Wissenschafts­kom­muni­kation in Russ­land

Das „All Russian Science Festival“, genannt „Nauka0+“, fand im Oktober in Russland statt und stand unter dem Motto „150 Years of the Periodic Table“. Die Junge Uni Innsbruck war mit drei Chemie-Studierenden, Elisabeth Strebitzer, Johann Pann und Raphael Plangger, und dem Programm „Get in Touch with the Elements“ nach Moskau eingeladen worden.
Das Team der Uni Innsbruck
Bild: Junge-Uni-Leiterin Silvia Prock mit Elisabeth Strebitzer, Johann Pann und Raphael Plangger (Credit: Uni Innsbruck)

„Nauka 0+“ bedeutet auf Russisch „Wissenschaft ab 0 Jahren“ und das riesige Wissenschaftsfestival erstreckte sich mit vielen Veranstaltungsorten nicht nur über ganz Russland, sondern war auch mit externen Stationen wie dem CERN in Genf, der Russisch-Antarktischen Forschungsstation und der Internationale Raumstation verbunden. Das Festival wurde von der russischen Wissenschaftsministerin Olga Wasiliewa und Wiktor Sadownitschij, dem Rektor der Lomonosov Moscow State University, feierlich mit einem beeindruckenden Feuerwerk eröffnet. Beim Festival wirkten hunderte von WissenschaftlerInnen aus Russland und vielen anderen Nationen mit, Nobelpreisträger hielten Vorträge und auch ein Team der Universität Innsbruck war angereist, um unter dem Motto „150 Jahre Periodensystem der Elemente“ ihre Forschung dem Fach- sowie dem Laienpublikum näher zu bringen. Das mittlerweile seit 2013 jährlich stattfindende Festival begeisterte auch heuer wieder über 2 Millionen Besucher.

Unser Innsbrucker Team bestand aus den drei erfahrenen ChemikerInnen, Elisabeth Strebitzer und Raphael Plangger vom Institut für Organische Chemie, Johann Pann vom Institut für Allgemeine, Anorganische und Theoretische Chemie, sowie Silvia Prock, Leiterin der Jungen Uni Innsbruck. 

Mit der interaktiven Experimentalshow „Get in Touch with the Elements“ wurde der Wissensdurst der unzähligen BesucherInnen gestillt und das Feuer der Faszination für die chemischen Wissenschaften hoffentlich entfacht. Neben Experimenten mit verblüffenden Farbreaktionen wurde das Publikum auf eine Geruchsreise durch das Universum geschickt, weiters wurden verschiedene Eigenschaften ausgewählter Elemente beleuchtet. Den Höhepunkt der Vorstellung bildete die von Nebelschwaden begleitete Herstellung von Speiseeis mittels flüssigem Stickstoff, welches ein Lachen in die Gesichter des teils jungen Publikums zaubern konnte. Um die vielseitige Zuhörerschaft anzusprechen, wurde die auf Englisch gehaltene Vorstellung simultan ins Russische übersetzt. In der Schlusszeremonie des Festivals erhielt das das Team für die präsentierte Experimentalvorlesung eine Auszeichnung.

Die Teilnahme an diesem Festival bot für das Team eine einmalige Möglichkeit sich mit russischen und internationalen WissenschaftlInnen und Wissenschaftsbegeisterten auszutauschen. Großer Dank gilt den russischen OrganisatorInnen um Viola Egikova und Anna Gladilina und unserer Dolmetscherin Kira Bobrova, der Lomonosov Moscow State University sowie der Universität Innsbruck, welche die interkulturelle Reise ermöglichten und den wissenschaftlichen Austausch stark förderten.

(Elisabeth Strebitzer, Raphael Plangger, Johann Pann, Silvia Prock)

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