Zusam­men­arbeit mit Äthio­pien

Im Januar traf sich das Team des neuen APPEAR-geförderten Projekts „Partnership for Capacity Building in Peace and Conflict Transformation | PSICPCT“ zum Kickoff-Meeting an der Universität Innsbruck. Gastgeber war der Arbeitsbereich Friedens- und Konfliktforschung an der Fakultät für Soziale und Politische Wissenschaften.
Das Projektteam
Bild: Das Projektteam von rechts nach links: Gutema Imana Keno, Norbert Koppensteiner, Fayera Dinsa Hundessa, Adham Hamed und Tesfaye Gudeta Gerba. (Credit: Paul Lauer)

Während zehn Tagen intensiver Workshops, Vorträge und detaillierter Projektplanung unter der Koordination von Dr. Gutema Imana Keno von der Haramaya University in Äthiopien und Dr. Norbert Koppensteiner vom Arbeitsbereich für Friedens- und Konfliktforschung, bewerteten die Teammitglieder den Status quo der Friedens- und Entwicklungsforschung in Äthiopien. Neben Planung und inhaltlichem Austausch gab es auch Zeit für Teambuilding-Aktivitäten, wie z.B. eine Führung durch die Innsbrucker Altstadt, bei der das Projektteam sich über die nun beinahe 350 Jahre alte Beziehung der Stadt Innsbruck mit der 1669 gegründeten Universität Innsbruck informierte.

Friedensforschung an der Haramaya University

Das neu formierte Team hat ehrgeizige Ziele für die kommenden zweieinhalb Jahre: Erstens werden sie die bereits bestehenden MA- und PhD-Curricula an der Haramaya University überarbeiten und neu gestalten. Zweitens wollen sie gemeinsam die Kapazitäten in den Bereichen von Lehre, Forschung und Verwaltung in der Disziplin der Friedens- und Entwicklungsforschung an der Haramaya Universität stärken. Drittens werden MitarbeiterInnen und Studierende der Haramaya University Kompetenzen in den Bereichen Konfliktanalyse und Friedensarbeit erwerben, und zwar nach dem von Professor Wolfgang Dietrich an der Universität Innsbruck erforschten Ansatz der elizitiven Konflikttransformation. Viertens will das Team eine Vision und einen Plan für ein Zentrum für Friedens- und Entwicklungsforschung an der Haramaya University entwickeln.

Eigenes Zentrum als Ziel

Neben den fruchtbaren Debatten, die sich aus diesen unterschiedlichen Formaten ergaben, stand bei der Auftaktveranstaltung vor allem die Bewertung der bereits bestehenden akademischen Rahmenbedingungen für Friedens- und Entwicklungsforschung an der Haramaya University im Vordergrund: Im vergangenen Wintersemester war an der Haramaya University bereits ein wichtiger Schritt vollzogen worden, als die erste Gruppe von Studierenden ein neues PhD-Studium in Peace and Development Studies aufnahm. Die Teammitglieder der Universität Innsbruck und der Haramaya University blicken angesichts dieser Entwicklungen sehr optimistisch auf die kommenden Projektphasen. Im April wird das Projektteam der Uni Innsbruck die Haramaya University besuchen und dort drei Wochen lang Lehre und Workshops im Bereich der Curricularentwicklung durchführen. Dies soll die intensiven äthiopischen Bemühungen unterstützen, den Grundstein für die Einrichtung eines eigenen Zentrums für Frieden und Entwicklung an der Haramaya University zu legen.  Ein weiteres Hauptziel soll darin bestehen, die Bemühungen um Friedenskonsolidierung und Konflikttransformation in Äthiopien durch den Aufbau einschlägiger akademischer Kapazitäten zu unterstützen. Dies soll nicht zuletzt auch die internationale Vernetzung der Universität Innsbruck in afrikanischen Kontexten weiter stärken.

(Adham Hamed)


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