Oh Gott, (k)ein Konflikt!

Unter diesem Titel fand von 16. bis 17. März an der Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck eine Fachtagung statt, in der die Rolle von und der Umgang mit Konflikten aus der Perspektive von unterschiedlichen Konfessionen und Religionen beleuchtet wurde.
Die TeilnehmerInnen an der Tagung beleuchteten den Umgang mit Konflikten aus der Perspektive verschiedener Konfessionen.
Bild: Die TeilnehmerInnen an der Tagung beleuchteten den Umgang mit Konflikten aus der Perspektive verschiedener Konfessionen. (Credit: Gelengec, Aykut)

Den Impuls für die Tagung setzte das Projektteam um Martina Kraml, Professorin für katholische Religionspädagogik, und Zekirija Sejdini, Professor für islamische Religionspädagogik, an der Universität Innsbruck. Im Rahmen des Forschungsprojektes „Interreligiöse Bildung als Beitrag zu einer pluralitätsfähigen Gesellschaft“, das vom Institut für Praktische Theologie und dem Institut für Islamische Theologie und Religionspädagogik gemeinsam durchgeführt wird, hat sich die Notwendigkeit zur Auseinandersetzung mit Konflikten im interreligiösen Kontext ergeben, die auch im aktuellen gesellschaftspolitischen Diskurs eine bedeutende Rolle spielen.

Im Verlauf der Fachtagung wurde die Konfliktthematik aus theologischer Perspektive mit Expertinnen und Experten aus evangelischer, islamischer, jüdischer und katholischer Sicht diskutiert. Die ReferentInnen Martin Rothgangel, Armina Omerika, Wolfgang Palaver und Michaela Neulinger lieferten im ersten Teil der Tagung Beiträge zur Wahrnehmung und Bewertung von Konflikten aus der Sicht der jeweiligen Religionsgemeinschaft. Im Anschluss wurden Konfliktpotentiale aus Sicht der jeweiligen Religionsgemeinschaft gegenüber anderen Weltanschauungen und Religionen thematisiert. In der abschließenden Session erfolgte eine Auseinandersetzung mit der Selbst- und Fremdwahrnehmung in Hinblick auf Konfliktpotentiale.

Die vielschichtigen Perspektiven, die im konstruktiven Austausch erarbeitet werden konnten, lieferten weitere Inputs für die Weiterentwicklung des Projekts in Hinblick auf Konflikte und Konfliktpotentiale, sowie neue Impulse für den interreligiösen Dialog. 

(Nicole Bauer)

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