Der grüne Supercomputer

Der von mehreren Universitäten gemeinsam genutzte Vienna Scientific Cluster (VSC) wurde mit dem österreichischen Nachhaltigkeitspreis 2016 ausgezeichnet. Mit der Auszeichnung werden Initiativen an Hochschulen vor den Vorhang geholt, die einen bewussten Umgang mit Umwelt und Ressourcen sowie soziale Gerechtigkeit anstreben.
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Bild: Sustainability Award 2016

Hochleistungsrechner sind heute ein unverzichtbares Werkzeug für die wissenschaftliche Forschung. Allerdings braucht große Rechenpower auch viel Energie. Der Vienna Scientific Cluster (VSC) wird von mehreren österreichischen Universitäten, darunter die Universität Innsbruck, genutzt. Bei Planung und Bau wurde ganz besonders auf Energieeffizienz geachtet: Anstatt die Wärme der Prozessoren durch die übliche Ventilatorkühlung abzuführen, wurden die Motherboards des VSC3 in Ölwannen getaucht. Dadurch erspart man sich eine aufwändige Klimaanlage im Rechnerraum und spart Strom.

Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft initiierten den Sustainability Award 2007 als Projekt im Rahmen der UN-Dekade zur Bildung für nachhaltige Entwicklung. Der Preis wurde erstmals 2008 und seither alle zwei Jahre vergeben. Die Jury besteht aus Gabriele Eschig (Österreichische UNESCO-Kommission), Franz Fischler (Europäisches Forum Alpbach), Bettina Leidl (Kunst Haus Wien), Gerd Michelsen (UNESCO Chair „Higher Education for Sustainable Development“, Universität Lüneburg), Klaus Taschwer (Der Standard, Wissenschaftsredaktion) und Gabriele Zuna-Kratky (Technisches Museum Wien).


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