Austria's Next Top­modellers

Zum fünften Mal war Anfang März das Universitätszentrum Obergurgl Sammelpunkt für Doktorandinnen und Doktoranden aus vier Fakultäten zum wissenschaftlichen und sozialen Austausch mit Betreuerinnen und Betreuern, sowie assoziierten Postdocs. Wertvolle Impulse kamen dabei auch von den Mitgliedern des externen Scientific Advisory Boards.
Computational Interdisciplinary Modelling
Bild: Austria‘s Next Topmodellers: Die 20 Doktorandinnen und Doktoranden des DK „Computational Interdisciplinary Modelling“ zusammen mit dem Scientific Advisory Board und Betreuern auf Winterschule im Universitätszentrum Obergurgl. (Credit: (Credit: Uni Innsbruck))

Computersimulationen sind heute ein unverzichtbares Werkzeug für das Verständnis von komplexen Zusammenhängen in vielen Bereichen von Naturwissenschaft und Technik. Um sicher zu stellen, dass das Ergebnis solcher oft aufwändiger Simulationen auch mit der wirklichen Welt zu tun hat, sind einige methodische Probleme zu lösen: die Frage nach der Auswahl des richtigen Modells, nach dessen mathematischer Formulierung und bestmöglicher numerischer Umsetzung, und nach geeigneten Methoden, um die erhaltenen Simulationsdaten anschaulich darzustellen und mit der Realität zu vergleichen. Auch wenn sich die konkreten wissenschaftlichen Fragestellungen in den verschiedenen Disziplinen der acht am Doktoratskolleg (DK) beteiligten Institute unterscheiden, ähneln sich doch oft die Modelle und Methoden. Der Gedankenaustausch über die Disziplinen hinweg bietet den PhD-Studierenden dabei nicht nur neue Anregungen für die eigene Forschung, sondern hat konkret auch schon zu gemeinsamen interdisziplinären Publikationen geführt.

„Wir vertiefen unsere Gemeinsamkeiten laufend durch Seminare und Ringvorlesungen über relevante Aspekte der Computermodellierung und darüber hinaus“, berichtet Alexander Kendl, der derzeitige Sprecher des DK. In Lehrveranstaltungen wie etwa „Modellierung und Realität“ wurden unter anderem Verfahren diskutiert, um durch Verifikation und Validierung die korrekte Anwendung der Modelle in den verschiedensten Forschungsgebieten sicher zu stellen. In einer weiteren Ringvorlesung zu „Work after Academia“ im vergangenen Wintersemester stellten Alumni aus dem Gebiet der Computermodellierung vor, wie sie ihre zuvor an der Universität erworbenen Kenntnisse nun im Berufsleben einbringen. „Wir sind stolz darauf, dass alle unsere Absolventinnen und Absolventen schnell Erfolg versprechende Angebote in der Wirtschaft, Industrie oder der Forschung aufweisen können“, freut sich Kendl, denn: zusätzlich zu den fachspezifischen Aspekten der Forschung nähmen interdisziplinäre „Soft skills“ einen immer höheren Stellenwert ein.

In der aktuellen Winterschule in Obergurgl kamen dabei solche interdisziplinären Aspekte nicht zu kurz: neben den üblichen Fachvorträgen übten sich die Doktorandinnen und Doktoranden des DK dort auch in der Präsentation allgemein verständlicher Kurzvorträge. Hochkarätig unterstützt wurde der Innsbrucker Modellier-Nachwuchs in Obergurgl vom externen Scientific Advisory Board: für den Plenarvortrag konnte die Mathematikerin Marlis Hochbruck vom Karlsruher Institut für Technologie gewonnen werden. Vervollständigt wurde das Advisory Board noch von Christian Bucher (TU Wien), Christoph Dellago (Universität Wien) und Dieter Kranzlmüller (LMU München).

Auch nach der Winterschule wird die Zusammenarbeit weiter vertieft: in „Research Clustern“ zu den Themengebieten „Deep learning“, „Finite elements“ und „Multiscale modelling“ werden die Diskussionen in kleinen interdisziplinären Gruppen von Studierenden und Betreuern weitergeführt und eigene Erfahrungen auf Augenhöhe ausgetauscht.

(Alexander Kendl)

 

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