Lach­gas im Fokus: Neuer Mess-Trailer in Gumpenstein

Im Infrastrukturprojekt LTER-CWN („Long-Term Ecosystem Research Infrastructure for Carbon, Water and Nitrogen“), bei dem Uni Innsbruck, BOKU, Umweltbundesamt, BfW und als Projektleitung die Uni Wien mit Unterstützung des Forschungszentrum Jülich zusammenarbeiten, werden die Auswirkungen von extremen Klimaereignissen auf die Umwelt untersucht.
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Bild: Der Forschungstrailer am Forschungsgelände in Gumpenstein. (Credit: Elena Stoll)

Kürzlich ging beim Mess-Projekt LTER-CWN („Long-Term Ecosystem Research Infrastructure for Carbon, Water and Nitrogen“) ein neuer Mess-Trailer in Betrieb – die Messkampagne läuft seit April 2019 und wird Ende Juli beendet. Der neue Trailer ist mobil – eine Besonderheit im LTER-CWN-Projekt, so kann nun der Lachgas-Austausch zwischen Boden und Luft an wechselnden Standorten untersucht werden. Koordiniert wird die Arbeit am Trailer von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU), auch Innsbrucker Forscherinnen und Forscher vom Institut für Ökologie sind beteiligt.

Lachgas ist hoch klimawirksam

Lachgas ist ein hoch klimawirksames Treibhausgas und für die Klimaänderung von wesentlicher Bedeutung. Die N20-Emissionen sind größtenteils vom Menschen verursacht (intensive Landwirtschaft) und steigen stark an. Der Messtrailer ist mit einem technisch anspruchsvollen Laserspektrometer zur Bestimmung der Lachgas(N2O)-Isotopenzusammensetzung ausgestattet, ein Gerät, das weltweit nur sehr selten und normalerweise nur in Laboren eingesetzt wird, da diese Messungen hoch kompliziert sind. Außerdem enthält der Trailer einen weiteren Spektrometer zur Messung von Kohlendioxid, Methan und Wasserdampf. Die Messkampagne findet derzeit bei der ClimGrass-Forschungsanlage zur Klimafolgenforschung in Raumberg-Gumpenstein statt, dort werden steigende Temperaturen und zunehmende atmosphärische CO2-Konzentration im Grünland simuliert.

Zusätzlich zu dem mobilen Messtrailer werden in dem Projekt sechs LTER-CWN-Standorte (ua. im Stubaital) zu hochmodernen, aufeinander abgestimmte Messstandorte der ökologischen Forschung ausgebaut. Die LTER-CWN-Fläche der Uni Innsbruck im Stubaital im Bereich der Kaserstattalm umfasst eine subalpine Mähwiese, eine Weidefläche, eine Almbrache und einen ca. 40-jährigen Jungwald (Aufforstungsfläche, dominiert von Fichte und Lärche). Als einziger alpiner Grasland-Standort kommt der Messstation der Universität Innsbruck im LTER-CWN-Projekt eine besondere Bedeutung zu. LTER-CWN wird von der FFG gefördert und ist auf eine Laufzeit von fünf Jahren (Beginn war am 1. Mai 2017) ausgerichtet.

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