Konferenz: “America through the Small Screen”

Das Institut für Amerikastudien richtete vom 11. bis 13. November 2016 die 43. Jahrestagung der österreichischen Gesellschaft für Amerikastudien (AAAS) aus. Im Fokus standen heuer amerikanische Fernsehserien, ganz dem Titel folgend: „America through the Small Screen: Television and Its Transformations.”
Konferenz: „America through the Small Screen: Television and Its Transformations.”
Bild: Großes Publikumsinteresse bei den Keynote-Vorträgen der Konferenz. (Credit: Roland Thaler)

Der Rektor der Universität Innsbruck, Tilmann Märk, sowie der Dekan der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät, Sebastian Donat, eröffneten die Tagung und drückten dabei besonders ihre Freude darüber aus, dass sich das Institut für Amerikastudien eines so aktuellen und relevanten Themas annahm. Teil der Eröffnungszeremonie war auch die Verleihung des diesjährigen Fulbright-Preises an Leopold Lippert (Universität Salzburg) für dessen Dissertation „Cultural Performance in Transnational American Studies.”

Drei international renommierte Keynote-Sprecherinnen und Sprecher setzten die theoretischen und diachronen Grundpfeiler für den Fokus der Konferenz: Fernsehexperte Christopher Bigsby (University of East Anglia) beleuchtete in seinem Vortrag „America on Television: Television on America“ die sich verändernden Trends in der Fernsehproduktion und -rezeption. Medien- und Filmwissenschaftlerin Diane Negra (University College Dublin) sprach über „Animality, Domesticity and Enterprise in My Cat From Hell” wobei sie die wachsende Beliebtheit erzieherischer Lifestyle-Programme sowie von Tieren im Reality TV untersuchte. Kommunikationsprofessorin Amanda D. Lotz (University of Michigan) referierte zu „Understanding Creative Change: Why the ‘Distinction’ of 21st Century US Television?” Sie führte die Meilensteine der letzten Jahrzehnte im US-amerikanischen Fernsehen auf die sich verändernden industriellen Praktiken und Wettbewerbsnormen zurück.

Insgesamt 50 Sprecherinnen und Sprecher präsentierten ihre Forschung. Dieser hohe Zuspruch demonstriert nicht nur, dass das Konferenzthema in der Tat sehr aktuell ist, sondern führte auch zu einer hohen geographischen Vernetzung zwischen den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der verschiedensten Universitäten und Länder, darunter Österreich, die USA, Großbritannien, Deutschland, Spanien, Griechenland, Italien und Norwegen. Thematisch spannte sich der Bogen von Neuerungen in der Erzählstruktur über feministische Filmtheorie und der Analyse von Charakteren, bis hin zur Rolle des Fernsehpublikums. Besonders erfreulich war es, dass äußerst viele talentierte Jungwissenschaftlerinnen und Jungwissenschaftler die Chance nutzten und ihre Forschung präsentierten und so in einen intensiven Dialog mit ihren Kolleginnen und Kollegen traten.

Neben der wissenschaftlichen Konferenz hielt die Gesellschaft für Amerikastudien auch ihre jährlichen organisatorischen Treffen ab. Thema dort war unter anderem die Aufnahme neuer Mitglieder, die Konferenz nächstes Jahr, sowie die in Kürze erscheinende neue Zeitschrift Journal of the Austrian Association for American Studies (JAAAS).

Abschließend kann man festhalten, dass die Konferenz wirklich eine beeindruckende Anzahl an Amerikanistinnen und Amerikanisten, aber auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler anderer Disziplinen zusammenführen konnte. Besonders erfreulich ist, dass auch zahlreiche Studierende der Universität Innsbruck nicht nur an den Keynotes und Panels teilnahmen, sondern sich auch in den Diskussionen einbrachten. Die Konferenzbesucher lobten zudem neben den interessanten Beiträgen insbesondere die gute Organisation durch Cornelia Klecker und ihr Team sowie die freundliche Atmosphäre während der drei Tage. Als Organisatorinnen könnten wir daher nicht zufriedener mit dem Erfolg der Konferenz sein.

(Roberta Hofer)


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