Innsbrucker Theologische Sommertage
InTheSo 2026
Optimismus oder Hoffnung?
Wie wir in Krisen bestehen
Montag, 31. August, und Dienstag, 1. September 2026
Kann christliche Hoffnung die Erwartung an ein gutes Leben auch in dieser Zeit glaubhaft machen? Die Beiträge der Innsbrucker Theologischen Sommertage 2026 stellen sich dieser Frage aus der Perspektive verschiedener Disziplinen im Feld der Theologie und Christlichen Philosophie.
Wir befinden uns in vielfachen Krisen. Der Fortschrittsoptimismus vergangener Jahrzehnte ist Skepsis und Ernüchterung gewichen, einige schüren die Erwartung, alles könne „great again“ werden. In dieser Situation unternehmen die Beiträge der Innsbrucker Theologischen Sommertage den Versuch, das christliche Offenbarungsverständnis, gesellschaftliche Entwicklungen und christlich-religiöse Praxis kritisch in den Blick zu nehmen und miteinander in Beziehung zu setzen. Was kann christliche Hoffnung in dieser Situation bedeuten und bewirken? Welche Ressourcen symbolisiert und aktiviert das Christentum, wenn es von Hoffnung spricht? Ist diese Hoffnung eine besondere Spielart des Optimismus oder unterscheidet sie sich davon?.
Allgemeine Informationen: Leitidee der Innsbrucker Theologischen Sommertage
Programm
Montag, 31. August 2026
9:30 – 10:20
Studierende Universitätsstudiengang (USG) Pastoral: Erfahrungen von Hoffnung. Praxisbezogene Ouvertüre
10:30 – 11:20
Nikolaus Wandinger: Jenseits von Optimismus und Pessimismus: Realismus und Hoffnung. Ein anderer Blick auf Szenarien der Ungewissheit
11:30 – 12:20
Wilhelm Guggenberger: Eine Nation unter Gott oder religiöser Nationalismus. Wenn Hoffnungsprojekte entgleisen
14:00 – 14:50
Winfried Löffler: „Hoffen“: Ein überraschend komplexes Explikationsproblem
15:00 – 15:50
Mira Stare & P. Martin Hasitschka SJ: Christliche Hoffnung – auch Hoffnung für die leidende Schöpfung (Röm 8,19-22)
16:00 – 16:50
Willibald Sandler: Ein Apfelbäumchen pflanzen. Christliche Samenkornspiritualität im Angesicht von Krise und Untergang
19:00 – 20:30
Andree Burke
Die Gegenwart des Abwesenden. Hoffnung, wenn Trost unmöglich scheint
Dienstag, 1. September 2025
10:00 – 10:50
Elisabeth Sandler: Hoffnung in Krisenzeiten: Denkanstöße aus kirchlichen COVID-19-Narrativen
11:00 – 11:50
Andreas Vonach: „Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen“ (Theodor Herzl) Der Pionierzionismus als Beispiel eines erfolgreichen Hoffnungsprojekts auf Basis einer utopisch-optimistischen Vision und was wir daraus lernen können
13:30 – 14:20
Claire Geyer: „Es ist also das höchste Gute, was alles kräftig lenkt und sanft ordnet.“ Das früheste Rudiment von O-Antiphonen und Boetius' Hoffnung angesichts des Todes
14:30 – 15:20
Liborius Lumma: Hoffnung für Demokratie, Mitbestimmung und Synodalität. Wie man Entscheidungsprozesse beleben und dabei Potenziale im Christentum entdecken kann
15:30 – 16:20
Tamara Scheer: Sprachenvielfalt als Ressource für Inklusion und gegen Krisen im römisch-katholischen Pfarrleben und Pastoral (Beispiele aus dem historischen Österreich)
Veranstaltungsort
Katholisch-Theologische-Fakultät, Madonnensaal, Karl-Rahner-Platz 3 / 2. Stock, 6020 Innsbruck
Wir bemühen uns, unsere Veranstaltungen bestmöglich barrierefrei zu gestalten. Bitte informieren Sie uns im Vorfeld, wenn Sie Unterstützung benötigen: sarah.pieslinger@uibk.ac.at
Freier Eintritt! (Freiwillige Spenden erbeten)
Gefördert durch die Universität Innsbruck, dem Bischof von Innsbruck und das Stift Wilten.
Im Radio

Die Vorträge werden im Anschluss an die Tagung im Rahmen der Sendereihe "Sonntagsakademie" von Radio Grüne Welle ausgestrahlt und sind für mehrere Wochen in dessen Audiothek verfügbar. Radio Grüne Welle ist im Großraum Innsbruck über DAB+ zu empfangen und als Stream abrufbar: www.rgw.it.