Buch­präsen­tation zu anti­ken Vasen

Im Archäologischen Universitätsmuseum konnte kürzlich der erste Band zu den antiken Vasen der Sammlung im Rahmen der Jahrestagung des Österreichischen Corpus Vasorum Antiquorum-Arbeitskreises der Öffentlichkeit präsentiert werden.
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Bild: Univ.-Prof. Dr. Ulrike Tanzer (Vizerektorin für Foschung), assoz.-Prof. Mag. Dr. Florian Müller (Archäologisches Universitätsmuseum Innsbruck), Dr. Gertrud Nachbaur (Institut für Archäologien), Dr. Claudia Lang-Auinger (Institut für Kulturgeschichte der Antike der Österreichischen Akademie der Wissenschaften). (Credit: Jörg Moser)

Kürzlich wurde im Archäologischen Universitätsmuseum im ATRIUM-Zentrum für Alte Kulturen vor zahlreichen Besucherinnen und Besuchern der ersten von Dr. Getrud Nachbaur verfasste Band des Corpus Vasorum Antiquorum mit antiken Vasen in Innsbruck vorgestellt. 

Das Projekt „Corpus Vasorum Antiquorum (CVA)“

Beim Corpus Vasorum Antiquorum (CVA) handelt es sich um ein internationales Forschungsprojekt der Union Académique Internationale in Brüssel zur Erforschung und Publikation antiker Keramik.  Ziel dabei ist es antike Keramik nach einheitlichen Richtlinien in genormter Art und Weise in einem Corpus gesammelt zu veröffentlichen und somit eine solide Grundlage für weitere Forschungen zu bilden. Bis heute sind so weit über 100.000 Stücke aus 28 Ländern und mehr als 150 Sammlungen in knapp 400 Einzelbänden beschrieben worden. In Österreich, das bereits 1935 dem Projekt beigetreten ist, liegt die Verantwortung für die Herausgabe an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und dort sind bislang acht CVA–Bände erschienen, sieben behandeln Wien, einer Graz.
Im Rahmen von zwei vom Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) und dem Tiroler Wissenschaftsfonds (TWF) finanzierten Projekten „Griechische Vasen in Innsbruck I und II“ erfolgte nun auch die wissenschaftliche Bearbeitung von Beständen aus der Originalsammlung des Archäologischen Universitätsmuseums, dem Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum sowie aus vier Privatsammlungen.

Buchpräsentation des ersten Corpus Vasorum Antiquorum-Bandes zu Innsbruck

Im Rahmen einer Buchpräsentation im Archäologischen Universitätsmuseum konnte nun kürzlich der erste von Dr. Gertrud Nachbaur verfasste Band des CVA-Innsbruck präsentiert werden, der die Attisch Rotfigurige Keramik des ausgehenden 6. und des 5. Jahrhunderts v. Chr. zum Inhalt hat.
Nach Grußworten von Univ.-Prof. Dr. Ulrike Tanzer, der Vizerektorin für Forschung der Leopold-Franzens-Universität, übernahm er Leiter des Archäologischen Universitätsmuseums, assoz.-Prof. Mag. Dr. Florian M. Müller, die eigentliche Vorstellung des neuen Bandes sowie die Dankesworte an Förderer und Unterstützer der neuen Publikation. Den Abschluss des Abends bildete ein von Priv.-Doz. Mag. Dr. Elisabeth Trinkl, vom Institut für Antike/Fachbereich Archäologie der Karl-Franzens-Universität Graz gehaltener Festvortrag zum Thema „Charinos epoiesen - Die Töpfer der attischen Kopfgefäße und ihre Produktionen“.
Die unter Einhaltung strenger Covid19-Sicherheitsvorkehrungen und Hygienevorschriften durchgeführte Veranstaltung konnte aufgrund der Sitzplatzvorgaben nur von einer klar begrenzten Anzahl von angemeldeten Personen besucht werden. Trotz allem war das Forum des ATRIUM-Zentrum für Alte Kulturen bis auf den letzten gestatteten Sitzplatz gefüllt, eine Reihe von Interessentinnen und Interessenten musste bedauerlicherweise im Vorfeld abgewiesen werden.

13. Tagung des Österreichischen Corpus Vasorum Antiquorum-Arbeitskreises

Die Buchpräsentation selbst fand im Rahmen der 13. Tagung des Österreichischen „Corpus Vasorum Antiquorum“-Arbeitskreises statt, die heuer in Kooperation des Archäologischen Universitätsmuseums Innsbruck sowie der Leiterin des Arbeitskreises Dr. Claudia Lang-Auinger vom Institut für Kulturgeschichte der Antike der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im ATRIUM-Zentrum für Alte Kulturen abgehalten wurden. Fachvertreterinnen und Fachvertreter, die zu antiken Vasen forschen, fanden sich aus Österreich, Deutschland, Tschechien und Ungarn ein um den ganzen Tag über Aspekte antiker Keramik zu diskutieren sowie in öffentlichen Vorträgen zu präsentieren.

 (Florian M. Müller)

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