CLOUD: Schule trifft Wissen­schaft

Von 5. bis 9. Februar fanden sich zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt an der Uni Innsbruck ein, um sich über aktuelle Forschungsergebnisse im Rahmen des internationalen Großexperiments CLOUD am CERN auszutauschen. Besonderheit dieses Treffens: 10 Schülerinnen und Schüler aus Salzburg waren ebenfalls eingeladen.
10 Schülerinnen und Schüler des BORG Mittersill und des BG/BRG Zell am See
Bild: 10 Schülerinnen und Schüler des BORG Mittersill und des BG/BRG Zell am See schnupperten in Innsbruck Uniluft. (Credit: Universität Innsbruck)

Seit 2009 erforscht ein internationales Forschungsteam beim Großexperiment CLOUD am europäischen Kernforschungszentrum CERN bei Genf die molekularen Mechanismen der Neubildung von Partikeln aus atmosphärischen Gasen. Im CLOUD-Experiment werden Wasserdampf, Schwefeldioxid, Ammoniak, Amine und organische Spurengase in unterschiedlichen Konzentrationen in eine hochreine Kammer eingeleitet und die Bedingungen in der heutigen als auch in der vorindustriellen Atmosphäre realistisch nachgebildet. Die aktuellen Ergebnisse aus den verschiedenen Arbeitsgruppen standen nun Anfang Februar im Mittelpunkt der fünftägigen Veranstaltung „CLOUD12 Data Workshop“ im Kaiser-Leopold-Saal an der Theologischen Fakultät. Mehr als 50 Forscherinnen und Forscher informierten sich in mehr als 30 Vorträgen über neueste Erkenntnisse und künftige Forschungsfragen.

Champions zu Besuch

Ebenfalls teilgenommen haben 10 Schülerinnen und Schüler des BORG Mittersill und des BG/BRG Zell am See. Sie sind Teil des Sparkling Science-Projekts CHAMPIONS. Die Teilnahme an zwei Tagen der Konferenz ermöglichte ihnen erstmals die „wissenschaftliche Luft“ bei einer Konferenz zu schnuppern und in direkten Austausch mit renommierten internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu treten. Die Thematik des vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung geförderten Projekts umfasst Themenbereiche, die auch Grundlagen der Arbeit im CLOUD-Experiment sind. Das von Prof. Armin Hansel vom Institut für Ionenphysik und Angewandte Physik geleitete Projekt verfolgt das Ziel, gemeinsam mit den Schülerinnen und Schüler die chemischen Abwehrmechanismen der Pflanzen auf die zunehmende oxidative Belastung vor allem durch Ozon im Detail zu untersuchen. Die Schülerinnen und Schüler aus Salzburg zeigten sich begeistert von der Möglichkeit, in die akademische Welt einzutauchen.

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