Martin Koren­jak erhält Lan­des­preis für Wissen­schaft

Vergangenen Montag hat Martin Korenjak den Tiroler Landespreis für Wissen­schaft erhalten. Der Latinist ist Professor am Institut für Sprachen und Literaturen und leitet eine Forschungs­gruppe am Innsbrucker Ludwig-Bolzmann-Institut für Neulateinische Studien.
Wissenschaftspreis des Landes Tirol
Bild: v.l.: Professor Florian Schaffenrath, Kulturlandesrätin Beate Palfrader und Universitätsprofessor Martin Korenjak. (Credit: Land Tirol/Gerzabek)

Überreicht wurde der mit 14.000 Euro dotierte Preis von der Bildungslandesrätin Beate Palfrader. „Es freut mich außerordentlich, dass dieser renommierte Preis heuer an einen Philologen geht“, gratuliert die LRin und merkt an: „Die überaus große Bedeutung der Sprache ist vielen oftmals nicht bewusst. Dabei hat die Sprache Einfluss auf alle Lebens- und Gesellschaftsbereiche. Erst durch sie schaffen wir Realität – umso wichtiger ist es, uns ihrer Rolle für das Handeln bewusst zu werden.“

Der Forschungsschwerpunkt von Martin Korenjak liegt in der Rolle von Latein als lingua franca der Gelehrtenwelt der Renaissance und als wichtigstes sprachliches Medium bei der Herausbildung der modernen (Natur-)Wissenschaften. Er ist seit 2009 Professor am Institut für Sprachen und Literaturen an der Universität Innsbruck. „Mit der nahezu vollständigen Erfassung der vom 16. bis zum 18. Jahrhundert in Tirol erschienenen neulateinischen Literatur leistete er einen wesentlichen Beitrag zur sprachwissenschaftlichen Forschung und erhielt internationale Anerkennung“, drückt auch LRin Palfrader ihre Wertschätzung aus. Bereits im Jahr 2017 erhielt Korenjak einen „Advanced Grant“ vom Europäischen Forschungsrat ERC – diese Förderung wurde zuvor erst einmal an einen Wissenschaftler der Innsbrucker Universität vergeben.

Auch der Tiroler Förderpreis für Wissenschaft wurde verliehen – 4.000 Euro gingen an den Direktor des Ludwig Boltzmann Institutes für Neulateinische Studien Professor Florian Schaffenrath.

 


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