Neue Ar­beits­formen erfor­schen

Homeoffice oder das Arbeiten in kleineren Gruppen sind nicht zuletzt durch Covid-19 gängige Praxis. Diese Arbeitsformen wird die Raiffeisen-Landesbank Tirol AG auch nach dem Bau der neuen Firmenzentrale DAS RAIQA weiterführen. Um diese neuen Arbeitsformen näher zu erforschen, haben Studierende der Vertiefung Personal im Bachelor Wirtschaftswissenschaften die Mitarbeiter*innen befragt.
Raika Gebaeude Personalforschung
Bild: Die RLB Tirol befindet sich in einem Transformationsprozess: Durch einen erforderlichen Neubau des Zentralgebäudes wird die Arbeitswelt von morgen geschaffen. (Credit: Rendering Schnitt, Patricia Bagienski)

Die RLB Tirol befindet sich in einem Transformationsprozess: Durch einen erforderlichen Neubau des Zentralgebäudes wird die Arbeitswelt von morgen geschaffen: Arbeitsplätze werden in Desksharing-Modelle umgewandelt und das flexible Arbeiten im Homeoffice zum Standard, nicht zur Ausnahme. Diese Veränderung bietet sowohl für Mitarbeiter*innen als auch die Unternehmensleitung Chancen, aber auch Risiken. Um den Wechsel auf dieses neue Modell der Arbeitsmischformen bestmöglich für alle Akteur*innen zu gestalten, wurden von Studierenden des Bachelorstudium Wirtschaft in der Vertiefung Angewandte Personalforschung im Rahmen eines Praxis-Semesterprojekts die Auswirkungen der avisierten Arbeitsmischformen auf die Mitarbeiter*innenzufriedenheit und die Kommunikationswege untersucht. Die aktuellen Gegebenheiten, bedingt durch die Restriktionen im Zuge der Covid-Pandemie, boten die Möglichkeit, die Mitarbeiter*innen schon heute zu ihren Erfahrungen zu befragen und Anregungen für eine erfolgreiche Umsetzung des Arbeitsmisch-Konzepts in der Zukunft zu sammeln. Die Studierenden führten dazu qualitative Interviews durch, die sie in weiterer Folge analysierten und auswerteten, um daraus Ergebnisse und Handlungsempfehlungen für die RLB Tirol abzuleiten.

Auf Basis aktueller Literatur zu Open Office und Homeoffice-Konzepten, wie beispielsweise Theorien zu ‚work place attachment‘ oder Einsichten wie ‚the goal should be to get the right people interacting with the right richness at the right times (Bernstein & Waber, 2019) wurden die empirischen Daten im Rahmen einer virtuellen Abschlusspräsentation den Personalverantwortlichen der RLB Tirol sowie ausgewählten Mitarbeiter*innen präsentiert. Das Interesse an den Erkenntnissen und abgeleiteten Handlungsempfehlungen von Seiten der RLB Tirol war sehr groß. Für die Studierenden war es spannend, an einem ‚echten‘ Forschungsprojekt mitzuwirken und die Facetten eines tagesaktuellen Themas sowohl aus wissenschaftlicher als auch praktisch relevanter Sicht zu beleuchten.


Virtuelle Abschlusspräsentation für die RLB Tirol Personalverantwortlichen sowie ausgewählte Mitarbeiter*innen durch die Bachelor Studierenden des Kurses Angewandte Personalforschung. (Screenshot: Martina Kohlberger)

Fazit

Die Praxiskooperation, ermöglicht durch die Offenheit und Flexibilität aller Beteiligten, hat gezeigt, dass auch unter den aktuellen Restriktionen gute Studienergebnisse erzielt werden können und die semi-virtuelle Durchführung des Kurses (die ersten Kurstage konnten noch in Präsenz an der Uni stattfinden) sowohl für die Studierenden als auch Lehrenden eine wertvolle Lernerfahrung war. Auch die Projektleiterin der RLB Tirol, Mag.a Carolin Czermak, zeigt sich zufrieden: „Durch die Forschungsarbeit der Studierenden wurden wir darin bestätigt, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen – die Studierenden haben durch ihre Arbeit aber auch einige neue Impulse und Ideen eingebracht, die wir zeitnah umsetzen werden. Wir sind überzeugt, damit die Arbeitswelt von morgen für unsere Mitarbeiter*innen noch besser gestalten zu können.“

(Martina Kohlberger)

 

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