Schnee ver­stehen

Menschen, die im Wintertourismus arbeiten, sollen auch das sie umgebende Material verstehen. Im Rahmen von Snowledge, einem FFG-Qualifizierungsnetz, bekommen die Teilnehmenden einen wissenschaftlich-technisch fundierten und praktisch orientierten Überblick über das Faszinosum Schnee.
Wintertourismus
Bild: 95 Teilnehmende werden im FFG-Qualifizierungsnetz "Snowledge" geschult. (Credit: pixabay)

Pistenpräparierung, Schneetechnik, Lawinen, Biomechanik, Nachhaltigkeit und Klimawandel sind nur einige der Themen, die Verantwortliche und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Skigebieten und Bergbahnen, Tourismusverbänden, Herstellern, Hotels oder Ingenieurbüros beschäftigen. Ein speziell auf die Zielgruppe ausgerichtetes Bildungsangebot zu den Themen „Lawinen und Risikomanagement“, „Nachhaltigkeit, Umwelt und Klima“, „Schnee und Technik“ und „Sport, Tourismus und Gesundheit“ sowie dem Querschnittsthema „Digitalisierung & Datenmanagement“ wird im Rahmen der universitären Weiterbildung angeboten. Geleitet wird das FFG-Qualifizierungsnetz Snowledge von Wolfgang Fellin, Professor am Institut für Infrastruktur, im Arbeitsbereich Geotechnik und Tunnelbau. „Der schneegebundene Tourismus boomt in Tirol und alle, die sich mit ihm beschäftigen, sollten mit den vielseitigen Facetten vertraut sein. Den Kurs absolvieren Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit sehr unterschiedlichen Grundkenntnissen. Für uns ist es wichtig, dass wir zu Beginn die Teilnehmenden auf einen gemeinsamen Wissensstand bringen“, so Fellin. In weiteren Vertiefungsseminaren können die Teilnehmenden aus einer Vielzahl an Seminar-Angeboten wählen, um für sich und ihre Firma den maximalen Nutzen zu ziehen. „Wir bieten hier keine reine Ausbildung an, sondern bieten den Teilnehmenden eine breite Bildungsmaßnahme, die viele Themenbereiche abdeckt und den Teilnehmern einen Blick über den Bereich ihres bisherigen Arbeitsfeldes erlaubt. So ermöglichen wir den Teilnehmenden auch einen regen und kreativen Wissensaustausch zwischen den Professionen und der Wissenschaft, der im besten Fall zu neuen innovativen Ideen führt“, führt der Leiter des Qualifizierungsnetzes aus. Unterstützt wird er dabei in der Organisation vor allem auch von Projektleiter Andreas Koler.

Netzwerken

Die Inhalte von „Snowledge“ orientieren sich maßgeblich an den Bedürfnissen der lernenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer. In einem Modulsystem wählen die Interessierten aus den unterschiedlichen Firmen die Angebote aus, die für ihr Umfeld und ihren Beruf wichtig sind, um sich in ihrem Fach weiter zu vertiefen. Dabei werden aktuelle Forschung auf höchstem Niveau und Praxis miteinander verbunden und die Schulungsteilnehmenden profitieren von aktuellem Wissen aus der Forschung. Im FFG-Qualifizierungsnetz werden 95 Teilnehmende von 30 Firmenpartnern von 41 Lehrenden noch bis März 2021 geschult. „Ein Ziel von uns ist es, die Teilnehmenden dahingehend zu schulen, damit sie mit den kommenden Herausforderungen bestmöglich umgehen können und auf Veränderungen vorbereitet sind“, erläutert Fellin. Von der Uni Innsbruck beteiligen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus acht Instituten an „Snowledge“: das sind die Institute für Infrastruktur, Physikalische Chemie, Sportwissenschaft, Geographie, Organisation und Lernen, Atmosphären- und Kryosphärenwissenschaften, Strategisches Management, Marketing und Tourismus und Ökologie. Weiters unterstützen Expertinnen und Experten des BWF (Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft), der ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik), der FH Kufstein, des MCI und des CCCA (Climate Change Centre Austria – Klimaforschungsnetzwerk Österreich) die Lehre im Qualifizierungsnetz. So investiert die Österreichische Forschungsförderungsgemeinschaft (FFG) in den Wissenstransfer zwischen Universitäten, Fachhochschulen und der praxisorientierten Anwendung in der Wirtschaft.

Unileben aktuell – die neuesten Beiträge

weitere Beiträge

Nach oben scrollen