Bootcamp Data Science Tirol

Das Bootcamp Data Science Tirol ist einzigartig in Westösterreich und das bisher einzige Bootcamp, das von einer österreichischen Universität geleitet wird. Wissenschaftliches Know-how wird direkt in die Praxis transferiert und den 12 beteiligten Unternehmen durch ihre 16 teilnehmenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zugänglich gemacht.
Digital Pro Bootcamp
Bild: Das Bootcamp Data Science Tirol wird erstmals angeboten. (Credit: Tobias Hell)

Daten sind ein kostbares Gut und werden in großen Mengen nicht nur von Unternehmen gesammelt. Diese dann aber aufzubereiten, zu analysieren und zu visualisieren ist eine komplexe Aufgabe, die von Spezialistinnen und Spezialisten, den Data Scientists, übernommen wird. Allerdings fehlen derzeit in den EU-Ländern rund 770.000 Expertinnen und Experten in diesem Bereich. Nachvollziehbar ist daher, dass unter anderem deshalb das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) mit dem Format „Digital Pro Bootcamps“, abgewickelt von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), neue Akzente in der Aus- und Weiterbildung im IT-Sektor setzt. Grund genug für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Uni Innsbruck, ihre Kompetenzen zu bündeln, und eine Weiterbildung in Form eines Digital Pro Bootcamps anzubieten. „Wir gehen konkret mit einer Problemstellung in das Projekt hinein. Ich hätte aber von uns aus das ganze Bootcamp besetzen können, das Interesse unserer Mitarbeiter war sehr groß“, sagte Gerhard Kreutmayr, CIO des beteiligten Tiroler Holzkonzerns EGGER, beim Pressefrühstück am 7. November 2019 gemeinsam mit der zuständigen Bundesministerin Elisabeth Udolf-Strobl. Mit den gewonnenen Erkenntnissen sind die neu Ausgebildeten in der Lage, aus den Daten Informationen zu extrahieren und Vorhersagen zu treffen. Mit dieser Fähigkeit sind sie maßgeblich an der strategischen Gestaltung des Unternehmens beteiligt. Eine Ausbildung dieser Art ist in vielerlei Hinsicht die erste an der Uni Innsbruck und trifft die vielfältigen Bedürfnisse des Arbeitsmarktes. „Die Anforderungen an zukünftige Data Scientists sind sehr hoch. Besonders wichtig ist es, Problemstellungen richtig zu erfassen. Um ein Data-Science-Projekt umzusetzen, sind die Teilnehmenden gefordert, das erworbene Know-how in Data Science mit branchenspezifischem Wissen unmittelbar zu verbinden. Man kann heute als Data Scientist erst erfolgreich sein, wenn man bereit ist, sich in die Materie des zu lösenden Problems zu vertiefen“, sagt Tobias Hell als Leiter des Bootcamps. „Die Bootcamps sind höchst standortrelevant, denn wir steuern damit dem Fachkräftemangel entgegen. Wir nutzen das vorhandene Wissen in den Betrieben, bauen neue Kenntnisse auf und erhöhen damit die Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, betont Bundesministerin Udolf-Strobl. Neben dem Bootcamp „Data Science Tirol“ wurden von der FFG noch drei weitere Bootcamps gefördert. Ihnen stehen insgesamt 1,7 Millionen Euro zur Verfügung.

Digitale Kompetenzen für Tirol

Durch die Bootcamps bekommen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter österreichischer Unternehmen durch intensive, spezialisierte Qualifizierungsmaßnahmen schnell, praxisnah und dialogorientiert fundierte IT-Kenntnisse vermittelt. Dieses Know-how können sie dann direkt im Unternehmen in die Tat umsetzen und so betriebliche Digitalisierungsprojekte realisieren. Die Teilnehmenden des „Digital Pro Bootcamps“ bringen ein individuelles Unternehmensprojekt mit, anhand dessen sie zielgerichtet ausgebildet werden und das einen immensen Erfahrungswert für alle Teilnehmenden darstellt. Ein alpines Rahmenprogramm rundet das Bootcamp ab und fördert nicht nur das unternehmerische Denken, sondern unterstützt auch die Kommunikationsstärke der Teilnehmenden und führt zu einer nachhaltigen Netzwerkbildung zwischen allen beteiligten Partnern. Die im Bootcamp Data Science Tirol beteiligten Unternehmen stammen aus unterschiedlichen Branchen und sind ein ausgewogener Mix aus Dienstleistungs- und Produktionsunternehmen. Damit wird den Teilnehmenden nicht nur relevantes Data-Science-Wissen vermittelt, sondern auch eine Plattform zum Austausch mit Kolleginnen und Kollegen und somit anderen Unternehmen geboten. „Die Branchenvielfalt der Unternehmen reicht von IT, Holz, Keramik, Lichtdesign, Photovoltaik bis hin zur Herstellung von Medaillen. Auch die unterschiedlichen Unternehmensgrößen zeigen, welch zentrale Bedeutung der Wissenserwerb in Data Science für alle Unternehmen hat“, so Elisabeth Thompson von der Koordinationsstelle für universitäre Weiterbildung. Im gemeinsamen Austausch profitieren nicht nur die Unternehmen, sondern auch die involvierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Beteiligte Unternehmen

  • AT Solution Partner GmbH
  • Bartenbach GmbH
  • Bionorica research GmbH
  • Catalysts GmbH
  • Swarovski KG
  • FRITZ EGGER GmbH & Co. OG
  • ITH icoserve technology for healthcare GmbH
  • Lindner Traktorenwerk GmbH
  • Pichl Medaillen GmbH
  • RateBoard GmbH
  • Sunplugged GmbH
  • World-Direct eBusiness Solutions GmbH

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