Auszeich­nung für ex­zellente Lehre

Mit dem Lehreplus!-Preis würdigt die Universität Innsbruck alle zwei Jahre besondere Leistungen in der Hochschullehre. Fünf Projekte wurden bei der bereits fünften Verleihung des Preises am 10. November in der Aula ausgezeichnet, zwei davon im Bereich E-Learning.
Die Preisträgerinnen und Preisträger des Lehreplus!-Preis 2016 mit Vizerektor Bernhard Fügenschuh
Bild: Vizerektor Bernhard Fügenschuh mit den diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträgern Birgit Pitscheider, Sandra Heinsch-Kuntner, Kathrin Treutinger, Kathrin Oberhofer, Leonhard Dobusch und Walter Kuntner (v.l.). (Credit: Universität Innsbruck)

Mit dem seit 2008 bestehenden Preis „Lehreplus!“ honoriert der Vizerektor für Lehre und Studierende herausragende Initiativen im Rahmen des regulären Lehrbetriebs. Auch wenn die Rahmenbedingungen aufgrund steigender Studierendenzahlen und knapper werdender Ressourcen nicht immer einfach sind: Qualität in der Lehre ist der Universität Innsbruck ein besonderes Anliegen. Viele Lehrende überzeugen durch ihr überdurchschnittliches Engagement, ihre Begeisterung und ihren innovativen Lehrmethoden neben Kolleginnen und Kollegen auch die Universitätsleitung und allen voran ihre Studierenden. „Das außergewöhnliche Engagement unserer Lehrenden ist ein Garant für die hohe Qualität unserer Ausbildung. Mit diesem Preis möchten wir uns bedanken und die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit ihren innovativen Lehrideen vor den Vorhang holen“, betonte Vizerektor Bernhard Fügenschuh in seinen eröffnenden Worten des Festaktes in der Aula der Uni Innsbruck.
Als Gastvortragender konnte Prof. Heribert Nacken von der RWTH Aachen für den Festakt gewonnen werden. Nacken ist an der dortigen Universität Rektoratsbeauftragter für Blended Learning und Exploratory Teaching Space sowie Inhaber des UNESCO Lehrstuhls für Hydrologischen Wandel. In seinem Vortrag mit dem Titel „Lehre in Zeiten der Digital Natives: Was kommt da noch alles auf uns zu?“ referierte Heribert Nacken über die Chancen und Herausforderungen der Hochschullehre in einer digitalisierten Welt. „Junge Menschen, die heute an die Uni kommen, sind häufig zwar medienaffin, aber leider kaum medienkompetent. Da müssen Universitäten ansetzen“, gab Nacken zu bedenken. Die RTWH Aachen ist einer der Gewinner des Strategiewettbewerbs „Hochschulbildung und Digitalisierung“ in Deutschland.
17 Teams und Einzelpersonen wurden in diesem Jahr von Vertreterinnen und Vertretern der Studierenden und Fakultäten nominiert, allen gemeinsam ist, dass sie erfolgreiche und nachahmenswerte Lehrformate entwickelten und auch praktisch zum Einsatz brachten. Bernhard Fügenschuh überreichte im Rahmen eines Festaktes in der gut besuchten Aula die Auszeichnung in der Höhe von jeweils 1000 Euro an die Preisträgerinnen und Preisträger Prof. Leonhard Dobusch (Institut für Organisation und Lernen), Birgit Pitscheider, MA Msc (Institut für Organisation und Lernen) und Kathrin Treutinger, MSc (Institut für Strategisches Management, Marketing und Tourismus) von der Fakultät für Betriebswirtschaft; an das Team Dr. Sandra Heinisch-Kuntner und Dr. Walter Kuntner vom Institut für Alte Geschichte und Altorientalistik sowie an Dr. Kathrin Oberhofer (Institut für Anglistik).

Die Preisträgerinnen und Preisträger

Leonhard Dobusch erhielt den Lehreplus!-Preis in der Kategorie „E-Learning“ für seine Lehrveranstaltung „Open Organizations and Organizational Openness“. Die Inhalte der LV sind vollständig online zugänglich, als Lernplattform diente ein „Wiki“. Bemerkenswert ist die Konsistenz zwischen Inhalt und Methodik: Das Leitthema „Offenheit“ wird durch die Nutzung eines offen im Web zugänglichen Wikis für die Studierenden auch praktisch erlebbar gemacht.

Sandra Heinisch-Kuntner und Walter Kuntner leiten seit dem Jahr 2004 die „Archäologische Schule im Orient“. Die Studierenden erlernen alle Phasen einer wissenschaftlichen Ausgrabung in klar strukturierter, auf den bereits erworbenen Kompetenzen aufbauender Form. Sie sind dabei von Beginn an in die Forschung eingebunden, erwerben zahlreiche Schlüsselkompetenzen, stellen sich realen Bedingungen und Herausforderungen in den Grabungsländern und erfahren dabei professionelle und herzliche Unterstützung.

Kathrin Oberhofer erhielt die Lehreplus!-Auszeichnungen für ihre Lehrveranstaltung „Reading/Writing IV“. Trotz des von den Studierenden als überdurchschnittlich hoch beschriebenen Arbeitspensums sind die Lehrveranstaltungsteilnehmerinnen und –teilnehmer begeistert. Der Kurs verbesserte die schriftlichen Kompetenzen der Studierenden sprungartig und förderte die aktive und passive Feedbackkompetenz.

Birgit Pitscheider wurde für die Vorlesung „Mediendidaktische Aspekte des E-Learnings“ und den Kurs „Wirtschaftsenglisch 2“ in der Kategorie „E-Learning“ ausgezeichnet. Pitscheider lebt ihren Studierenden vor, wie Neue Medien sinnvoll in der Lehre eingesetzt werden können. Die Vielfalt der gewählten Methoden (Abstimmungstools, Screencasts, Videoinputs, Aufgaben in OLAT, flipped classroom, etc.) ermöglicht die jeweils punktgenaue Unterstützung ihrer Lehre und schult die Studierenden je nach Vorwissen im kompetenten Medieneinsatz.

Kathrin Treutinger verbindet in ihrer Lehrveranstaltung „PhD Entrepreneurship“ Kurs Theorie und Praxis hervorragend, da sie selbst als Unternehmerin tätig ist. Die nachhaltige Unterstützung der Studierenden bei der Entwicklung von Geschäftsideen und das Ermöglichen von wertvollen Kontakten für deren Umsetzung entspricht außerdem dem in der Leistungsvereinbarung verankerten Vorhaben „Entrepreneurial Campus Universität Innsbruck“.

Nominiert wurden die Preisträgerinnen und Preisträger von Vertreterinnen und Vertretern der Studierenden und der Fakultäten in folgenden Kategorien: Professionalität, Begeisterung, Engagement; Praxisnähe, Forschungsbezug, Medieneinsatz; Innovation, Weiterentwicklung der Lehre; Verbesserung der Ausbildungsqualität; Förderung der Fertigkeiten und Schlüsselqualifikationen der Studierenden; Besondere Herausforderungen; Engagement für gute Lehre und Prüfungen.

 

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