Res­­sour­cen für eine sozial-ökolo­gische Trans­forma­tion

Unsere Welt steht vor immer komplexeren Herausforderungen: Globalisierung, weltweite Ungleichheiten, Klimawandel, ungebremster Ressourcenverbrauch und Konflikte auf allen Ebenen – die Liste der Probleme ließe sich beliebig verlängern. Eine Tagung an der Uni innsbruck beschäftigte sich kürzlich mit möglichen Übergängen in zukunftsfähige Gesellschaftsmodell.
Harald Welzer
Bild: Der Soziologe Harald Welzer hielt den Eröffnungsvortrag der Tagung. (Credit: Felix Dorn)

Vor diesem Hintergrund fand vom 28. Februar bis 2. März in Innsbruck die Second Austrian Conference on International Resource Politics unter dem Rahmenthema „Resources for a Social-Ecological Transformation” statt. Organisiert wurde die Tagung vom Forschungsnetzwerk Globale Ressourcenfairness (Institut für Geographie der Universität Innsbruck, Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien, Österreichische Forschungsstiftung für internationale Entwicklung (ÖFSE) und Institut für Soziale Ökologie der BOKU).

Der Eröffnungsvortrag von Harald Welzer: „Was zu tun ist, was schon da ist und was wir brauchen. Eine konkrete Utopie der Transformation“, war ein perfekter Auftakt für eine sehr gelungene Konferenz. Vor mehr als 300 ZuhörerInnen hat der prominente Soziologe und Sozialpsychologe ein Plädoyer für mehr positives Denken gehalten: Für eine konkrete Utopie sei Kreativität mehr denn je gefragt. Gleichzeitig kritisierte er das wiederholte Aufzeigen von Grenzen in Teilen der Wissenschaft und die ressourcenintensiven Alltagspraktiken der Konsumgesellschaft als wenig zielführend für eine gesellschaftliche Transformation.

In 30 Sessions mit ca. 90 Vorträgen wurden in den drauffolgenden anderthalb Tagen aus verschiedenen disziplinären Blickwinkeln aktuelle Fragestellungen der Ressourcenproblematik und Perspektiven für eine sozial-ökologische Transformation präsentiert und mit mehr als 180 TeilnehmerInnen diskutiert. Einen Höhepunkt stellte der Doppel-Keynote-Vortrag „From capitalist accumulation to social-ecological transformation: critical political economy and feminist perspectives“ von Daniela Gottschlich (Europa-Universität Flensburg) und Éric Pineault (University of Quebéc in Montréal, Canada) dar.

Die große Resonanz der Tagung hat bewiesen, dass das Thema der sozial-ökologischen Transformation eine große Relevanz für Wissenschaft und Gesellschaft hat. Der Bedarf einer weiteren fundierten theoretischen und empirischen Auseinandersetzung in diesen Bereich wurde aufgezeigt und soll vom Netzwerk mit weiteren Veranstaltungen fortgeführt werden.

(Fernando Ruiz Peyre)

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