„C’est piano, no?“ – Besuch des Haydn Orches­ters Bozen

Am 14. November fand im Rahmen der Lehrveranstaltung „Mit Worten und Tönen, mit Händen und Füßen: der Dirigent in der Orchesterprobe. Transkribieren, analysieren, interpretieren“ eine Exkursion nach Bozen statt, bei der Studierende die Möglichkeit hatten, eine Orchesterprobe des Haydn Orchesters Bozen zu hören und zu sehen.
Die Exkursionsgruppe im Auditorium Bozen
Bild: Die Exkursionsgruppe im Auditorium Bozen. (Credit: Monika Messner)

Der Dirigent/die Dirigentin mit seinen Instruktionen, Erklärungen, Evaluationen und Korrekturen, die er/sie sowohl verbal als auch nonverbal in der Orchesterprobe anbringt, stehen im Mittelpunkt der von Monika Messner vom Institut für Romanistik geleiteten Lehrveranstaltung. Im Vorfeld der Exkursion beschäftigten sich die Studierenden bereits intensiv mit dem Ablauf einer Orchesterprobe, der Rolle des/der Dirigierenden in der Probe, sowie den sprachlichen Besonderheiten und den gestischen Mitteln, die der Dirigent/die Dirigentin anwendet, um den MusikerInnen seine/ihre Vorstellung des musikalischen Werks zu vermitteln. Dank der Bereitschaft des Haydn Orchesters Bozen und vor allem der Unterstützung durch die Direktorin Valeria Told war es möglich, eine Orchesterprobe mit all ihren Facetten auch hautnah mitzuerleben. Die Exkursionsgruppe wurde sehr herzlich von den OrchestermusikerInnen und dem Gastdirigenten Christian Arming aufgenommen. Die Studierenden hatten zudem die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit einigen MusikerInnen über die Probe zu sprechen. Die Live-Situation gestattete es, direkt in das Geschehen einzutauchen, Neues und teilweise auch Überraschendes zu sehen/hören, und Details wahrzunehmen, die die Interaktion zwischen Dirigierendem und MusikerInnen formen und prägen. 

Teil der Exkursion war außerdem ein Vortrag von Daniela Veronesi an der Freien Universität Bozen, die ihre Forschung zu Korrekturen und Reparaturen des/der Dirigierenden in Ensemble-Workshops präsentierte und auch einen Einblick in sowie eine Arbeit an ihrem Videodatenmaterial ermöglichte.

Alles in allem war es eine sehr gelungene Exkursion, nicht zuletzt dank der Unterstützung der oben erwähnten Verantwortlichen, denen abschließend mit großem Nachdruck gedankt sei!

(Monika Messner)


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