„GUT essen“: Erstes „Big Picnic“ Science Café

Am 20. Oktober veranstalteten Suzanne Kapelari und Martina Überall das erste von mehreren Science Cafés im Rahmen des Horizon-2020-EU-Projekts „Big Picnic“. Dabei drehte sich alles um das Thema „GUT essen“.
"Big Picnic" Science Café
Bild: Die Organisatorinnen und die Arbeitsgruppe des Instituts für Fachdidaktik der Naturwissenschaften veranstalteten bereits am Vormittag einen Smoothie-Workshop (Credit: Credit: Uni Innsbruck)

Der Spaß am Essen stand beim ersten Workshop mit anschließendem Science Café in der Schauküche der Markthalle im Mittelpunkt. Inhaltlich hat Gudrun Pechtl die Auftaktveranstaltung dieses Projekts gestaltet. Die Kulturwissenschafterin zielt mit ihren Schwerpunkten auf verschiedene Fragen zum Thema Ernährung und Nahrungsmittelsicherheit ab: Was ist „gutes“ Essen? Gifteinsatz, Massentierhaltung oder Regenwaldabholzung machen es nicht immer ganz einfach, den Spaß am Essen zu behalten. Und auch gängige Ernährungstrends sind vielen nicht geheuer: Ist vegan essen der Ausweg? Kann man Bio-Produkte immer mit gutem Gewissen genießen? Und wie heil ist die Welt der Nahrungsmittel in Tirol?

Smoothie-Workshop und Science Café

Bereits am Vormittag fand ein Smoothie-Workshop statt, den die Arbeitsgruppe des Instituts für Fachdidaktik der Naturwissenschaften gestaltet hat. Am Abend fand schließlich das Science Café mit VertreterInnen aus verschiedensten Institutionen, wie beispielsweise der Pädagogischen Hochschule Tirol, der Universität Wien und dem Land Tirol statt. Bei einem kritischen Rundgang durch die Markthalle kauften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer regionale Schmankerl ein. Im Anschluss verarbeiteten sie rote Rüben, Kürbis, Kraut und wertvolles Bio-Fleisch zu leckeren Speisen. Zu Tisch haben sich die TeilnehmerInnen schließlich frei und ungezwungen über „gutes“ Essen ausgetauscht. In Zukunft sind alle Interessierten zu den Science Cafés eingeladen. Ziel ist es, möglichst diverse Meinungen, Sorgen, Ängste und Einstellungen zum Thema Ernährung und Nahrungsmittelsicherheit zu hören und zu diskutieren.

Das Projekt „Big Picnic“

Der Austausch mit der lokalen Bevölkerung ist zentral für das Projekt „Big Picnic“, ganz nach dem Motto: “engaging the public with responsible research and innovation on food security“. 19 Partner aus 13 Ländern, darunter botanische Gärten, Universitäten, internationale NGOs und der Wissenschaftsladen Bonn, beschäftigen sich mit der Frage nach der Zukunft unserer Ernährung und Nahrungsproduktion. Österreich ist in diesem Projekt durch die Universität Innsbruck und den Botanischen Garten der Universität Wien vertreten.

Im Rahmen des „Big Picnic“ finden noch bis Ende 2019 mehrere Ausstellungen, partizipative Events und Science Cafés statt. So startet beispielsweise am 8. November das Agri-Food-Filmfestival. Insgesamt gibt das Projekt den TeilnehmerInnen die Chance, ihre Ansichten mit EntscheidungsträgerInnen zu teilen und verantwortungsvolle Wissenschaft und Innovation zu fördern. Die Organisatorinnen Suzanne Kapelari und Martina Überall vom Institut für Fachdidaktik laden alle Interessierten herzlich dazu ein, an den Veranstaltungen teilzunehmen.

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