Erfolg­reiche Nach­­wuchs­­forscher

Im Rahmen des Marie-Skłodowska-Curie-Programms der Europäischen Kommission werden fünf Wissenschaftler der Universität Innsbruck gefördert. Ihre Projekte waren bei der letzten Ausschreibung unter den rund 1.500 geförderten Anträgen, die Erfolgsquote lag insgesamt bei 15 Prozent.
Fulvio Flamini und Denis Höfler
Bild: Der Physiker Fulvio Flamini und der Chemiker Denis Höfler freuen sich über ihre Marie-Skłodowska-Curie-Fellowships. (Credit: Uni Innsbruck)

Im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms Horizon 2020 wird im Marie-Skłodowska-Curie-Programm die Karriereentwicklung von Forschenden durch internationale Mobilität unterstützt. Die Individual Fellowships richten sich an einzelne, erfahrene Forschende mit Ph.D. oder mindestens vier Jahren Forschungserfahrung, die einen Aufenthalt an einer Forschungseinrichtung in einem anderen Land anstreben. Von 9.709 Anträgen im vergangenen Jahr wurden nun rund 1.500 zur Förderung vorgeschlagen. Die Erfolgsquote lag damit bei rund 15 Prozent. Vier der Wissenschaftler wechseln vom Ausland an die Universität Innsbruck: Daniel Woods kommt von der Universität Oxford in die Forschungsgruppe von Rainer Böhme am Institut für Informatik und wird zur Quantifizierung von Cyberrisiken arbeiten. Jeong Ho Han forscht derzeit an der Seoul National University und wird die kommenden zwei Jahr im Labor von Quantenphysiker Rudolf Grimm am Institut für Experimentalphysik arbeiten. Fulvio Flamini arbeitet bereits in der Forschungsgruppe von Hans Jürgen Briegel am Institut für Theoretische Physik. Er wird sich in seinem Projekt mit photonischen Technologien für künstliche Intelligenz beschäftigen. Auch Denis Höfler forscht bereits in der Arbeitsgruppe von Thomas Magauer am Institut für Organische Chemie und wird sich mit der Synthese von speziellen chemischen Verbindungen beschäftigen. Thomas Pomberger hat bisher in der Forschungsgruppe um Jörg Striessnig gearbeitet und erforscht nun an der Duke University die neurowissenschaftlichen Grundlagen des Sprachvermögens.

Über 40 Millionen Euro aus Horizon 2020

In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Innsbruck das Marie-Skłodowska-Curie-Programm für ihre Karrieren genutzt. So war Michael Traugott von 2005 bis 2006 als Marie Curie Fellow an der Cardiff University in Großbritannien, Alexander Kendl kam 2003 über das Programm nach Innsbruck und konnte hier erfolgreich einen START-Preis einwerben. Gleiches gilt für die amerikanische Experimentalphysikerin Tracy Northup, die 2008 an die Uni Innsbruck kam und 2016 den START-Preis erhielt. Der Molekularbiologen Jerome Mertens kam 2017 nach Innsbruck und erhielt 2019 einen ERC Starting Grant. Der Geologe Michael Meyer ging 2008 als Marie Curie Fellow an die University of Wollongong in Australien. „Mit den neuen Projektzusagen haben die WissenschaftlerInnen der Universität Innsbruck nun bereits über 40 Millionen Euro im Rahmen des EU-Förderprogramms Horizon 2020 eingeworben“, freut sich Kurt Habitzel, der Leiter des Projekt-Service-Büros der Uni Innsbruck.

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