (GUG), Frankfurt, Deutsche Bank-Türme, 21. November 2025


in Vorbereitung:
The Building Programme of the Austro-Hungarian Bank 1895–1918 and the Hungarian Directorate’s Distinctive Approach
(Budapest, Eötvös-Lorand-Universität, Akademie der Wissenschaften, Forschungszentrum für Geisteswissenschaften), 9. Juni 2026

Auf vielfachen Wunsch der Referent:innen und Teilnehmenden des Workshops wurde beschlossen, die Beiträge des als thematisch besonders geschlossen und ertragreich aufgenommenen Workshops zu publizieren. Sie erscheinen 2027 als Sondernummer und Themenheft der anerkannten „architectura. Zeitschrift für Geschichte der Baukunst“ im Deutschen Kunstverlag, unter anderem mit einem Aufsatz des Projektleiters zu den Filialen der Oesterreichisch-ungarischen Bank in den tschechischen Ländern.

Gemeinsam mit Clemens Jobst (Universität Wien, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte) wird derzeit ein interdisziplinärer Aufsatz mit dem Arbeitstitel „Das Bauprogramm der Oesterreichisch-ungarischen Bank zwischen betriebswirtschaftlicher Logik und großer Politik, 1897-1918“ erarbeitet, der in der Financial History Review (Cambridge) erscheint.

In Zusammenarbeit mit Gábor György Papp (Universität Budapest, Akademie der Wissenschaften) arbeitet der Projektleiter an einem weiteren Aufsatz, der sich mit den Filialen im ungarischen Landesteil und ihrem Architekten József Hubert vor dem Hintergrund der nationalen Identitätsfindung beschäftigt. Er wird im RIHA-Journal (Journal of the International Association of Research Institutes in the History of Art) publiziert.

Eine weitere Publikation ist in der Architekturzeitschrift InSitu (Wernersche Verlagsgesellschaft) geplant.

In Vorbereitung ist auch die bilanzierende Schlusspublikation des Projekts, die bei Innsbruck University Press erscheinen wird und einen Katalog der Bauten sowie die Biographien der wichtigsten Akteure umfasst.

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