Per­sonal­ent­wick­lung für Frauen aus MINT-Fächern

Frauen aus MINT-Fächern sind in der Wirtschaft gefragt. Wie sich diese Mitarbeiterinnen im Unternehmen weiterentwickeln können, haben Studierende zusammen mit den Human Resources ExpertInnen von Swarovski untersucht. So ermöglichte der vom Fachbereich Human Resource Management organisierte Kurs, sozialwissenschaftliche Methoden aus erster Hand zu erleben.
HRM Swarovski
Bild: Der Kurs Angewandte Personalforschung mit Projektmitwirkenden von Swarovski bei der Abschlusspräsentation in Wattens. (Credit: Brandl)

MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. In diesen Feldern herrscht bekanntermaßen Fachkräftemangel und viele Unternehmen stehen vor der Frage, wie sie ihren wachsenden Bedarf an Fach- und Führungskräften in Zukunft sicherstellen können. Die Unternehmensgruppe Swarovski arbeitet daran, die Entwicklungsmöglichkeiten für Frauen mit MINT-Hintergrund auf allen Ebenen - von Arbeiterinnen bis zu Führungskräften - zu stärken. Die Mitgliedschaft von Swarovski im HRM Förderkreis ermöglichte es jetzt, einen Teilaspekt – Ansatzpunkte für die Förderung von Mitarbeiterinnen mit akademischem Hintergrund – in einem Projektseminar zu beleuchten und Verbesserungsvorschläge zu entwickeln.

Angewandte Personalforschung

„Wie bewerten Frauen bei uns ihre Entwicklungsmöglichkeiten? Warum kommen sie bei uns nicht noch weiter?“ so formulierten Taylor Lemon und Julia Jenewein, Human Resources Manager bei Swarovski, zu Kursbeginn die zentralen Fragen in ihrem Vortrag, in dem sie einen Einblick in die vielfältigen Aktivitäten zur Sicherung des Fachkräftebedarfs bei Swarovski gaben. Elf Studierende des Kurses Angewandte Personalforschung, eine Vertiefung im Bachelor-Studium Management & Economics, nahmen die Herausforderung gerne an. Sie beschäftigten sich intensiv damit, das Thema aus Sicht der Personalforschung anzugehen und erarbeiteten eine Forschungsfrage für das Projekt, bevor sie über Methoden der Datenerhebung entschieden und einen passenden Gesprächsleitfaden dazu erstellten. Die Durchführung der Interviews mit Mitarbeiterinnen von Swarovski erlaubte es den Studierenden, den Blick für die eigene Rolle als Forscherin und ethische Fragen bei der Datenerhebung zu schärfen. Bei der Auswertung der Interviews konnten die Studierenden Techniken der Interpretation von unstrukturierten Textdaten und die Bildung von Typen erproben. Im Anschluss an die mündliche Modulprüfung stellten die Studierenden die Ergebnisse den Interviewpartnerinnen und Human Resources Vertreterinnen bei Swarovski vor.

Win-Win Situation

„Der Austausch hat definitiv neue Perspektiven gebracht und wir haben sehr engagierte Studierende kennengelernt“, so das Fazit von Projektleiterin Lemon Taylor. Auch für die Studierenden war der Kurs ein besonderes Lernerlebnis und verdeutlichte eindrücklich, wie wichtig eine methodische Fundierung für die Praxis ist.

(Brandl/Lemon)

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