Neuer ADLER Stiftungs­pro­fessor berufen

Oliver Strube ist seit Jänner Inhaber der von der ADLER-Werk Lackfabrik gestifteten Professur für Chemieingenieurwesen und Materialprozesstechnik. Lehre und Forschung werden mit ihm um ein zukunftsweisendes Themenfeld im Grenzbereich von Technischer Chemie, Beschichtungstechnologie und Materialwissenschaften erweitert. Strube wurde am 3. März offiziell begrüßt.
ADLER Stiftungsprofessur
Bild: Oliver Strube (vorne links) - seit Anfang Jänner Inhaber der von ADLER gestifteten Professur - wurde heute von ADLER Geschäftsführerin Andrea Berghofer, Albert Rössler (F&E ADLER), Rektor Tilmann Märk und Dekan Hubert Huppertz begrüßt. (Credit: Universität Innsbruck)

„Mit der Besetzung der von ADLER finanzierten Stiftungsprofessur für Chemieingenieurwesen und Materialprozesstechnik durch Univ.-Prof. Dr. Oliver Strube ist ein weiterer Meilenstein für den Ausbau eines zukunftsweisenden Lehr- und Forschungsgebiets gelegt“, sagte Rektor Tilmann Märk, der sich einmal mehr bei den anwesenden Vertreter*innen der ADLER-Werk Lackfabrik für die Unterstützung bedankte. „Drittmittel sind eine wichtige zusätzliche Säule der Hochschulfinanzierung und die Kooperation mit Unternehmen in der Region ist ganz allgemein von großer Bedeutung.“ Im Austausch zwischen industrieller und universitärer Forschung sieht man auch bei ADLER einen großen Mehrwert, ebenso wichtig ist es den Stiftern, zur Ausbildung potentieller Arbeitskräfte beizutragen und in Kontakt mit diesen zu stehen. „Mit der ADLER Stiftungsprofessur wollen wir einen aktiven Beitrag zu praxisorientierter Forschung und Lehre und zur Ausbildung hochqualifizierter technischer Fachkräfte am Wirtschaftsstandort Tirol leisten. Zusätzlich erhoffen wir uns aus der Zusammenarbeit auch neue Impulse für funktionale, hochwertige und innovative Beschichtungssysteme“, so ADLER Geschäftsführerin Andrea Berghofer.

Pionierarbeit

Der Dekan der Fakultät für Chemie und Pharmazie, Univ.-Prof. Hubert Huppertz, sieht in der Besetzung der Professur einen strategischen Schritt für das im Wintersemester 2019/2020 neu gestartete Masterstudium „Chemieingenieurwissenschaften“ und die Etablierung des kürzlich an der Fakultät neu geschaffenen Instituts für Chemieingenieurwissenschaften. „Mit Oliver Strube ist nun auch das große Gebiet der Reaktionstechnik in Forschung und Lehre verankert. Gemeinsam werden wir hier in den kommenden Jahren massive Pionierarbeit leisten und entsprechende Forschungskompetenz und Infrastruktur aufbauen“, verdeutlichte Huppertz. „Ich freue mich auf die spannenden Herausforderungen und die Chance, mit einer weitblickend agierenden Forschungs- und Entwicklungsabteilung eines international tätigen Industrieunternehmens wie ADLER Lacke zusammenarbeiten zu können“, betonte Univ.-Prof. Oliver Strube. „Forschung und Entwicklung ist eine Erfolgsformel für jeden Industriebetrieb. Dabei sind zwei Aspekte entscheidend: eine gute Basis durch Grundlagenforschung und Menschen mit den richtigen Kompetenzen, um die Zukunft zu meistern. Die Zusammenarbeit von Industrie und Hochschulen ist dabei von essentieller Bedeutung für beide Partner“, sagte Dr. Albert Rössler, Geschäftsleiter Forschung und Entwicklung / CTO der ADLER-Werk Lackfabrik, über die Vorteile der Kooperation.

Zur Person

Oliver Strube studierte Chemie an der Technischen Universität Clausthal und promovierte dort 2011. Im Anschluss forschte und lehrte er an der FH Bielefeld und an der Universität Paderborn, wo er von 2014 bis zu seinem Ruf an die Universität Innsbruck die von ihm gegründete Forschungsgruppe „Biobased & Bioinspired Materials“ leitete. 2020 habilitierte sich Strube im Fach Technische Chemie und Chemische Verfahrenstechnik. Seit Januar 2021 ist er Universitätsprofessor für Chemieingenieurwesen und Materialprozesstechnik an der Universität Innsbruck. Sein wesentlicher Fokus liegt auf der Verknüpfung von bioinspirierten Materialien  und deren technischen Anwendungen. Die einzelnen Themen sind dabei breit angelegt und reichen von funktionellen oder intelligenten Beschichtungen über Faserverbundwerkstoffe, Medizintechnik und Nanomaterialien bis zur Entwicklung neuer Applikationsverfahren.

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