Monika Datterl / Wilhelm Guggenberger / Claudia Paganini (Hrsg.)
Glaube und Politik in einer pluralen Welt

theologische trends - Band 27


Vorträge der achtzehnten Innsbrucker Theologischen Sommertage 2017.

Die Frage, in welchem Verhältnis religiöser Glaube und Politik zueinander stehen, tritt immer dann besonders virulent zutage, wenn verschiedene religiös-weltanschauliche Überzeugungen miteinander konkurrieren. Dann nämlich lässt sich der Glaube nicht mehr ohne Weiteres als Maßstab für die individuelle Lebensführung und zugleich für die Gestaltung des gesellschaftlichen Lebens heranziehen.

Damit aber wächst der Fragebedarf: Wie kann ich zugleich dem Willen Gottes gehorchen und mich den Gesetzen eines Staates unterordnen, dem dieser Wille gleichgültig ist? Wie können Glaubensgemeinschaften mit derartigen Widersprüchen umgehen? Wie kann und darf ein säkularer Staat auf die Loyalitätskonflikte religiöser BürgerInnen reagieren? Und wie lässt sich der Wille Gottes erkennen? Wer vermag ihn authentisch auszulegen? Was ist gemeint, wenn von religiösen, wenn von christlichen Werten die Rede ist?

Innsbruck 2017. ISBN 978-3-903122-85-7.


Inhalt

Wolfgang Palaver
„Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört!“ Über das komplexe Verhältnis von Religion und Politik

Roman A. Siebenrock
„Siehe, ich mache alles neu!“ Zu einer Politik aus christlicher Inspiration heute

Willibald Sandler
Populismus und christlicher Glaube

Michaela Neulinger
Von der Verwundbarkeit zum Mitgefühl. Zum politischen Beitrag von Theologie und Religionen in säkular-pluraler Zeit

Wilhelm Rees
Religion – Staat – Politik. Anmerkungen aus religions- und kirchenrechtlicher Perspektive

Katherine Dormandy
Doktrin oder Diskurs. Fördern religiöse Verschiedenheiten die Erkenntnis der Wahrheit?

Johannes Panhofer
Neue Formen (säkularer) Spiritualität als Herausforderung für Kirche und Weltgestaltung

Claudia Paganini
„Dear Mister President“ Christliche Werte in einer pluralistischen Gesellschaft

Gerhard Leibold
Europa – christlich?!

J. Andrew Doole
Kein christliches Land: Frühchristliche Geopolitik

Andreas Vonach
Heiden statt Babylonier. Zur politisierenden Transformation von Exilstheologie in Diasporatheologie in der Jeremia-Septuaginta


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