Sommer­techni­kum MINT gestar­tet

In diesem Jahr bietet die Universität Innsbruck zum ersten Mal Schülerinnen die Möglichkeit, im Sommer in technische und naturwissenschaftliche Studien hineinzuschnuppern. Insgesamt 18 Mädchen aus Tirol besuchen im Juli und August ein bezahltes Praktikum in Betrieben oder Universitätsinstituten sowie eine Sommerschule an der Universität.
Teilnehmerinnen am Sommertechnikum MINT
Bild: Die Teilnehmerinnen am Sommertechnikum MINT der Uni Innsbruck. (Credit: Uni Innsbruck)

Die Zahl der Absolventinnen von naturwissenschaftlichen Studien sowie in den Fächern Mathematik, Informatik und Technik - den sogenannten MINT-Fächern - ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Dennoch ist der Anteil weiblicher Studierender an allen MINT-Absolventen noch vergleichsweise gering. An der Universität Innsbruck schlossen im vergangenen Studienjahr 140 Männer und 41 Frauen ein Studium in Mathematik, Informatik oder Physik ab, in den Technischen Wissenschaften waren es 90 Männer und 13 Frauen und in den Geowissenschaften 103 Männer und 59 Frauen. „Mit dem neuen Sommertechnikum setzt die Universität Innsbruck eine wichtige Maßnahme, um Frauen nachhaltig für die MINT-Fächer zu begeistern“, sagt Bernhard Fügenschuh, Vizerektor für Lehre und Studierende. „Mit der einzigartigen Kombination aus Praktikum und Sommerschule erhalten die Schülerinnen einen guten Einblick in einzelne Studienrichtungen, sowohl in praktischer Hinsicht als auch auf theoretischer Ebene.“ Die 18 Schülerinnen absolvieren im Sommer ein drei- bis vierwöchiges, bezahltes Praktikum in einem Tiroler Unternehmen oder an einem universitären Institut. In der Woche von 24. bis 28. Juli besuchen sie eine Sommerschule an der Universität, bei der die Studien und Fachbereiche Informatik, Mathematik, Physik, Chemie und Pharmazie, Bau- und Umweltingenieurwissenschaften, Mechatronik sowie Geo- und Atmosphärenwissenschaften näher vorgestellt werden.

Die Praktika im Rahmen des Sommertechnikum MINT werden von der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG finanziert, die Teilnahme an der Summerschool ist für die Schülerinnen kostenlos. Nach der Absolvierung beider Programmpunkte erhalten die Teilnehmerinnen ein Zertifikat der Universität. „Ich erwarte mir von der Teilnahme am Technikum, dass ich etwas Neues lerne und mich weiterbilden kann. Außerdem hoffe ich, viele neue Leute kennenzulernen“, sagt Teilnehmerin Julia Brugger, „Das Praktikum ist sehr interessant. Es wird viel Rücksicht auf meine Interessen genommen, was dazu führt, dass jede Aufgabe Spaß macht.“


Unileben aktuell – die neuesten Beiträge

weitere Beiträge