Poli­tik und Be­hin­derung in Öster­reich

Am 10. Dezember hat Elisabeth Rieder, Leiterin des Büros der Behindertenbeauftragten, ihr Buch „Politik und Behinderung in Österreich“ in der Aula der Universität vorgestellt. Das Buch ist gemeinsam mit Studierenden in einem vertiefenden Seminar zum österreichischen Politischen System am Institut für Politikwissenschaft entstanden.
Politik und Behinderung in Oesterreich
Bild: Autorinnen und Autoren des Sammelbandes „Politik und Behinderung in Österreich - Ansätze, Herausforderungen und Perspektiven“ bei der Buchpräsentation am 10. Dezember. (Credit: Uni Innsbruck)

Im Sommersemester 2017 fand das Seminar „Behindertenpolitik in Österreich – vom Anfang des 20. Jahrhunderst bis heute“ unter der Leitung von Elisabeth Rieder statt. Der Behindertenbeauftragten für das allgemeine Personal und Vorsitzenden des Behindertenbeirates der Stadt Innsbruck liegt dieses Thema besonders am Herzen: „Behindertenpolitik ist kein Randthema mehr. Laut Statistik Austria sind rund 1,7 Millionen Österreicherinnen und Österreicher direkt oder indirekt von dieser Thematik betroffen.“ Auch den Studierenden des Seminars war und ist dieses Thema wichtig. Im Laufe des Seminars kam dann die Frage auf, wie man zu einer Publikation kommt. Elisabeth Rieder kam auf diese Frage hin spontan der Gedanke: warum nicht selbst ein Buch schreiben? ­­­

Eine besondere Initiative

„Dass wir dieses Projekt in die Tat umsetzen konnten, verdanken wir auch der Unterstützung der Universität Innsbruck. Der Aufwand für mich, aber auch für die Studierenden war größer, als wir das zu Beginn eingeschätzt haben“, erklärt Elisabeth Rieder den Entstehungsprozess. Die besten Seminararbeiten und Präsentationen der Studierenden des Seminars haben es schließlich in den Sammelband geschafft. Auch Gastvortragende des Seminars haben Beiträge zu diesem Buch beigesteuert. So etwa Josef Leidenfrost vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung, die Professoren Anton Pelinka und Heinrich Neisser sowie Walter Guggenberger, ehemaliger Leiter der Landesstelle Tirol des Bundessozialamtes und jetzt zuständig im Sozialministeriumservice.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. „Ich möchte Elisabeth Rieder und den beteiligten Studierenden zu diesem besonderen Buch herzlich gratulieren. Und gleichzeitig hoffe ich, dass eine solche Initiative nicht besonders bleibt“, so der Vizerektor für Lehre und Studierende Bernhard Fügenschuh. Damit meinte er auch die Buchpräsentation selbst, die von zwei Gebärdendolmetscherinnen begleitet wurde.

Wichtiger Beitrag

Auch Martin Senn, Professor am Institut für Politikwissenschaft, gratulierte Elisabeth Rieder. „Der Sammelband Politik und Behinderung in Österreich erfüllt alle Kriterien, die Politikwissenschaft für die Österreichische Gesellschaft relevant machen“, so der Politikwissenschaftler. „Behinderung ist ein wichtiges Thema in Österreich. Die Studierenden haben in ihren Beiträgen eine interdisziplinäre Perspektive zwischen Politik-, Rechts- und Geschichtswissenschaft eingenommen und durch diese Publikation wichtiges Rüstzeug für ihre spätere Karriere erhalten“, so Martin Senn weiter.

Aktuell sieht Elisabeth Rieder die Behindertenpolitik noch als zartes Pflänzchen. Sie hofft, auch durch ihr Buch, einen Teil dazu beizutragen, dass diese Pflanze weiterhin wächst und gedeiht.

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