Deutsch lehren lernen

Deutsch zu sprechen und Deutsch zu unterrichten ist nicht dasselbe. Auch der selbstverständliche Gebrauch der Muttersprache befähigt noch nicht zu einem qualitativen Sprachunterricht. Im Rahmen der universitären Weiterbildung lernen Interessierte, Deutsch als Fremd- bzw. Zweitsprache zu vermitteln.
Gruppenbild DaF/DaZ
Bild: Die Teilnehmenden mit den Lehrenden des DaF/DaZ-Lehrgangs. (Credit: Uni Innsbruck)

Anfang Mai haben 20 Teilnehmende den Universitätslehrgang Deutsch als Fremd- und Zweitsprache (kurz DaF/DaZ) erfolgreich abgeschlossen.

Die Beherrschung der Sprache eines Landes trägt maßgeblich zur Integration von Menschen in die Gesellschaft bei. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es guten Unterricht. Bereits im Lehrberuf Tätige und Neueinsteiger erwerben im Universitätslehrgang DaF/DaZ, einem Weiterbildungsangebot der Universität Innsbruck, entsprechende Kompetenzen der Sprachvermittlung. Bereits zum vierten Mal schlossen Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Universitätslehrgang „Deutsch als Fremdsprache/Deutsch als Zweitsprache“ erfolgreich ab.

Das überreichte Zeugnis und der Grad einer akademischen Expertin oder eines akademischen Experten zeigt, dass die Absolventinnen und Absolventen mit den Standards eines kompetenzorientierten Sprachunterrichts vertraut sind und dass sie die didaktische Grundorientierung für zeitgemäßen Zweit- oder Fremdsprachenunterricht erworben haben. „Die Studierenden sind auch darauf sensibilisiert, dass Sprachunterricht und Spracherwerb nie im politischen oder soziokulturellen Niemandsland stattfinden“, betont Wolfgang Hackl, Leiter des Lehrgangs. Die Kenntnis von einschlägigen Lehrmaterialien sowie ein versierter Umgang mit neuen Medien sind ebenso Gegenstand des Lehrgangs, um einen zeitgemäßen Unterricht zu ermöglichen. „Die Befähigung zur Umsetzung einer kommunikativen Sprachdidaktik ist eines der Ziele im Universitätslehrgang. Weiters soll den Studierenden der Zusammenhang von soziokulturellem Wissen und Spracherwerb vermittelt werden. Kulturelle Vielfalt darf für die Teilnehmenden keine Bedrohung, sondern soll, auch wegen ihres Konfliktpotentials, eine spannende Herausforderung sein. Damit wird deutlich, dass der Topos ‚Integration ist keine Einbahnstraße’ keine bloße Floskel ist“, so Hackl. Der Universitätslehrgang „DaF/DaZ“ verbindet in idealer Weise wissenschaftliche Erkenntnisse mit einem praktischen Anwendungsfeld. „Die Wichtigkeit der deutschen Sprache für die Teilhabe am öffentlichen Leben oder in Bildungseinrichtungen ist unbestritten“, schließt Hackl und wünscht allen Erfolg in ihrer Funktion als Lehrende für Deutsch als Fremdsprache/Deutsch als Zweitsprache.

Weiterführend können Absolventinnen und Absolventen des Grundlehrgangs DaF/DaZ auch ein einschlägiges Masterstudium belegen. 


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