Fritz-Kohlrausch-Preis für Thomas Monz

Der Quantenphysiker Thomas Monz erhielt gestern in Wien im Rahmen der 66. Jahrestagung der Österreichischen Physikalischen Gesellschaft den Fritz-Kohlrausch-Preis 2016. Diese Auszeichnung wird alle zwei Jahre für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Experimentalphysik vergeben.
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Bild: Experimentalphysiker Thomas Monz (Credit: IQOQI/Knabl)

Für seine Beiträge zur Erforschung der Quanteninformationsverarbeitung wurde Thomas Monz gestern in Wien der Fritz-Kohlrausch-Preis 2016 der Österreichischen Physikalischen Gesellschaft verliehen. Dieser wird alternierend als Ludwig-Boltzmann-Preis für besondere theoretische Leistungen und als Fritz-Kohlrausch-Preis für exzellente Leistungen auf dem Gebiet der Experimentalphysik vergeben. Die mit 2.500 Euro dotierte Auszeichnung wurde dem Tiroler Physiker gemeinsam mit Rinaldo Trotta von der Universität Linz zuerkannt.
Thomas Monz forscht in der Arbeitsgruppe von Rainer Blatt am Institut für Experimentalphysik der Universität Innsbruck und hat in den vergangenen Jahren wesentliche Beiträge zum Bau eines zukünftigen Quantencomputers geleistet. Unter anderem war er federführend an der Realisierung des bis heute größten Quantenregisters aus 14 Quantenbits beteiligt. „Diese Auszeichnung ehrt mich sehr“, sagt Thomas Monz. „Es ist eine weitere Anerkennung für die Leistungen unserer Arbeitsgruppe.“

Zur Person

Thomas Monz aus Reith bei Seefeld hat an der Universität Innsbruck Physik studiert und 2011 promoviert. Er forscht in der Arbeitsgruppe von Experimentalphysiker Rainer Blatt an der Implementierung von Quantenalgorithmen, der Fehlerbestimmung und Fehlerminimierung in Quantensystemen und sowie der Realisierung eines allgemein anwendbaren Quantencomputers. Derzeit arbeitet er als wissenschaftlicher Experte beim britischen Unternehmen M Squared Lasers. Für seine Leistungen wurde Thomas Monz bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 2013 mit dem Wissenschaftspreis der Stadt Innsbruck und 2012 mit dem Kanada-Preis.


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