Für andere sprechen

Bereits zum dritten Mal fand der Kurs „Community Interpreting“, der von der universitären Weiterbildung angeboten wird, in Innsbruck statt. Mit der maximalen Teilnehmerzahl bei mehr als doppelt so vielen Interessierten erfreute sich der Kurs einer großen Nachfrage. Weitere Kurse und weiterführende Formate sind von den Leiterinnen bereits geplant.
Gruppenbild des Kurses
Bild: Die Teilnehmenden mit Lehrenden sowie den Leiterinnen Elvira Iannone und Kahtarina Redl mit Dekan Sebastian Donat. (Bild: Uni Innsbruck)

Amharisch, Arabisch, Dari, Farsi, Französisch, Kurdisch, Niederländisch, Paschtu, Somali und Türkisch sind die Sprachen, die von den 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Kurses gesprochen werden. Künftig werden die Absolventinnen und Absolventen Menschen, die sich noch nicht genügend auf Deutsch verständigen können, in den unterschiedlichsten Situationen für funktionierende Kommunikation sorgen. Die Professionalisierung für Laiendolmetscherinnen und -dolmetschern im sozialen, medizinischen, psychotherapeutischen und kommunalen Bereich steht dabei für die Leiterinnen Elvira Iannone und Katharina Redl im Zentrum ihrer Lehre. Neben allgemeinen Kenntnissen über das Dolmetschen sollen die Teilnehmenden auf künftige Dolmetscheinsätze vorbereitet werden. „Das Rollenbewusstsein, Abgrenzung, der Umgang mit Konflikten oder diverse Kompensationsstrategien sind für die Dolmetscharbeit mit Klientinnen und Klienten entscheidend“, so die Leiterinnen. Auch das Schärfen des Bewusstseins über eigene Grenzen und Möglichkeiten sei für die Teilnehmenden besonders wichtig. Die neu ausgebildeten Laiendolmetscherinnen und -dolmetscher werden bald in Arbeitsfeldern wie dem Krankenhaus, der Psychotherapie, der Polizei, im Kindergarten beziehungsweise im Hort oder beim Dolmetschen rund um das Asylverfahren zum Einsatz kommen. Das Interesse an weiterer Ausbildung ist von den Teilnehmenden sehr groß. Bei der Verleihung der Abschlusszertifikate bekundete auch Dekan Sebastian Donat sein Interesse an diesem in Österreich einzigartigen Kurs. 250 Euro müssen die Teilnehmenden selbst bezahlen, während der restliche Teil der Kosten vom Land Tirol, der Diakonie, dem Diakonie Flüchtlingsdienst sowie der Stadt Innsbruck getragen wird. Die Kontaktdaten der Absolventinnen und Absolventen des Kurses werden mit Informationen zu denen von ihnen gesprochenen Sprachen auf der Website von Land Tirol und der Stadt Innsbruck veröffentlicht.


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