Die Stadt über der Stadt

Studierende der Architekturfakultät haben in diesem Semester Konzepte für eine Verdichtung im Innsbrucker Stadtteil Rossau entwickelt. Die Ergebnisse dieses Projekts des Instituts für Städtebau und Raumplanung werden derzeit in der Stadtbibliothek Innsbruck ausgestellt.
Ausstellungseröffnung City above City
Bild: Die BesucherInnen zeigten sich begeistert von den studentischen Arbeiten. (Credit: Uni Innsbruck)

Auf der ganzen Welt gibt e seine starke Tendenz zur Landflucht. Menschen ziehen in die Städte oder in deren Nähe. In deren Nähe deshalb, weil sie die städtischen Infrastrukturen und Atmosphären nutzen wollen, aber gleichzeitig ihr Häuschen mit Garten in der Natur haben wollen. Dadurch kommt es zu einer Zersiedelung im Umfeld der Städte, teilweise wachsen Städte sogar zusammen. Dies führt zu einem gewaltigen Landschaftsverbrauch, bringt hohes Verkehrsaufkommen mit sich und führt zur Entstehung von Wohnghettos. Auch Innsbruck erlebt diesen Zuzug. In den Alpen gelegen, ist hier der Siedlungsraum beschränkt. „Um einem weiteren Landschaftsverbrauch zu verhindern, müssen Verdichtungsmaßnahmen stattfinden“, sagt Maria Schneider, die das Projekt „City above City - Rossau“ gemeinsam mit Johanna Moosmann und Ulla Hell betreut hat. „Wir stellten den Studierenden daher die Aufgabe, die Rossau zu verdichten.“ Der Stadtteil Rossau hat sich seit den 1960er-Jahren zu einem reinen Gewerbegebiet entwickelt, ein Ghetto der anderen Art. Die Studierenden sollten eine Stadt über der Stadt bzw. dem Gewerbegebiet entwickeln. Diese sollte mit dem Gewerbegebiet und dem öffentlichen Raum verknüpft, zu einer Einheit und zu einem grünen Stadtviertel unter optimalen sozialräumlichen und ökologischen Aspekten für alle werden. Die studentischen Arbeiten können nun bis 24. Jänner im Raum für Stadtentwicklung der Stadtbibliothek Innsbruck besichtigt werden.

[Studienlink]

Vizerektor Bernhard Fügenschuh zeigte sich bei der Eröffnung am Montagabend begeistert von diesem Projekt. „Hier treffen anspruchsvolle Fragestellungen auf Kreativität“, sagte Fügenschuh und betonte, dass die Ergebnisse unglaubliches Potential auch für anderen Regionen haben. Auch der Leiter der Innsbrucker Stadtplanung, Wolfgang Andexlinger, zeigte sich erfreut über die Arbeiten: „Dieser Blick von außen, der studentische Blick, ist für uns als Stadtplanung sehr wichtig.“

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