Tilmann Märk

Dritte Amtszeit für Rektor Tilmann Märk

Nach einer deutlichen Zustimmung im Senat der Universität Innsbruck hat heute auch der Universitätsrat Tilmann Märk für eine weitere Periode als Rektor bestätigt. Der wiedergewählte Rektor wird seine dritte Amtszeit im Frühjahr 2020 antreten.

Der Vorsitzende des Universitätsrates der Universität Innsbruck, Dr. Werner Ritter, erklärte dazu: „Wir haben in unseren Sitzungen sehr eingehend über eine Weiterbestellung von Tilmann Märk als Rektor diskutiert. In Anbetracht der guten Entwicklung in den vergangenen Jahren und dem vorgelegten Strategieplan für die nächsten Jahre haben wir uns dazu entschieden, Tilmann Märk für eine weitere Amtsperiode zu verlängern und freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit.“ 

Tilmann Märk zeigte sich sehr erfreut über diese Bestätigung: „In der aktuellen Rektoratsperiode konnte ich gemeinsam mit meinem Team wichtige Weichenstellungen für die Zukunft der Universität Innsbruck vornehmen: Dazu zählt insbesondere der sehr gute Abschluss unserer Budgetvereinbarung mit dem Bund für die Jahre 2019-21, die Verabschiedung eines neuen Strategieplans 2019-2024 oder das von der gesamten Universitätsgemeinschaft entwickelte neue Leitbild der Universität. Besonders wichtig war uns auch, das nunmehr beginnende 350-Jahr-Jubiläum nicht nur zu feiern, sondern es insbesondere dazu zu nutzen, die Bedeutung der Universität für die Region und die Wechselwirkung mit der Gesellschaft noch stärker herauszuarbeiten.
Ich freue mich sehr darüber, dass die Mitglieder des Unirates und des Senats diese Arbeit unseres Rektorates gewürdigt haben und danke ihnen für diesen Vertrauensbeweis.

Diese positive Dynamik möchte ich nun in eine weitere Rektoratsperiode 2020-2024 mitnehmen. Das ist sehr wichtig in einer Zeit, in der durch die nunmehrige Einführung der Studienplatzfinanzierung eine sehr transformative Phase für die österreichische Hochschullandschaft eingeläutet wurde. Es ist mir ein großes Anliegen, dass sich die Universität Innsbruck im Rahmen dieser größten Universitätsreform seit 2002 bestmöglich entwickelt – zum Wohle der Mitarbeiter/innen und Studierenden, aber natürlich auch für den Wissenschaftsstandort Tirol insgesamt. Hier werde ich meine Erfahrungen und Kenntnisse einbringen, denn es gibt viel zu tun und es macht mir nach wie vor große Freude, diese wunderbare Universität gemeinsam mit allen Universitätsangehörigen weiterzuentwickeln.“

Für die kommenden Jahre sieht Tilmann Märk folgende Herausforderungen für sich und sein Team: Die transformative Periode, in der sich die österreichische Hochschullandschaft (Einstieg in die Studienplatzfinanzierung, demographischer Wandel, etc.) derzeit befindet, positiv für den Standort zu gestalten, die Position der Universität Innsbruck abzusichern und idealerweise auszubauen und diese Chancen zu nutzen, um die Qualität der Forschung weiter zu erhöhen und bessere Rahmenbedingungen in der Lehre zu schaffen. Dazu zählen auch wichtige bauliche Schritte, wie die Umsetzung des Neubaus am Innrain und ein zu errichtendes Haus der Physik.

Außerdem gilt es, bestehende Netzwerke für qualitätsvolle Kooperationen am Hochschulstandort und darüber hinaus zu vergrößern und den Wissenstransfer in die Gesellschaft sowie Technologietransfer in die Wirtschaft zu verstärken. Ein wesentliches Element ist hier der neu geschaffene Forschungsschwerpunkt „Digitalisierung“. Die Universität richtet dafür gerade 14 Nachwuchsprofessuren ein, die sich quer über alle Fachrichtungen mit dem Thema Digitalisierung beschäftigen werden. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Fachbereichen werden gemeinsam im neugegründeten Digital Science Center Innsbruck zusammenarbeiten und neue Ansätze und Lösungen für das wissenschaftliche Arbeiten im digitalen Zeitalter erforschen. „Wir wollen also weiterhin ein starker Partner für die Menschen und die Unternehmen in Tirol sein“, betont Rektor Märk.

Zum Verfahren

Im Dezember vergangenen Jahres hatte Rektor Tilmann Märk Senat und Universitätsrat der Uni Innsbruck darüber informiert, dass er für eine weitere Amtszeit als Rektor zur Verfügung stünde. Möglich ist diese Wiederbestellung ohne neuerliche öffentliche Ausschreibung durch einen Passus im Universitätsgesetz, der bei qualifizierter Mehrheit in Uni-Rat und Senat ein verkürztes Verfahren zur Rektorsbestellung vorsieht (§ 23b Abs. 1 UG 2002). Der Senat stimmte einer Wiederbestellung von Rektor Märk am Donnerstag vergangener Woche zu, der Universitätsrat heute; für die Zustimmung waren jeweils eine Zweidrittelmehrheit in Universitätsrat und Senat notwendig.

Zur Person

Tilmann Märk wurde 1944 in Seefeld in Tirol geboren. Nach der Matura in Innsbruck studierte er Physik an der Universität Innsbruck, sein Doktorat in Experimentalphysik erlangte er 1968, die Habilitation folgte 1976. Nach einer erfolgreichen wissenschaftlichen Karriere im In- und Ausland und umfassendem Engagement auch in der universitären Selbstverwaltung – unter anderem als Vorstand des Instituts für Ionenphysik von 1993 bis 2005 – wurde Tilmann Märk 2003 zuerst unter Rektor Manfried Gantner, ab 2007 unter Rektor Karlheinz Töchterle Vizerektor für Forschung. Nach dessen Angelobung zum Wissenschaftsminister leitete Märk die Universität Innsbruck zuerst geschäftsführend, im Dezember 2011 wurde er dann zum Rektor gewählt und im Februar 2015 bereits einmal verlängert. Tilmann Märk ist Träger zweier Ehrendoktorate, einer Vielzahl wissenschaftlicher Auszeichnungen, Mitglied in diversen nationalen und internationalen Fachgesellschaften sowie verschiedener Herausgeber-Boards von wissenschaftlichen Fachzeitschriften. Außerdem wurde ihm das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich und das Ehrenzeichen des Landes Tirol verliehen.

News aktuell – die neuesten Beiträge

weitere Beiträge

Nach oben scrollen